Gesund und vital
Artikel vom 26.01.2015

Schwerhörigkeit: Das Gehör als Schlüssel zum sozialen Leben

Ein gutes Hörvermögen verhilft eindeutig zu mehr Lebensqualität. Foto: djd/Geers/thx
Ein gutes Hörvermögen verhilft eindeutig zu mehr Lebensqualität. Foto: djd/Geers/thx

Das Rauschen des Meeres, ausgelassenes Kinderlachen oder die ergreifenden Klänge Beethovens 9. Sinfonie - ein gutes Hörvermögen verhilft eindeutig zu mehr Lebensqualität. Hören ist für den gesunden Menschen selbstverständlich - bis die Hörfähigkeit plötzlich nachlässt. Dann wird es zunehmend schwieriger, sich im Alltagsleben zurecht zu finden. Fällt es in Beratungsgesprächen beim Arzt, in der Bank oder in Fachgeschäften schwerer, der Unterhaltung zu folgen, fühlen sich die Betroffenen verunsichert. Wem es aufgrund schlechteren Hörens nicht gelingt, in Sekundenbruchteilen sämtliche akustischen Informationen auszuwerten und die passende Antwort darauf zu finden, benötigt länger für eine Erwiderung. Oftmals wird zögerliches Nachfragen und langsames Antworten vom Gesprächspartner als geistige Langsamkeit oder mangelnder Intellekt gedeutet.

Schwerhörigkeit kann isolieren

Für Menschen, deren Hörvermögen sinkt, bricht von heute auf morgen nicht nur der wichtigste Kommunikationsweg zusammen, sondern auch das Netz der gewohnten sozialen Beziehungen. Oft sind sie in ihrem Umfeld die einzigen, die mit einer Hörbehinderung zu kämpfen haben: Keiner der Freunde oder Berufskollegen ist betroffen, keiner kann sich in die Probleme hineindenken. Ein Gespräch verlangt von Schwerhörigen im Vergleich zu Normalhörenden ein Vielfaches an Konzentration und Anspannung. Einzelheiten des Gesprächsinhalts müssen dechiffriert und analysiert werden - oft hat der Gesprächsinhalt schon gewechselt und die Betroffenen "hinken" hinterher. Auch fehlt ihnen der Sinn für die Modulation und somit den Ausdruck des Gesagten. Nicht selten fühlen sich Personen mit Hördefiziten isoliert, ziehen sich zurück und versuchen auf diese Weise, peinliche Situationen zu vermeiden.

Reduziertes Hören unterfordert das Gehirn

Bei Anzeichen eines Verlustes der Hörfähigkeit sollte schnell gehandelt werden. Denn alarmierende Studienergebnisse zeigen, dass sich mit zunehmendem Alter die Gehirnmasse verringert - bei Menschen mit unbehandelter Schwerhörigkeit geschieht dies im Eiltempo. Das heißt, je später ein Hörschaden festgestellt wird, desto höher liegt die Gefahr, geistig abzubauen. Dies belegen auch aktuelle Langzeitstudien der Universität Baltimore. In deren Rahmen untersuchten Fachleute etwa 2.000 Personen und kamen zu dem Ergebnis, dass die Wahrscheinlichkeit innerhalb von sechs Jahren Anzeichen von Demenz zu entwickeln, bei Probanden mit Hörverlust um 25 Prozent höher liegt, als bei Teilnehmern mit gutem Gehör. Dies lässt den Rückschluss zu, dass ein reduziertes Hörvermögen eine geringere Anzahl an Sinneseindrücken an das Gehirn übermittelt und der Denkapparat somit unterfordert wird. Die entsprechenden Nervenverbindungen für die Verarbeitung von Klang und Sprache werden weniger genutzt und können regelrecht "verkümmern". Experten raten, in diesem Fall den Hörverlust so rasch wie möglich auszugleichen, etwa mit einem Hörgerät als akustische Unterstützung. Hoch qualifizierte, aussagekräftige Hörtests sind eine gute Vorsorge zum Erhalt der Hörleistung. Die Möglichkeit dazu bieten HNO-Ärzte oder ein Hörgeräte-Akustiker wie etwa GEERS Hörakustik. Der Anbieter mit anerkannt großer Expertise bietet bundesweit in fast 500 Fachgeschäften eine kostenlose und unverbindliche Überprüfung an, deren Ergebnis bereits nach 15 Minuten vorliegt. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1003851 kann man einen Hörtest inklusive Beratung rund ums Hören vereinbaren.

So "hören" die Ohren

Die Schallwelle, die einen Klang erzeugt, wird über die Luft ans Ohr herangetragen. Wie ein Trichter fängt die Ohrmuschel diesen Schall auf und leitet ihn weiter durch den Gehörgang zum so genannten Trommelfell. Das Trommelfell wird dadurch in Schwingung versetzt und die Vibration auf das Innenohr übertragen, worin sich in einer Flüssigkeit Haarsinneszellen befinden. Die Bewegung der Haarsinneszellen löst einen Sinnesreiz aus, der über den Hörnerv zum Gehirn weitergeleitet wird. Dort werden diese Signale entschlüsselt und gedeutet - von Geburt an "lernt" der Mensch, Schall-Signale zu erkennen und als Musik, Sprache oder Alltagsgeräusch einzuordnen.

Hören ist für den gesunden Menschen selbstverständlich - bis die Hörfähigkeit plötzlich nachlässt. Foto: djd/Geers/thx
Hören ist für den gesunden Menschen selbstverständlich - bis die Hörfähigkeit plötzlich nachlässt. Foto: djd/Geers/thx

Hörverlust findet schleichend statt

Eine Schwerhörigkeit entwickelt sich nicht von heute auf morgen, sondern kann sich über Jahre hinziehen. Viele Betroffene bemerken ihr Handicap erst dann, wenn sich Situationen häufen, in denen sie Gespräche ihrer Mitmenschen nicht mehr mitverfolgen können. Auch Sätze aus dem sozialen Umfeld wie "Dir muss man alles zweimal sagen" oder "Warum reagierst Du in letzter Zeit so langsam?" können ein Hinweis auf eine Hörminderung sein.

Weitere Anzeichen für einen drohenden Hörverlust:

  • Bei Gesprächen in einer Gruppe wird es zunehmend schwieriger, der Unterhaltung zu folgen.
  • Nebengeräusche, die früher nicht als störend empfunden wurden (Straßenlärm), bereiten Probleme beim Erfassen des Gesagten.
  • Die Stimmen der Mitmenschen erscheinen plötzlich gedämpft.
  • Höhere Tonlagen wie die Stimmen von Kindern oder Frauen werden schlechter verstanden.
  • Der Betroffene stellt das Fernsehgerät oder Radio immer lauter.
  • Naturgeräusche wie das Zwitschern von Vögeln oder das Rascheln von Laub sind kaum noch wahrnehmbar.
  • Gewohnte Alltagsgeräusche wie das Ticken der Küchenuhr oder das Surren des Kühlschranks verstummen nach und nach.
  • Hinweise von Familienmitgliedern, Verwandten oder Freunden, dass sie Sätze mehrmals wiederholen müssen, bis sie verstanden werden.

Ein regelmäßiger Hörtest ist die beste Hörvorsorge. Jetzt informieren unter www.geers.de/hoertest.

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