Gesund und vital
Artikel vom 01.11.2014

Ohrenschutz - 4 Tipps gegen Lärm, Wasser und Druck

Egal, ob der Partner schnarcht oder die Nachbarn feiern - Lärm verfolgt uns überall und kann auch im Schlaf nicht ausgeblendet werden. Ohrstöpsel können für die dringend benötigte Ruhe sorgen. Foto: djd/BioEars/thx
Egal, ob der Partner schnarcht oder die Nachbarn feiern - Lärm verfolgt uns überall und kann auch im Schlaf nicht ausgeblendet werden. Ohrstöpsel können für die dringend benötigte Ruhe sorgen. Foto: djd/BioEars/thx

Unsere Ohren sind rund um die Uhr im Einsatz - sie fangen Tag und Nacht jedes Geräusch in unserer Umgebung ein und bleiben selbst im Schlaf immer auf Empfang. Dabei werden die Schallwellen vom Trommelfell aufgefangen, das sie über die Gehörknöchelchen an das Innenohr leitet, wo sie in elektrische Impulse verwandelt und ans Gehirn weitergegeben werden. Ein hochkomplizierter und fein abgestimmter Vorgang, der uns Sinneseindrücke vom leisen Sirren einer Mücke über die Harmonien einer Mozartsonate bis zum Dröhnen eines Presslufthammers ermöglicht.

Tipp 1: Lärm reduzieren

Doch unsere Hörorgane sind auch vielen negativen Einflüssen ausgesetzt: Lärm, Druckschwankungen, Nässe und Zugluft können sie schädigen. Besonders der Lärm hat sich dabei zu einem fast allgegenwärtigen Umweltproblem entwickelt: Vom brausenden Verkehr vor dem Fenster über die Ehekrise in der Nachbarwohnung, kläffende Hunde und Musikgedudel bis zum schnarchenden Partner auf der anderen Bettseite verfolgt er uns täglich und fast überall.

Tipp 2: Ohrstöpsel für guten Ohrenschutz

Das raubt nicht nur den letzten Nerv: Starker Krach wie bei Rockkonzerten, auf Baustellen oder von startenden Flugzeugen kann die Ohren auch direkt schädigen und das Hörvermögen schwächen. Deshalb ist ein guter Nerven- und Ohrenschutz sinnvoll. Eine einfache und effektive Methode dafür sind Ohrstöpsel. Sie bestehen meist aus weichem, antimikrobiell beschichtetem Silikon, lassen sich ganz leicht einführen und halten unerwünschte Schallwellen sicher fern.

Unbeschwerter Badespaß gehört zum Sommer dazu. Für die Ohren ist das Chlor- oder Meerwasser allerdings häufig belastend. Foto: djd/ClearEars/thx
Unbeschwerter Badespaß gehört zum Sommer dazu. Für die Ohren ist das Chlor- oder Meerwasser allerdings häufig belastend. Foto: djd/ClearEars/thx

Tipp 3: Ohrenschutz auch bei Wind und Wasser

Aber nicht nur Lärm, sondern auch andere Umwelteinflüsse wie Wind und Wasser können buchstäblich auf die Ohren gehen. So haben gerade in Urlaub und Freizeit Cabrio- und Bootstouren oder Spaziergänge am windumtosten Meer oft stechende Schmerzen zur Folge. Sehr unangenehm ist auch die sogenannte Bade- oder Schwimmbad-Otitis, eine schmerzhafte Ohrentzündung, die oft durch ausgiebiges Baden in Pool oder Meer ausgelöst wird.

Dabei dringen in die vom Wasser aufgeweichte und dadurch schlechter geschützte Haut der Gehörgänge Bakterien und Pilze ein, die sich in der Wärme schnell vermehren. Schmerzen, Jucken im Ohr, Hitzegefühl und Rötung sind die Symptome, und nicht selten muss ein Antibiotikum zum Einsatz kommen.

Besonders Kinder leiden bei Flugreisen oft unter den Druckschwankungen in der Kabine. Spezielle Ohrstöpsel können helfen. Foto: djd/EarPlanes/thx
Besonders Kinder leiden bei Flugreisen oft unter den Druckschwankungen in der Kabine. Spezielle Ohrstöpsel können helfen. Foto: djd/EarPlanes/thx

Tipp 4: Den Druck rausnehmen

Eine weitere Belastung für unsere Ohren können starke Druckunterschiede sein - viele Reisende leiden darunter, wenn ihr Flugzeug startet oder landet. Zwar findet normalerweise ein Druckausgleich über die Eustachische Röhre (Ohrtrompete) statt, die das Mittelohr mit dem Rachen verbindet. Aber wenn die Nasenschleimhäute etwa durch Schnupfen, Allergien oder trockene Luft anschwellen, funktioniert dieser Ausgleich nicht mehr, und es können Schmerzen oder sogar Schwindel auftreten.

Besonders Kinder sind oft betroffen, da bei ihnen die Ohrtrompete von Natur aus noch besonders eng ist und schnell verstopft. In leichteren Fällen kann Gähnen, Kauen oder Schlucken helfen.

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