Gesund und vital
Artikel vom 01.11.2014

Kopfläuse erkennen

Kopfläuse erkennen: Bei Läusebefall kann dank schnell wirkender Kopflausmittel die Behandlung in Eigenregie erfolgen. Foto: djd/G. Pohl-Boskamp
Kopfläuse erkennen: Bei Läusebefall kann dank schnell wirkender Kopflausmittel die Behandlung in Eigenregie erfolgen. Foto: djd/G. Pohl-Boskamp

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Wie man Kopfläuse erkennen kann.
  • Wie eine Kopflaus überhaupt aussieht.
  • Welche Behandlungsmethoden es gibt.

Allein schon der Gedanke an Kopfläuse verleitet viele Menschen unwillkürlich zum Kratzen. Die Abneigung und der Ekel gegenüber den kleinen Parasiten scheinen groß. Hartnäckig hält sich das Vorurteil, ein Läusebefall könnte etwas mit mangelnder Hygiene zu tun haben. Doch das ist falsch. Die ungeliebten Tierchen nisten sich auf den Köpfen Menschen aller Gesellschaftsschichten ein. Völlig unabhängig von Alter oder Status. Allerdings gehören Klein- und Schulkinder zu den bevorzugten Opfern der Blutsauger. Kopfläuse können nicht springen oder fliegen. Sie krabbeln von Kopf zu Kopf und das fällt bei Kindern besonders leicht, wenn diese beim Spielen eng die Häupter zusammen stecken. Kopfläuse erkennen ist auch nicht einfach.

Kopfläuse erkennen: Die Laus bevorzugt Menschen

Der Mensch ist der bevorzugte Wirt der Kopflaus. Schwer zu erkennen sind Kopfläuse auch. Haustiere werden von ihr nicht befallen und zählen nicht zur Gruppe der Überträger, wie fälschlicherweise oft angenommen. Damit die kleinen Plager nicht vom Kopf ihres Wirtes fallen, besitzen Kopfläuse sechs kräftige Beine mit Klauen, mit denen sie sich im Haar festkrallen und von Kopf zu Kopf krabbeln. Im Grunde genommen ist die Kopflaus harmlos, ein Befall ist nicht gesundheitsgefährdend, denn in unseren Breiten überträgt die Laus keine ernsthaften Krankheiten und schadet ihrem Wirt auch sonst nicht. Ihr Biss kann allenfalls jucken und eine allergische Reaktion hervorrufen, welche zu einem behandelbaren Ekzem führen kann. Die kleinen Ungeziefer sind flügellose Insekten, etwa drei Millimeter groß. Deshalb ist das Erkennen der Kopflaus auch nicht gerade einfach. Wenn sie hungrig sind, sehen sie blassgrau aus, nach einer Blutmahlzeit erscheint die Laus rötlich. Eine Laus hat eine Lebenserwartung von 30 bis 40 Tagen. In dieser Zeit können die Weibchen bis zu 300 Eier legen.

Kopfläuse früh erkennen und gezielt behandeln

Diese ovalen, etwa 0,8 Millimeter langen Eier (Nissen) klebt das befruchtete Läuse-Weibchen in der Nähe des Haaransatzes mit einem wasserunlöslichen Kitt an die Kopfhaare. Nach etwa acht Tagen schlüpfen die Larven, aus denen nach zwölf Tagen wiederum geschlechtsreife Tiere entstehen. Um diese rasche Vermehrung zu vermeiden, ist es wichtig, einen Befall durch Kopfläuse so früh wie möglich zu erkennen und zu behandeln. Darum sollte bei Läusealarm eine sofortige Kontrolle des betreffenden Kindes stattfinden und nicht erst gewartet werden, bis man sich am Kopf kratzt. Am einfachsten fängt man Läuse mit einem speziellen Kamm, dessen Zinken sehr eng beieinander liegen. Diese Kämme sind in der Apotheke erhältlich. Es empfiehlt sich, auf die nassen Haare eine handelsübliche Haarpflegespülung aufzutragen, die das Durchkämmen erleichtert und die Tiere am Weglaufen hindert. Nun sorgfältig Strähne für Strähne das feuchte Haar vom Ansatz bis zu den Spitzen mit dem Läusekamm auskämmen. Nach jedem Vorgang den Kamm auf Küchenpapier ausstreichen und auf Läuse oder Eier untersuchen.

Das Ungeziefer vollständig beseitigen

Bei Läusebefall kann dank moderner und schnell wirkender Kopflausmittel aus der Apotheke die Behandlung in Eigenregie erfolgen. Auf das Kopfhaar aufgetragen, greift der Wirkstoff dort, wo die Laus am verwundbarsten ist, an ihrem empfindlichen Atemsystem. Dieses besteht aus einem simplen System aus Röhren, das in kleiner werdenden Verzweigungen den Körper durchzieht und der Laus lebenswichtigem Sauerstoff zuführt. Durch das Kopflausmittel wird das Tier immobil und geht an einem Sauerstoffmangel zugrunde. Nach einmaliger Anwendung können die behandelten Kinder bereits wieder in die Schule gehen. Eine Zweitbehandlung zur vollständigen Beseitigung der Plagegeister wird empfohlen. Bei Kindern im Säuglingsalter oder bei Erkrankungen der Kopfhaut sollte zunächst ärztlicher Rat eingeholt werden, ob das Mittel der Wahl geeignet erscheint. Kopfläuse erkennen ist nicht einfach. Aber es gibt gute Behandlungsmethoden.

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