Gesund und vital
Artikel vom 15.02.2016

Migräne vorbeugen: Dem Schmerz die Stirn bieten

Sie ist eine der ältesten Erkrankungen der Welt und findet sogar in der Bibel Erwähnung. Dennoch wird Migräne häufig nicht ernst genommen. Betroffene erhalten quasi von jedermann gut gemeinte Ratschläge, wie die pulsierenden einseitigen Kopfschmerzen am besten zu bekämpfen seien. Dabei können Hausrezepte hier wenig ausrichten. Für die Akutbehandlung der neurologischen Reizverarbeitungsstörung sind moderne Medikamente notwendig. In der Prophylaxe kann aber auch hochdosiertes Magnesium wirksam sein. Denn der Mineralstoff wirkt beruhigend auf die Nervenbahnen. Hier finden Sie Tipps, wie man Migräne vorbeugen kann.

So belastend kann Migräne im Alltag sein

Wie belastend der Migräneschmerz ist, bekommen rund zehn Millionen Deutsche mehr oder weniger regelmäßig zu spüren. Je nachdem wie heftig eine Attacke ausfällt, fällt es Betroffenen schwer, am Alltags- oder Arbeitsleben teilzunehmen. Licht- und Lärmempfindlichkeit, sowie Übelkeit und Erbrechen sorgen dafür, dass Migränepatienten sich häufig zurückziehen und nur darauf warten, dass der Anfall vorübergeht. Das kann bis zu drei Tage dauern. Sich wiederholt über einen solch langen Zeitraum allen Verpflichtungen zu entledigen, ist nur den wenigsten möglich.

Frau mit blauer Bluse liegt auf dem Sofa und hält sich den Kopf
Liegen, bis der Schmerz vergeht: Während einer akuten Migräneattacke sind alle Pläne für den Tag gelaufen. Foto: djd/Diasporal

20 Tage im Monat ohne Schmerzmittel auskommen

Inzwischen gibt es Medikamente, mit denen sich Migräneanfälle gut behandeln lassen. Allerdings kann der Schmerz nach Ablauf der Wirkungsdauer dieser sogenannten Triptane zurückkommen. Dies ist nicht zuletzt deshalb für viele Betroffene ein Problem, weil Schmerzmittel nach der Empfehlung von Experten generell nur an zehn Tagen im Monat eingenommen werden sollten. Die sogenannte 10/20-Regel soll verhindern, dass es zusätzlich durch den übermäßigen Gebrauch von Medikamenten zu Kopfschmerzen kommt. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Betroffene versuchen müssen, an 20 Tagen im Monat ohne Schmerztabletten auszukommen. Deshalb ist es so wichtig, der Migräne mit geeigneten Maßnahmen vorzubeugen.

Migräne vorbeugen und Attacken verhindern

Damit sie nicht zu Medikamenten greifen müssen, sollten Migränepatienten nach Möglichkeit verhindern, dass es zu einer Attacke kommt. Dazu kann ein regelmäßig geführter Migränekalender sinnvoll sein. Mit Hilfe der Aufzeichnungen lassen sich mögliche Auslöser leichter erkennen und im Idealfall sogar vermeiden. Zu diesen sogenannten Triggern gehören unter anderem Lärm, Stress, Alkohol, Verspannungen, Änderungen im Tagesablauf oder ein unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus. Sollten beispielsweise Stresssituationen oder Verspannungen als Auslöser identifiziert worden sein, können verschiedene Entspannungstechniken dazu beitragen, künftigen Migräneattacken vorzubeugen.

Blonde Frau mit grüner Bluse gibt Magnesiumpulver in ein Getränk
Die regelmäßige Einnahme von hochdosiertem Magnesium in Form von Magnesiumcitrat kann Migräneanfällen vorbeugen. Foto: djd/Diasporal
Blonde Frau mit blauer Bluse sitzt auf hellem Sofa und schreibt in einen Kalender
Regelmäßige Einträge in einen Migränekalender vereinfachen die Übersicht über mögliche Auslöser. Foto: djd/Diasporal

Hochdosiertes Magnesium kann Nerven entspannen und Migräne vorbeugen

Eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Erregbarkeit des Nervensystems wird auch Magnesium zugeschrieben. Ein Mangel des Mineralstoffs, der an zahllosen Stoffwechselprozessen beteiligt ist, kann Muskelkrämpfe, Schlafprobleme, Reizbarkeit und nicht zuletzt Kopfschmerzen oder auch Migräne nach sich ziehen. Dementsprechend sollten vor allem Migräne-Patienten auf eine ausreichende Magnesium-Zufuhr achten. Möglicherweise können damit Intensität und Dauer der Beschwerden deutlich reduziert werden. Dies hat auch eine Studie gezeigt, bei der die Teilnehmer über einen Zeitraum von drei Monaten täglich morgens und abends je 300 Milligramm Magnesium eingenommen haben. Bei der Wahl des passenden Präparates empfiehlt Dr. med. Klaus Erpenbach aus Erftstadt einen organischen Wirkstoff, wie er beispielsweise in Magnesium-Diasporal 300 mg aus der Apotheke enthalten ist. Nach den Erfahrungen des Migräne-Experten ist ein solches Magnesium-Präparat mit reinem Magnesium-Citrat besonders körperfreundlich und wird vom Organismus sehr gut aufgenommen.

Reizverarbeitung gestört

Eind blonde Frau mit schwarz-türkisem Sportdress beim Joggen
Moderater Ausdauersport ist ein Bestandteil der Migräne-Prophylaxe, der in anfallfreien Phasen betrieben werden kann. Foto: djd/Diasporal

Die Forschungen nach der Ursache von Migräne sind lange noch nicht abgeschlossen. Allerdings deuten etliche Hinweise darauf hin, dass die Erkrankung als eine Störung der Reizverarbeitung verstanden werden muss. Das Gehirn der Patienten ist offenbar besonders aktiv und reagiert stark auf Reize. Bestimmte Triggerfaktoren stimulieren die Nervensteuerung dabei übermäßig. Bei diesen Prozessen spielen auch Botenstoffe wie das Serotonin eine wichtige Rolle. Das Wohlfühlhormon schwankt während des weiblichen Zyklus. Experten sehen hierin den möglichen Grund dafür, dass Frauen dreimal häufiger unter Migräne leiden als Männer.

Lebensstil anpassen - Migräne vorbeugen und vermeiden

Hier noch wichtige Tipps, die helfen können, der Migräne vorzubeugen:

  • Mindestens zwei Liter Tee oder Wasser täglich trinken - auch während eines Anfalls. Tee mit Ingwer oder Pfefferminz soll lindernd wirken.
  • Sich Ruhe gönnen und Stress reduzieren
  • Regelmäßig leichten Sport treiben, sich bewegen oder zumindest an der frischen Luft spazieren gehen, um den Organismus mit Sauerstoff zu versorgen.
  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, Autogenes Training, Qi Gong, Yoga oder Tai Chi zur Entspannung betreiben
  • Übermäßigen Konsum von Kaffee, Süßigkeiten, Nikotin und Alkohol vermeiden
  • Die gesamte Woche über auf einen einheitlichen Rhythmus achten: Am Wochenende nicht länger schlafen als sonst. Übliche Kaffeetrinkgewohnheiten auch an freien Tagen in etwa beibehalten.
  • Auslöser mit Hilfe von Aufzeichnungen im Migräne-Kalender identifizieren und nach Möglichkeit künftig vermeiden.
Eine Frau in Sportkleidung sitzt im Schneidersitz und entspannt
Entspannungstechniken sind eine gute Möglichkeit, dem Schmerz zu begegnen. Foto: djd/Diasporal

Fazit

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die leider noch viel zu oft belächelt wird. Obwohl es wirksame Medikamente zur Akutbehandlung gibt, kommt der Vorbeugung von Migräneattacken eine ganz wichtige Bedeutung zu. Um die überreizten Nerven zu entspannen, kann die regelmäßige Einnahme von hochdosiertem Magnesium sinnvoll sein. Infos gibt es unter http://www.diasporal.de. Möglicherweise kann damit die Intensität und Dauer der Beschwerden merklich reduziert werden. Ein Migränetagebuch hilft indes, möglichen Auslösern auf die Spur zu kommen. Darüber hinaus können ein geregelter Tagesablauf, die Vermeidung von Stress und das Beherrschen von Entspannungstechniken wichtige Maßnahmen zur Prophylaxe sein.

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