Gesund und vital
Artikel vom 06.09.2018

5 Fakten, warum Tageslicht wichtig für unser Wohlbefinden ist

Für das Wohlbefinden ist Tageslicht besonders wichtig.
Den Großteil des Alltags verbringt der moderne Mensch in geschlossenen Räumen. Umso wichtiger für unser Wohlbefinden ist es, dass wir genug Tageslicht ins Haus holen. Foto: djd/Velux

Der Jäger und Sammler von einst ist sesshaft geworden. Statt unter freiem Himmel wie noch unsere Urahnen verbringen wir heute den Großteil des Tages in geschlossenen Räumen. Das ist bequem, hat aber auch Nachteile - gerade in Bezug auf die Versorgung mit ausreichend Tageslicht.

1. Tageslicht und Dunkelheit beeinflussen unsere innere Uhr

Der Wechsel zwischen Helligkeit und Dunkelheit prägt unseren Tagesablauf. Fachleute sprechen dabei vom zirkadianen Rhythmus, der wichtig für unsere Gesundheit ist. Dazu gehört eine ausreichende Menge Licht am Tag ebenso wie Dunkelheit in der Nacht.

Dieser Rhythmus kann jedoch durch einen modernen Lebensstil gestört werden - zu viel Zeit in zu dunklen Büro- oder Wohnräumen oder zu grelles Licht beispielsweise durch Arbeiten am Bildschirm in den späten Abendstunden. So kann unsere innere Uhr aus dem Takt geraten.

Tageslicht fördert unsere Konzentration und eine positive Stimmung.
Stimmung, Konzentrationsfähigkeit, Wohlbefinden: Tageslicht ist unter vielen Aspekten wichtig für uns. Foto: djd/Velux

2. Tageslicht beeinflusst die Stimmung

Wohl jeder hat an sich schon beobachtet, dass ein Sonnentag einen positiven Einfluss auf die Stimmung hat. Das hängt direkt mit dem Bedürfnis des Körpers nach natürlichem Tageslicht zusammen. Andersherum können Niedergeschlagenheit oder ein gestörter Schlaf Folgen eines Tageslichtmangels sein - und es geht noch weiter: Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 15 Prozent der Menschen weltweit unter jahreszeitlich bedingten Depressionen leiden. Als Therapie hierfür nennen viele Experten die Lichttherapie.

3. Kunstlicht kann Tageslicht nicht ersetzen

Bei medizinischen Anwendungen kommen Spezialleuchtmittel zum Einsatz. Die üblichen Lampen im Zuhause haben diesen Effekt nicht. Zwar sorgen sie für Helligkeit, wo sie benötigt wird, mit der üblichen Beleuchtungsstärke von 300 bis 500 Lux kann das Kunstlicht aber nicht unseren Bedarf nach Tageslicht decken. Auch Tageslichtlampen mit höheren Lux-Werten alleine reichen nicht. Zum Vergleich: Direkt an einem Fenster lassen sich Lichtwerte von bis zu 3.000 Lux messen, unter freiem Himmel sind es nochmals deutlich mehr.

Tageslicht ist wichtig für den sogenannten zirkadianen Rhythmus.
Im Gleichklang mit der inneren Uhr: Tageslicht ist wichtig für den sogenannten zirkadianen Rhythmus. Foto: djd/Velux

4. Bauplanung sollte Tageslichteinfall berücksichtigen

Eine vorausschauende Bauplanung legt Wert darauf, viel Tageslicht ins Gebäude gelangen zu lassen. Große Fensterflächen beispielsweise können unsere Stimmung buchstäblich aufhellen und Kunstlicht vermeiden. Das gilt nicht nur im Neubau, sondern auch für Altbauten: Sie lassen sich auf unterschiedliche Weise umgestalten, vom Wintergarten bis zu Fensterflächen im Obergeschoss.

Gerade Dachräume älterer Gebäude wirken oft dunkel, da früher vergleichsweise kleine Dachfenster eingeplant wurden. Ein Umbau, der mit überschaubarem Aufwand möglich ist, kann aus dem dunklen Obergeschoss förmlich eine Tageslicht-Dusche machen. Informationen und Tipps dazu hat etwa der Hersteller Velux zusammengestellt. Ein zweiter Effekt: Größere Fenster bedeuten auch mehr Frischluft im Dachgeschoss.

5. Tageslicht zahlt sich messbar aus

Die positiven Auswirkungen von Tageslicht auf den Körper sind dabei nicht nur spür- sondern auch messbar. In einer Studie der Heschong-Mahone Group wurde untersucht, dass Beschäftigte in einem Call-Center bis zu zwölf Prozent schneller arbeiten, wenn sie eine optimale Sicht nach draußen und somit bessere Tageslichtbedingungen haben.

Ähnliche Ergebnisse fördert die europaweite Untersuchung "Sinphonie" in Schulen zutage: Durch ein erhöhtes Tageslichtniveau in Klassenzimmern verbesserten sich die Testergebnisse der Schüler in Mathematik und Logik um bis zu 15 Prozent.

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