Gesund und vital
Artikel vom 18.08.2017

Schmerzen in der Hand: 5 Tipps bei Überlastung und Verletzungen

Schmerzen in der Hand kommen oft von einer falschen Benutzung der Computer-Maus und der Tastatur.
Viele Jobs belasten die Hände stark - zum Beispiel das ständige Tippen und Klicken im Büro oder der Umgang mit schweren Maschinen bei Handwerkern. Foto: djd/Getty

Ob bei der Arbeit, beim Sport oder bei der täglichen Hausarbeit - die Hände sind unsere wichtigsten "Werkzeuge". Doch gerade weil sie nahezu ständig im Einsatz sind, kommt es hier besonders oft zu Überlastungsbeschwerden und Verletzungen. Wir verraten Ihnen, was Sie in welcher Lebenslage bei Schmerzen in der Hand tun können:

Tipp 1: Einseitige Belastung im Beruf

Viele Jobs belasten die Hände. Während im Büro ständig getippt, die Computermaus geklickt und telefoniert wird, müssen Handwerker täglich mit schweren Maschinen umgehen oder monotone Bewegungsabläufe ausführen. Das kann zu Schmerzen in der Hand, zu Sehnenscheiden- oder Gelenkkapselentzündungen, zum berüchtigten Mausarm oder zum Karpaltunnelsyndrom führen. Um vorzubeugen, sind eine ergonomische Tastatur und Maus beziehungsweise ergonomisches Werkzeug sinnvoll. Außerdem sollte man möglichst viele Arbeiten auch mal mit der anderen Hand erledigen, zwischendurch Pausen machen und zum Ausgleich Dehnungs-, Lockerungs- und Gymnastikübungen machen.

Schmerzen in der Hand können durch Ballsport wie Volleyball, Handball oder Tennis hervorgerufen werden.
Bei Ballsportarten wie Volleyball, Handball oder auch Tennis kann es leicht zu Verletzungen der Hände kommen. Foto: djd/Getty

Tipp 2: Achtung beim Ballsport

Gerade bei Sportarten wie Handball, Volleyball und Basketball, aber auch beim Tennis oder beim Golf sind Schmerzen in der Hand typisch. Durch Abwehrbewegungen, heftige Ballkontakte, Stürze oder einseitige Bewegungen wie Schlägerschwünge kommt es zu Prellungen oder Stauchungen, Verletzungen der Sehnen und Bänder sowie Brüchen der Mittelhandknochen oder des Kahnbeins. Typische Symptome sind Druckschmerzen in der Hand, Schwellungen und eine eingeschränkte Beweglichkeit. In diesen Fällen ist immer die genaue Diagnose eines Facharztes einzuholen.

Tipp 3: Bei akuten Verletzungen

Bei Sportunfällen oder Belastungserscheinungen empfehlen die Experten des Steinbach-Talks, einer jährlichen Zusammenkunft renommierter Sportmediziner, sofort die PECH-Regel anzuwenden: Pausieren, Eis (Kühlen), Kompressionsverband, Hochlagern. Des weiteren kann ein natürliches Arzneimittel sinnvoll sein. Pflanzliche Wirkstoffe etwa aus Arnika (Arnica), Beinwell (Symphytum), Sonnenhut (Echinacea) und Zaubernuss (Hamamelis) können Schwellungen und Schmerzen lindern und die Regeneration beschleunigen.

Schmerzen in der Hand können zu Arthrose oder einer Sehnenscheid-Entzündung führen.
Putzen, polieren, auswringen - die leidige Hausarbeit führt häufig zu Beschwerden wie Sehnenscheidenentzündung oder Arthrose. Foto: djd/Getty

Tipp 4: Die leidige Hausarbeit

Wischen, putzen, Lappen auswringen, polieren, staubsaugen, scheuern, Laken wechseln, Gemüse schnippeln, kochen, rühren, Wäsche aufhängen - die Arbeit im Haushalt hört nie auf und kann die Hände stark belasten. Nicht selten kommt es zu anhaltenden Schmerzen in der Hand, Überlastungsbeschwerden oder Sehnenscheidenentzündungen. Besonders der Daumen wird oft in Mitleidenschaft gezogen, was auf lange Sicht zu einer Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose) oder zu einem Schnappdaumen führen kann. Vorbeugend ist es sinnvoll, ergonomische Haushaltsgeräte, eine Auswring-Presse für Feudel und Lappen und ähnliche Putzhilfen zu verwenden und die Hände zwischendurch immer wieder zu lockern.

Tipp 5: Sturzgefahr im Alltag

Stürze kommen auch bei alltäglichen Tätigkeiten vor. Wer hinfällt, nutzt meist reflexartig die Hände, um Körper und Gesicht vor dem Aufprall zu schützen. Die Folgen sind dann oft Stauchungen und Prellungen der Handgelenke und Finger, Schäden an den Sehnen und Bändern oder Frakturen etwa an Kahnbein oder Mittelhandknochen. Zur ersten Hilfe sollte die Hand ruhiggestellt werden, auch Schmerzmittel und ein Salbenverband können lindern und die Heilung fördern. Lassen die Schmerzen in der Hand nicht zügig nach, ist kurzfristig ein Besuch beim Arzt angeraten. Dieser leitet dann geeignete Maßnahmen ein - etwa eine zeitweilige Ruhigstellung per Schiene oder Kinesiotape, Physiotherapie, eine Elektrobehandlung oder auch einen operativen Eingriff.

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