Gesund und vital
Artikel vom 29.05.2017

Mit dem Rauchen aufhören: 6 Tipps zum Erfolg

Die meisten Raucher kommen irgendwann an den Punkt, an dem sie aufhören wollen. Dafür gibt es viele gute Gründe: zum Beispiel ein geringeres Erkrankungsrisiko, eine höhere Lebenserwartung, mehr Geld in der Tasche, besser zu riechen und weniger zu husten. Leider ist die Sucht nach Zigaretten und Co. nicht so einfach zu besiegen. Mit diesen sechs Schritten können Sie es schaffen.

Tipp 1: Motivation finden

Damit man mit dem Rauchen aufhören kann, braucht man eine hohe Motivation. Oft hilft es, sich die wichtigsten Gründe aufzuschreiben und gut sichtbar aufzuhängen. Je genauer und persönlicher diese sind, desto besser. Beispiele: "Ich möchte nicht mehr husten", "Ich will nicht mehr frierend auf dem Balkon stehen", "Ich möchte Geld für eine besondere Reise sparen", "Ich wünsche mir ein Baby".

An einem spezifischen Tag mit dem Rauchen aufhoeren.
Es ist sinnvoll, einen bestimmten Tag als Start für die Raucherentwöhnung festzulegen - etwa den Weltnichtrauchertag am 31. Mai - und an diesem komplett aufzuhören. Foto: djd/Nicotinell/shutterstock.com/Pichit Sansupa
Mit dem Rauchen aufhoeren kann einfach sein.
Mit viel Motivation und diesen guten Tipps kann man das Rauchen "knicken". Foto: djd/Nicotinell/shutterstock.com/Voyagerix

Tipp 2: Start für die Raucherentwöhnung festlegen

Ab einem bestimmten Tag komplett mit dem Rauchen aufzuhören, gilt bei vielen Experten als erfolgversprechender als langsames Reduzieren. Für angehende Nichtraucher können dafür besondere Anlässe wie der Weltnichtrauchertag geeignet sein. Ein guter Startpunkt ist auch der Sommerurlaub: Weit weg von der gewohnten Umgebung und alten Mustern ist oft auch der Schritt zur Veränderung leichter. Auch Geburtstage oder andere Jahrestage bieten sich an, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören wollen.

Tipp 3: Nikotinersatz nutzen

Vielen angehenden Nichtrauchern hilft es, ein Nikotinersatzprodukt zu nutzen. Diese gibt es beispielsweise als Pflaster, Lutschtabletten oder Kaugummi etwa von Nicotinell. Sie führen dem Körper kontrolliert Nikotin zu und verringern so die Entzugserscheinungen. Auch können sie die häufige Gewichtszunahme während der Entwöhnung um bis zu 50 Prozent verringern. So kann der Nikotinkonsum schrittweise reduziert werden.

Tipp 4: Alternativen suchen

Rauchen ist nicht nur eine Sucht, sondern hat auch viel mit Gewohnheiten zu tun: Die Zigarette beim Morgenkaffee oder nach dem Essen, das Rauchritual in Stresssituationen und die Begleitzigarette zum abendlichen Bierchen. Wer mit dem Rauchen aufhören will, sollte Ersatz für diese Gewohnheiten suchen, etwa zum Kaffee ein Stück Obst essen, nach dem Essen sofort Zähneputzen, Kaugummi kauen oder für eine Weile von Bier auf Saftschorle umsteigen.

Tipp 5: Helfen lassen

Partner, Freunde und Familie sollten wissen, dass Sie mit dem Rauchen aufhören wollen. Dann können sie unterstützen und Beistand leisten, indem sie nachsichtig bei vorübergehender Reizbarkeit sind, sich selbst in Ihrer Gegenwart mit dem Qualmen zurückhalten oder Sie ablenken, wenn das Verlangen groß wird.

Tipp 6: Belohnen und genießen

Mit dem Rauchen aufzuhören ist eine echte Leistung. Dafür sollte man sich belohnen - mit einem Shoppingbummel, einem Kurzurlaub, einer Beautybehandlung (wie wäre es mit einem schönen weißen Lächeln), einem Restaurantbesuch oder anderem. Auch sollte man die Vorteile des Nichtrauchens bewusst genießen: Keine stinkenden Klamotten, mehr Ausdauer, kein "Jieper" und mehr Geld in der Tasche. Für wen das gut klingt, der findet Informationen zur Raucherentwöhnung und eine umfangreiche Broschüre zum Download bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

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