Gesund und vital
Artikel vom 01.11.2014

Hautkrebsvorsorge - 5 Tipps zur Vorsorge

Hautkrebsvorsorge - Kosten und Durchführung. Foto: © Alexander Raths - Fotolia.com
Hautkrebsvorsorge - Kosten und Durchführung. Foto: © Alexander Raths - Fotolia.com

Laut der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e.V. ist Hautkrebs die häufigste Krebserkrankung weltweit. Grund dafür ist auch der ungesündere Lebensstil der Betroffenen. Das heißt in diesem Falle ständige und übermäßige Solarienbesuche. Zu viel UV-Strahlung bei zu lichtempfindlichem Hauttyp und zu lange Sonnenbäder mit oder auch ganz ohne Sonnenschutz. 

Tipp 1: Den eigenen Hauttyp kennen

Und hierbei kennen viele nicht einmal ihren Hauttyp und können sich dementsprechend nur unzureichend schützen. Als Erstes sollte man also einen Hauttyptest durchführen und so mehr darüber erfahren, welchen Lichtschutzfaktor man benötigt, um seine Haut angemessen zu schützen. Egal ob im Urlaub oder Zuhause – ein örtlich und dem Hauttyp angemessener Sonnenschutz ist das A und O.

Tipp 2: Alle 2 Jahre zum Hautscreening

Allen gesetzlich Krankenversicherten ab dem 35. Lebensjahr ist es möglich im Abstand von 2 Jahren regelmäßig zur kostenfreien Hautkrebsvorsorge zu gehen. Die fachliche Bezeichnung für diese Untersuchung ist das sogenannte Hautscreening.

Tipp 3: Professionell vorsorgen

Das Hautscreening darf von zertifizierten Hautärzten, Hausärzten und Internisten durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um eine sehr komplexe Untersuchung, bei der der gesamte Körper von Kopf bis Fuß nach möglichen Anzeichen von Hautkrebs untersucht wird. Angefangen bei der Kopfhaut bis hinunter zu den Zehen, wird nahezu jeder Millimeter Haut unter die Lupe genommen.

Für viele etwas unangenehm, aber eben sehr sinnvoll ist, dass auch die Genitalien und der Po nach eben diesen Anzeichen von hellem oder schwarzem Hautkrebs untersucht werden. Hautkrebs entsteht nämlich nicht nur dort wo regelmäßig die Sonne auf die Haut trifft, sondern auch durchaus an verdeckten Hautstellen. Eine gründliche Untersuchung ist daher die beste Vorsorge.

Tipp 4: Den eigenen Körper beobachten

Sich und seinem Körper auch selbst genügend Aufmerksamkeit zu schenken ist allerdings auch sehr hilfreich. Zusätzlich zu den Vorsorgeuntersuchungen kann man auch selbst ab und an schauen, ob sich beispielsweise Muttermale und Leberflecke in Form, Farbe und Aussehen verändern. Eine frühe Erkennung von Hautkrebs erhöht die Heilungschancen erheblich.

Tipp 5: Beim Sonnenbaden die Haut schützen

Spezielle UV-Schutz-Kleidung hilft die empfindliche Haut zusätzlich zu schützen. Genügend Schatten sollte trotz der Kleidung immer in der Nähe sein. Im Schatten dringt die UV-Strahlung zwar auch an die Haut, jedoch in sehr viel geringerer Form als in direkter Sonne. Die Haut kleiner Kinder ist dem UV-Licht in diesem Alter nicht gewachsen und kann schwere Schäden der Hautoberfläche nach sich ziehen.

Fazit

  • Ab dem 35. Lebensjahr ist die Vorsorgeuntersuchung alle 2 Jahre kostenfrei möglich.
  • Die Kosten für das Hautscreening, trägt dann bei gesetzlich Krankenversicherten die Krankenkasse komplett.
  • Eine Selbstbeobachtung und ein gesunder Lebensstil helfen, Hautveränderungen frühzeitig zu erkennen.
  • Übermäßiges Sonnenbaden oder UV-Licht im Solarium können die Entstehung von Hautkrebs fördern. 
  • Besonders kleine Kinder sind für die UV-Strahlung zu empfindlich.
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