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Die seelische Last bei Hautrötungen durch Rosacea: 6 Tipps, die Ihnen helfen

Eine offene Kommunikation mit dem Arzt ist die Basis einer erfolgreichen Behandlung.
Eine vertrauensvolle und offene Kommunikation mit der Ärztin oder dem Arzt ist die Basis einer erfolgreichen Behandlung. Foto: djd/www.stelldichdeinerrosacea.de/fizkes - stock.adobe.com

(djd). Musternde Blicke sowie unbedachte und unangebrachte Bemerkungen: Damit sehen sich Menschen mit Rosacea immer wieder konfrontiert. Besonders die zunächst flüchtig auftretenden Hautrötungen und später dann oft bleibenden Gefäßerweiterungen sowie entzündliche Pusteln führen zu Vorurteilen. Hinzu kommen unsichtbare Symptome wie Schmerzen, Juckreiz und Brennen, welche die Psyche enorm belasten. Wir verraten Ihnen, wie Sie mit dem Problem besser zurechtkommen können.

1. Schämen Sie sich nicht!

Denn Sie sind nicht allein. Rund 10 Millionen Menschen sind in Deutschland von Rosacea betroffen. Und bereits 2018 zeigte der BURDEN-Report, eine weltweite Umfrage mit mehr als 700 Patienten und 500 Hautärzten: Vor allem die Auswirkungen der unsichtbaren Rosacea-Symptome werden von Ärzten oft unterschätzt. Ein Update des Reports von 2020 zeigte, dass zudem rund ein Drittel der Betroffenen unter einem geringen Selbstwertgefühl litten.

2. Informieren Sie Ihr Umfeld

Offene Kommunikation kann helfen: Erzählen Sie Kollegen, Freunden, Bekannten und natürlich der Familie von Ihrer Erkrankung - und erklären Sie, welche sichtbaren sowie unsichtbaren Symptome und Probleme damit einhergehen. Dann werden Sie aus Ihrem Umfeld sofort viel mehr Verständnis erfahren. Das nimmt Druck von der Seele und lindert die emotionale Belastung.

3. Hautrötungen? Geben Sie nicht auf!

Rosacea ist nicht heilbar, kann aber mit modernen Medikamenten so gut behandelt werden, dass sich oft keine Symptome mehr zeigen. Darum sollten Sie nicht zögern und einen Dermatologen oder eine Dermatologin Ihres Vertrauens finden. Wenn Sie mit der Behandlung langfristig unzufrieden sind, lohnt sich ein Wechsel.

Hautrötungen sind das Hauptsymptom bei Rosacea, doch auch Schmerzen, Brennen und Vorurteile belasten die Patienten.
Hautrötungen sind das Hauptsymptom bei Rosacea, doch auch Schmerzen, Brennen und Vorurteile belasten die Patienten. Foto: djd/www.stelldichdeinerrosacea.de/Shauerman - stock.adobe.com

4. Machen Sie den Hautarzt zu Ihrem Partner

Offenheit und Zusammenarbeit sind wichtig, um eine effektive Therapie zu erhalten. Sprechen Sie also offen mit Ihrem Dermatologen. Berichten Sie ihm in regelmäßigen Checks umfassend über Ihre Hautrötungen und andere Beschwerden. Wenn Sie gut vorbereitet sein wollen, damit das Arztgespräch erfolgreich läuft, können Sie hier vorsorgen. Dort werden Sie durch eine Reihe von Fragen geführt – etwa zu Ihren individuellen Symptomen, zu den Empfindungen, die die Rosacea bei Ihnen auslöst, und zu den bereits durchgeführten Behandlungen. Auf Basis dieser Daten erstellt die Seite einen persönlichen Leitfaden, den Sie zum nächsten Termin mitnehmen sollten.

5. Verwöhnen Sie sich

Wenn die Seele leidet, ist es wichtig, sich etwas Gutes zu tun. Denn (emotionaler) Stress kann schlimmstenfalls Rosacea-Schübe begünstigen. Achten Sie also auf Ausgleich etwa durch Entspannungsübungen, Meditation, Auszeiten in der Natur und eine beruhigende Hautpflege, die genau auf die Bedürfnisse Ihres empfindlichen Teints abgestimmt ist. Zum Kaschieren von Rötungen eignen sich Cremes und Make-ups, die grüne Pigmente enthalten.

6. Tauschen Sie sich aus

Auch andere Betroffene haben Probleme mit Hautrötungen, Schmerzen und Belastungen durch Rosacea. Es tut gut, zu diesen Menschen Kontakt zu finden, denn geteiltes Leid ist halbes Leid. Möglichkeiten hierfür gibt es viele. Treten Sie zum Beispiel unter dem Stichwort „Aktiv gegen Rosacea“ der Community bei Facebook oder Instagram bei. Suchen Sie eine Selbsthilfegruppe oder lauschen Sie dem Podcast „Rosas Radio“.

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