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6 Tipps für eine konsequente und erfolgreiche MS-Therapie

Freunde und Familie können Menschen mit Multipler Sklerose dabei unterstützen, die Therapie langfristig durchzuhalten.
Freunde und Familie können Menschen mit Multipler Sklerose dabei unterstützen, die Therapie langfristig durchzuhalten. Foto: djd/Sanofi/Getty Images/spooh

Um bei Multipler Sklerose (MS) den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen und Behinderungen möglichst zu vermeiden, ist eine konsequente MS-Therapie entscheidend. Man spricht von Therapietreue oder Adhärenz. Leider ist es um diese oft nicht gut bestellt. Eine Untersuchung unter MS-Patienten in Deutschland von 2015 ergab, dass nur 30 bis 40 Prozent ihre Therapie mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten nach zwei Jahren noch durchhalten. Dabei ist erwiesen, dass eine inkonsequente MS-Behandlung ein höheres Schubrisiko und eine niedrigere Lebensqualität bedingt. Diese Tipps können helfen, die MS-Therapie besser durchzuhalten:

1. Gut informieren

Viele Patienten wissen zu wenig über ihre Erkrankung. Gerade zwischen den Schüben, wenn die Symptome kaum zu spüren sind, denken sie dann oft, dass Medikamente nicht notwendig sind, und unterbrechen die MS-Therapie. Es ist deshalb für Betroffene wichtig, sich ausführlich über ihre Krankheit zu informieren, etwa beim behandelnden Arzt, der MS-Nurse oder Quellen im Internet.

2. Die MS-Therapie aktiv mitbestimmen

Bei einem guten Arzt-Patienten-Verhältnis wird der Patient in die Behandlung eingebunden und fällt wichtige Entscheidungen gemeinsam mit dem Mediziner. Dabei informiert der Arzt den Patienten ausführlich über die Möglichkeiten und berücksichtigt bei der Therapieentscheidung auch die persönliche Lebenssituation. Als Patient sollte man sich deshalb einen Mediziner suchen, dem man vertraut und den man ohne Scheu ansprechen kann, wenn etwas in der Therapie der MS nicht gut läuft. Wer voll hinter seinem Behandlungsplan steht, kann ihn leichter einhalten.

3. Anwendung der MS-Medikamente erleichtern

Symptome wie Sehstörungen, eingeschränkte Motorik oder Vergesslichkeit können die richtige Anwendung der MS-Medikamente erschweren. Manche Mittel müssen auch injiziert werden, was vielen Betroffenen schwerfällt oder Schmerzen verursacht. Dann sollten gemeinsam mit dem Arzt Lösungen gefunden werden, um diese Hindernisse aus dem Weg zu räumen. So können etwa oral einzunehmende Medikamente für den Patienten angenehmer sein als Injektionen und so die Adhärenz verbessern.

MS-Patienten sollten sich gut über ihre Krankheit informieren, zum Beispiel bei seriösen Internetangeboten.
MS-Patienten sollten sich gut über ihre Krankheit informieren, zum Beispiel bei seriösen Internetangeboten. Foto: djd/Sanofi/Steffen Jaenicke

4. Unterstützung suchen bei der MS-Therapie

Partner, Freunde oder Familienmitglieder können einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie Menschen mit MS bei der Behandlung unterstützen, zum Beispiel durch das Erinnern an die regelmäßige Einnahme von Tabletten oder Unterstützung bei den Injektionen. Betroffene sollten sich nicht scheuen, ihre Lieben darauf anzusprechen. Auch von Firmen angebotene Unterstützungsprogramme wie „MS-Begleiter Plus“ von Sanofi Genzyme können wertvolle Hilfen bieten, etwa ausführliches Informationsmaterial und ein Serviceteam mit MS-Nurses.

5. Erinnerungshilfen nutzen

Ob es ein Zettel am Badezimmerspiegel ist, der Terminplaner am PC oder die Erinnerungsfunktion am Handy: Wer die Einnahme seiner MS-Medikamente leicht einmal vergisst, kann sein Gedächtnis auf vielfache Weise unterstützen.

6. Medikamente verfügbar haben

Eine Erinnerungshilfe kann auch nützlich sein, um sich immer rechtzeitig ein neues Rezept zu besorgen. Außerdem sollten die MS-Medikamente gut erreichbar an einem festen Platz verwahrt werden. Wer viel unterwegs ist, sollte außerdem in der Jacken- oder Handtasche sowie an wichtigen Orten wie im Büro oder beim Lebensgefährten eine Reserve deponieren.

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