Gesund und vital
Artikel vom 01.11.2014

Symptome für Magnesiummangel - Erkennen und Handeln

Magnesiummangel kann Herz-Rhythmusstörungen verursachen oder verstärken. Foto: djd/Wörwag Pharma
Magnesiummangel kann Herz-Rhythmusstörungen verursachen oder verstärken. Foto: djd/Wörwag Pharma

Nächtliche Wadenkrämpfe, Nervosität oder Herzrasen und Herz-Rhythmusstörungen können Folgen eines Magnesiummangels sein. Die Bedeutung des lebenswichtigen Mineralstoffs, mit dem der Körper stets ausreichend versorgt sein sollte, ist elementar. Typische Symptome für Magnesiummangel sollten ernst genommen werden.

Ein Defizit kann zum Beispiel auch durch zahlreiche Arzneimittel verursacht werden, wie zum Beispiel durch Medikamente, die die Magensäureproduktion hemmen, die so genannten Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol. Aber auch einige Diuretika ("Entwässerungstabletten"), die häufig bei Bluthochdruck und Herzschwäche verordnet werden, zählen zu den Magnesium-Räubern.

Tipp: Blutdruck senken statt steigern

Entwässerungstabletten, in denen Wirkstoffe wie die sogenannten Thiazide oder Schleifendiuretika enthalten sind, führen häufig dazu, dass Magnesium vermehrt über die Nieren ausgeschwemmt wird. So kann es kommen, dass das Risiko für Nebenwirkungen der medikamentösen Therapien steigen und die Erkrankung, die eigentlich behandelt werden soll, sogar noch gefördert werden kann.

Denn ein Magnesiummangel wirkt blutdrucksteigernd und es ist sogar möglich, dass er die Pumpfunktion des Herzens im Laufe der Zeit beeinträchtigt. So können auch Herz-Rhythmusstörungen entstehen. Auch der Zucker- und der Fettstoffwechsel können negativ beeinflusst werden. Zu den vielfältigen möglichen Symptomen für Magnesiummangel zählen außerdem Wadenkrämpfe, Nervosität, innere Unruhe, Schlafstörungen und Herzrasen. Ein sicherer Nachweis für einen Magnesiummangel ist eine zu niedrige Konzentration des Mineralstoffs im Blut-Serum.

Ein Müsli mit Vollkorn-Haferflocken und Nüssen ist ein guter Magnesium-Lieferant. Eine ausreichende Versorgung mit dem Mineralstoff senkt unter anderem das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen. Foto: djd/Wörwag Pharma/corbis
Ein Müsli mit Vollkorn-Haferflocken und Nüssen ist ein guter Magnesium-Lieferant. Eine ausreichende Versorgung mit dem Mineralstoff senkt unter anderem das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen. Foto: djd/Wörwag Pharma/corbis

Tipps gegen Magnesiummangel

Einem Mangel und seinen Folgen kann durch die Einnahme eines Präparats entgegengewirkt werden. Besondere Eigenschaften hat Magnesium in Verbindung mit Orotsäure (Orotat) als Magnesium-Orotat. Die vitaminähnliche Substanz Orotsäure hat eine Schlüsselfunktion im Energiestoffwechsel und kann die Energieversorgung in den Körperzellen verbessern. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass Magnesium besser in den Zellen gebunden und dadurch effektiv wirksam werden kann. Magnesium-Orotat gibt es rezeptfrei in der Apotheke.

Um sich über die Ernährung gut mit Magnesium zu versorgen, sollte man regelmäßig die Mineralstofflieferanten Vollkornbrot, Hülsenfrüchte und Nüsse auftischen. Wenn der Magnesium-Bedarf des Körpers allerdings durch Medikamente oder aber auch durch Erkrankungen oder Stress erhöht ist, kann selbst eine gesunde Ernährung an ihre Grenzen stoßen.

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