Gesund und vital
Artikel vom 04.12.2014

Pneumokokken-Impfung: 7 Tipps zur Impfung

Besonders für ältere Menschen können die Grippeimpfung und die Immunisierung gegen Pneumokokken sinnvoll sein. Foto: djd/Pfizer Deutschland/May
Besonders für ältere Menschen können die Grippeimpfung und die Immunisierung gegen Pneumokokken sinnvoll sein. Foto: djd/Pfizer Deutschland/May

Vor Beginn der Erkältungssaison ist der richtige Zeitpunkt für die Grippeimpfung. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin rät Menschen ab 60 Jahren zusätzlich zur Pneumokokken-Impfung. Warum das sinnvoll ist und für wen die Erreger gefährlich werden können:

Tipp 1: Grippeschutzimpfung ist für ältere Menschen wichtig

Mit den Jahren nimmt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems ab - das ist ein ganz natürlicher Prozess. Gerade bei älteren Menschen kommen dann häufig noch chronische Grunderkrankungen hinzu, etwa Diabetes, chronische Herz- oder Atemwegserkrankungen. All das erhöht das Risiko für Infektionen oder kann deren Verlauf beeinflussen.

Tipp 2: Die Grippeimpfung ergänzen

Rund um den Jahreswechsel, wenn bei uns die Grippewelle beginnt, ist gleichzeitig die Hauptsaison für Erkältungskrankheiten. Ein Erreger, der dann auch übertragen werden kann, sind Pneumokokken. Es ist möglich, die Grippeimpfung mit einer Immunisierung gegen Pneumokokken zu verbinden.

Tipp 3: Folgeerkrankungen vermeiden

Die Lungenentzündung ist sicher eine der schwersten Erkrankungen, die Pneumokokken hervorrufen können. Außerdem können sie Blutvergiftungen, eine Hirnhautentzündung und bei kleinen Kindern zum Beispiel auch eine Mittelohrentzündung auslösen.

Bei Kindern lösen Pneumokokken häufig schmerzhafte Mittelohrentzündungen aus. Beim Spielen und Schmusen können die Erreger leicht auf Erwachsene übertragen werden. Foto: djd/Pfizer Deutschland/thx
Bei Kindern lösen Pneumokokken häufig schmerzhafte Mittelohrentzündungen aus. Beim Spielen und Schmusen können die Erreger leicht auf Erwachsene übertragen werden. Foto: djd/Pfizer Deutschland/thx

Tipp 4: Das eigene Risiko kennen

Vor allem Menschen, die ein geschwächtes Immunsystem haben, sind gefährdet. Sei es altersbedingt oder durch chronische Erkrankungen der Atemwege wie Asthma und COPD, durch Diabetes mellitus oder koronare Herzerkrankungen. Auch Patienten, die dauerhaft das Immunsystem unterdrückende Medikamente einnehmen müssen - wie zum Beispiel Cortison - haben ein erhöhtes Risiko. Außerdem sind kleine Kinder eher gefährdet, weil ihre Abwehrkräfte noch nicht voll ausgebildet sind.

Tipp 5: Mit ausreichend Hygiene gut schützen

Im Grunde überall - und auch nicht nur zur klassischen Erkältungszeit. Die Erreger werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, das heißt beim Sprechen, Husten, Niesen. Wer viel Kontakt zu anderen Menschen hat, kann sich infizieren. Großeltern zum Beispiel beim Spielen mit den Enkeln, wenn ihr Immunsystem geschwächt ist.

Tipp 6: Pneumokokken ernst nehmen

Absolut. Viele Menschen unterschätzen, wie schwerwiegend eine Lungenentzündung sein kann. Immerhin jeder dritte Patient muss stationär behandelt werden. Durch eine Lungenentzündung steigt außerdem die Gefahr für zusätzliche Infektionen. Gerade ältere Menschen, die dann längere Zeit Bettruhe halten müssen, bauen körperlich schnell ab. Oft dauert es Wochen oder Monate, bis die Patienten wieder voll hergestellt sind.

In der Hausarztpraxis können Patienten sich umfassend über das Thema Grippe- und Pneumokokken-Impfung informieren. Foto: djd/Pfizer Deutschland/thx
In der Hausarztpraxis können Patienten sich umfassend über das Thema Grippe- und Pneumokokken-Impfung informieren. Foto: djd/Pfizer Deutschland/thx

Tipp 7: Im Herbst zur Grippeimpfung

Die Grippeimpfung sollte zwischen September und November erfolgen. Nach sieben bis zehn Tagen ist der Impfschutz voll aufgebaut. Wer den Termin verpasst, kann sich aber - nach Absprache mit dem Hausarzt - auch später noch impfen lassen. Die Impfung zur Vorbeugung einer Pneumokokken-Infektion kann gleichzeitig mit der Grippeschutzimpfung erfolgen. Da die Impfung mit abgetöteten Erregern durchgeführt wird, ist sie in der Regel sehr gut verträglich. Es kann aber zu Rötungen an der Einstichstelle kommen oder zu leichtem Impffieber.

drucken