Gesund und vital
Artikel vom 01.11.2014

Venenprobleme: Was bei schweren Beinen hilft

Venenprobleme verhindern: Mit viel Bewegung und der Verwendung von Stütz- und Reisestrümpfen kann man Reisethrombosen und schweren Beinen vorbeugen. Foto: djd/Ofa Bamberg/Westend61
Venenprobleme verhindern: Mit viel Bewegung und der Verwendung von Stütz- und Reisestrümpfen kann man Reisethrombosen und schweren Beinen vorbeugen. Foto: djd/Ofa Bamberg/Westend61

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Was Sie bei Venenproblemen tun können.
  • Wie Reisestrümpfe zur Vorbeugung gegen Thrombose und schwere Beine helfen.
  • Warum Langstreckenflüge gefährlich sind.

Das ganze Jahr über freuen sich alle, egal ob Arbeitnehmer oder schon im Ruhestand, auf ihren Jahresurlaub: Für ein, zwei oder sogar drei Wochen die Hektik des Alltags einfach vergessen. Aber immer wieder hört und liest man von gefährlichen Reisethrombosen. Wer Stunde um Stunde mit angewinkelten Beinen in Flugzeug, Bahn, Bus oder Auto sitzen muss, der geht das Risiko ein, dass die Venen ihre Arbeit nicht mehr schaffen. Venenprobleme stellen sich ein. Das verbrauchte Blut wird nicht schnell genug zu Herz und Lunge befördert. Man sagt auch, es "versackt" in den Beinen. Dadurch kann sich ein Blutpfropf (Thrombus) in einer Vene bilden - wenn dieser sich löst, kann es zu der gefürchteten Lungenembolie kommen.

Gefährliche Langstreckenflüge

Auf Langstreckenflügen kommen zum beengten Sitzen noch der niedrige Luftdruck und die in der Flugzeugkabine recht geringe Luftfeuchtigkeit hinzu. Beides kann dazu beitragen, dass die Beinvenen ihre Aufgaben nicht wie gewohnt erfüllen können und man Venenprobleme bekommt. Doch wer an seinen Urlaubsort gelangen möchte, dem bleibt normalerweise nichts anderes übrig, als lange zu sitzen. Um das Thrombose-Risiko zu senken und die Gesundheit der Venen zu schützen, sollte man auch als Venengesunder spezielle Reisestrümpfe verwenden.

Bei Venenproblemen: Geringer Druck tut gut

Führende Venenfachärzte (Phlebologen) sind sich einig, dass bei Venengesunden bereits eine leichte Kompression von 10-20 mmHg Druck ausreicht, um unangenehm geschwollenen Beinen, also Ödemen, und einer Thrombose vorzubeugen.  Reisestrümpfe wie die seit Jahrzehnten im medizinischen Fachhandel erhältlichen Kniestrümpfe "Gilofa 2000" erfüllen diese Voraussetzungen und sind damit gut geeignet, den Problemen vorzubeugen. Die Reisestrümpfe sind von "normalen" Kniestrümpfen optisch nicht zu unterscheiden und in verschiedenen Varianten mit Baumwolle, Mikrofaser und sogar mit hautpflegender Aloe vera erhältlich. Auch die Farbvielfalt der modernen Reisestrümpfe kann sich sehen lassen.

Wann Vorsorgemaßnahmen empfehlenswert sind

Speziell für Schwangere und für Menschen über 60 Jahren sind Vorsorgemaßnahmen besonders empfehlenswert. Aber auch wer die Pille nimmt, Übergewicht hat oder größer als 1,90 Meter beziehungsweise kleiner als 1,60 Meter ist, sollte zur Vorbeugung unterstützende Reisestrümpfe verwenden. Wer bereits wegen Venenproblemen in ärztlicher Behandlung ist, sollte auch auf Reisen die verordneten Kompressionsstrümpfe tragen.

Venenprobleme: Immer in Bewegung bleiben

Neben der Nutzung von Reisestrümpfen ist auch möglichst viel Bewegung zur Senkung des Thromboserisikos wichtig. Und für die kann man sogar im Flugzeug sorgen. Mit dem Abrollen der Füße unterstützt man die Venen sogar im Sitzen bei ihrer Arbeit. Einfach die Fersen im Wechsel heben und senken. 15 bis 20 mal ist diese Übung zu wiederholen. Außerdem sollten Reisende in Bus, Bahn und Flugzeug möglichst oft aufstehen und einige Schritte gehen, bei Autofahrten ist auf regelmäßige Pausen zu achten. Wichtig ist auch eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit. Im Idealfall sollten Reisende innerhalb zwei Stunden mindestens einen Viertelliter Wasser trinken.

Ergonomisch sitzen, hilft Folgeschäden zu vermeiden

Wer lange im Büro sitzen muss und dabei mehr schlecht als recht zu ausreichend Bewegung kommt, für den sind ergonomische Sitzmöbel zumindest ein kleiner Anfang. Ergonomische Stühle und Tische ermöglichen eine möglichst gesunde und durchblutungsfördernde Haltung am Arbeitsplatz. Hin und wieder aufstehen sollte man allerdings trotzdem, das sorgt für eine bessere Blutzirkulation und beugt Venenproblemen vor. Wer das nicht tut, der tut seinen Venen in den Beinen weniger Gutes, was zu ernsthafteren Venenproblemen, wie Thrombosen, führen kann. Also hin und wieder aufstehen lohnt sich und auch leichtere Bewegungen beim Sitzen wirken unterstützend.


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