Gesund und vital
Artikel vom 01.11.2014

Rückenschmerzen: Sitzen mit diesen 5 Tipps positiv nutzen

Das menschliche Skelett ist nicht für längeres Sitzen geeignet. Trotzdem verbringen viele Menschen rund 80 Prozent  des Tages auf einem starren Stuhl oder Sessel. Das erzeugt permanenten Druck auf die Wirbelsäule. Doch die Bandscheiben benötigen einen ständigen Wechsel zwischen Be- und Entlastung. Wenn dieser nicht erfolgt, kommt es zu einer Überanspruchung der Wirbelsäule und das führt zu Verspannungen und Rückenschmerzen.

Tipp 1: Bewegt Sitzen

Umfragen und Studien haben ergeben, dass mittlerweile fast 80 Prozent der deutschen Bevölkerung unter Rückenschmerzen leiden. Bei jedem zweiten sind sie sogar chronisch. Dabei werden die Betroffenen immer jünger: Die meisten Rückenpatienten sind zwischen 35 und 55 Jahre alt. Das Durchschnittsalter von Patienten mit einem Bandscheibenvorfall liegt bei 38 Jahren. Bewegtes Sitzen kann helfen, Rückenschmerzen zu vermeiden.

Tipp 2: Für mehr Bewegung und weniger Sitzen sorgen

Dass es einen Zusammenhang zwischen andauerndem Sitzen und Rückenschmerzen gibt, ist bestätigt. Die funktionell-degenerativen Krankheitsbilder des Achsenskeletts - unsere schmerzhaften Rückenerfahrungen - korrelieren mit der Art und Weise eines seit Jahren praktizierten körperlichen Fehlverhaltens. Wir bewegen uns zu wenig, sitzen zu lang und darüber hinaus falsch.

Tipp 3: Mehr Zeit für Sport

Ausgleichsport wäre bei Rückenschmerzen dringend nötig, bleibt aber häufig auf der Strecke. Zeitmangel, Unlust oder Mangel an Gelegenheit halten die meisten Büroarbeiter von solchen gesundheitsfördernden Maßnahmen ab. Und selbst wer sich aufrafft und abends eine Runde joggen geht, stellt schnell fest, dass das alleine nicht ausreicht. Außerdem ist Sport nur bedingt geeignet. Noch wichtiger ist es, generell mehr Bewegung in den Alltag zu bringen.

Tipp 4: Immer in Bewegung bleiben

Das heißt: schon während der Arbeitszeit für mehr Bewegung zu sorgen. Und zwar nicht durch ein paar Gymnastikübungen in kurzen Pausen neben dem Schreibtisch. Die macht eh kaum einer. Effektiver und dem menschlichen Bewegungsbedürfnis besser angepasst ist es, den Körper zu Bewegung zu verführen und für Bewegungsanreize zu sorgen. Ein Stehtisch, um nicht nur zu sitzen,  ein Trampolin, um sich mal durch zu lockern und einen Stuhl, der dem natürlichen körperlichen Aktivitätsdrang entgegenkommt. Anfang der 90er Jahre wurde mit dem Sitz-Ball eine solche Sitzmöglichkeit für die Therapie entwickelt.

Tipp 5: Den Krankheitskreislauf durchbrechen

Die positiven Auswirkungen des bewegten Sitzens machen sich nicht nur an der Entlastung des Rückens bemerkbar. Mit der äußeren Haltung richtet sich auch die innere auf, die Organe im Bauchraum bekommen automatisch mehr Platz, man kann tiefer atmen, der Kreislauf kommt in Schwung, das Gehirn wird angeregt  und ordentlich mit Sauerstoff versorgt. Das Ergebnis ist eine deutliche Leistungssteigerung, mehr Konzentrationskraft und viel mehr gute Laune.

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