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Artikel vom 01.11.2014

Kribbeln in den Fingern - 6 Fakten

Das Kribbeln in den Fingern wird in der Medizin als Kribbelparästhesie bezeichnet. Es zählt zu den sogenannten Sensibilitätsstörungen oder werden auch als Missempfindungen bezeichnet. Wie bei vielen Beschwerden kann Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Fingern ein Anzeichen für verschiedene Erkrankungen sein, aber auch auftreten, wenn man nervös ist.

Kribbeln und Taubheitsgefühl können in den Fingern, aber auch in vielen anderen Bereichen des Körpers, wie beispielsweise in den Beinen, Füßen und Zehen, aber auch im Bereich des Kopfes beziehungsweise des Gesichts auftreten. Es gibt auch gewisse Vorerkrankungen, die dieses Symptom begünstigen, wie zum Beispiel Diabetes mellitus.

In der Regel gibt es zwei hauptsächliche Unterscheidungen für das Kribbeln in den Fingern. Zum einen gibt es körperliche Erkrankungen als auch Erkrankungen der Psyche, die Kribbeln als Folge haben können. Des weiteren besteht die Möglichkeit das Medikamente Auslöser für Kribbeln und Taubheit sein können.

1. Wie entsteht das Kribbeln?

Kribbeln als solches, ist eine Empfindung, die an unserer Körperoberfläche stattfindet. Sie entsteht durch sensible Nerven. Diese leiten Reize über Nervenbahnen bis in unser Gehirn, wo wir diese erst wahrnehmen. Werden Nerven gestört zum Beispiel durch eine Durchblutungsstörung, Störungen der Blutgefäße oder Nervenbahnen, Sensibilitätsstörungen kann es zu solchen Missempfindungen kommen. Betroffene beschreiben das Kribbeln wie das Stechen vieler kleiner Nadelspitzen, als Brennen oder auch als elektrisierend.

2. Welche Ursachen gibt es für Kribbeln und Taubheitsgefühle?

Hinter dem Kribbeln in den Fingern kann vieles stecken, von harmlosen Entzündungen der Nerven, die vorübergehend auftreten, bis hin zu ernsthaften Erkrankungen der Nerven oder Tumoren, können die Ursachen verschiedener Natur sein.

Wichtig ist es vor allem, wenn die Symptome immer wiederkehren oder wenn das Kribbeln in Begleitung von Schwindel, Sehstörungen, Taubheit, Übelkeit oder anderen Symptomen wie Schmerzen, Hautreaktionen auftritt, einen Arzt aufzusuchen.

3. Körperliche Ursachen

In der Regel deutet ein Kribbeln in den Fingern auf eine Störung der Nerven oder eine mangelnde Durchblutung hin. Dies kann in verschiedener Form geschehen. Zum einen können Nervenerkrankungen dafür verantwortlich sein, aber auch Engpässe in den sogenannten peripheren Nerven und Gefäßen, die zum Beispiel durch Verletzungen, Abnutzung oder Entzündungen entstehen. Die Durchblutung kann auch beeinträchtigt werden, wenn gut- oder bösartige Geschwulste auf unsere Nerven drücken. Es folgen Durchblutungsstörungen.

Eine ausführliche Diagnose durch einen Arzt ist in jedem Fall empfehlenswert. Denn allergische Reaktionen können ebenso ein Auslöser sein, wie in selteneren Fällen Veränderungen und Schäden unseres zentralen Nervensystems. In diesem Fall wären unser Gehirn und das Rückenmark betroffen.

4. Kribbeln als Begleitsymptom

Schäden und Veränderungen des Zentralnervensystems können Folgen verschiedener kleiner Grunderkrankungen sein. Dies kann unter anderem folgende Ursachen haben:

  • Durchblutungsstörungen
  • Verletzungen
  • Infektionen
  • Entzündungen
  • Abszesse und Tumore
  • körperliche Abbauvorgänge

5. Häufigste Ursachen für das Kribbeln in den Fingern

  • Entzündungen der Nerven
  • Allergische Reaktionen
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • das Karpaltunnelsyndrom
  • Erfrierungen oder Verbrennungen
  • Hauterkrankungen
  • Nervenschädigungen aufgrund von lang anhaltendem Alkoholkonsum
  • Vergiftungen mit Schwermetallen
  • gut- und bösartige Tumore

6. Psychische Ursachen

Können körperliche Gründe ausgeschlossen werden und sind psychische Ursachen wahrscheinlich, dann kann ein entsprechender Facharzt mit Medikamenten und gegebenenfalls sogar mit Entspannungstechniken und Akupunktur für Linderung sorgen.

Häufig tritt das Kribbeln in den Fingern als Begleiterscheinung in Form einer Gefühlsstörung bei Angsterkrankungen auf. Gerade wenn die Symptome besonders stark auftreten, sollte man sich unbedingt ärztliche Hilfe suchen. Auch Missempfindungen treten hier häufig auf.

Oft können bei psychischen Erkrankungen, wie Depressionen und Angsterkrankungen auch Medikamente der Auslöser sein. Zudem können Medikamente, wie Antiepileptika und blutdrucksenkende Mittel diese Wirkung erzielen, da sie in die Prozesse unseres Nervensystems eingreifen.

Die Palette der Ursachen ist sehr breit gefächert. Um wirklich sicherzugehen, sollte man sich, wie eingangs gesagt, vor allem bei wiederkehrendem Kribbeln und Kribbeln mit weiteren Begleit-Symptomen (Taubheit, Schwindel) unbedingt vom Hausarzt untersuchen lassen. Dieser kann dann gegebenenfalls eine Überweisung zum Facharzt vornehmen.

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