Gesund und vital
Artikel vom 01.11.2014

Gesund Leben: Was heißt das? 5 konkrete Tipps

Natürlich lässt sich darüber streiten, was es wirklich bedeutet, gesund zu leben; gibt es doch zahlreiche individuelle Aspekte, die mit einbezogen werden müssen und sich nicht auf alle Menschen generalisieren lassen.

Die Maslowsche Bedürfnispyramide gibt Aufschluss über wichtige Bedürfnisebenen des Menschen, die zu seelischer Gesundheit führen: Angefangen bei den physiologischen Bedürfnissen zu den Sicherheitsbedürfnissen über soziale Bedürfnisse hin zu den Individualbedürfnissen bis schließlich zur eigenen Selbstverwirklichung.

Diese Theorie gibt wichtige Anhaltspunkte, die für einen Menschen zentral sind. Doch was kann ein Mensch im Alltag tun, um gesund und auch glücklich zu leben?

1. Tipp: Gesund ernähren

Ernährungswissenschaftler sind sich nicht immer einig, was gesunde Ernährung wirklich ausmacht. Insbesondere wenn es um die Anzahl der Mahlzeiten am Tag geht: Ist es beispielsweise gesünder fünf Mal am Tag, aber dafür kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen oder sind drei ausgewogene Mahlzeiten am Tag doch gesünder?

Regelmäßige Mahlzeiten einnehmen

Grundsätzlich ist dies eine individuelle Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss, da Job und Alltagsablauf für die Essens-Zeiten meist maßgeblich sind. Wichtiger ist es, Routine zu schaffen, den Körper an einen bestimmten Rhythmus zu gewöhnen.

Recht einig sind sich die Wissenschaftler, drei bis vier Stunden dem Körper Zeit für die Verdauung zwischen den Mahlzeiten zu geben.

Viel Wasser trinken

Nicht zu vergessen, ist die klassische Ernährungspyramide, die Auskunft über die Anteile an verschiedenen Lebensmitteln gibt, die mehr und weniger am Tag gegessen werden sollten. Reichlich über den Tag verteilt, sollte vor allem Wasser getrunken werden. Gemüse und Obst sollten ebenso mehrmals am Tag auf den Tisch kommen. Kohlenhydrate, Milch, Käse und Fisch gehören auch zu einer ausgewogenen Ernährung.

Schokolade und Kuchen in Maßen

Süßigkeiten oder Kuchen sind hingegen nur in Maßen zu genießen. Eine gesunde und vor allem ausgewogene Ernährung ist demnach zentral für die körperliche und geistige Gesundheit. Auch das Stück Schokolade ist gesund, da es Glückshormone im Körper freisetzt, die das Wohlbefinden steigern.

2. Tipp: Bewegung hilft

Auch Sportmuffel müssen sich bewegen. Hierfür muss allerdings kein Marathon gelaufen werden – tägliche Spaziergänge, Fahrrad fahren oder Schwimmen reichen meist aus. Sport ist nicht nur gut für die Figur, sondern auch für die Seele. Insbesondere Menschen, die im Büro den ganzen Tag auf dem Stuhl sitzen, sollten sich die Zeit nehmen, zu mindestens eine halbe Stunde täglich Spazieren zu gehen.

Spazieren hilft gegen Haltungsschäden

Warum ist Sport so wichtig? Zum einen leiden Büromenschen, die sich nicht sportlich betätigen, früher oder später an Haltungsschäden aufgrund der einseitigen Sitzhaltung. Die leicht nach vorn gebückte Haltung vor dem Computer führt zu Beschwerden im Lendenbereich oder auch zu Schulterschmerzen. Je weniger Muskeln diese Belastungen abfangen können, desto schneller tauchen erste Beschwerden auf.

Sport hilft Stress zu reduzieren

Schlimmstenfalls kann es zu schmerzhaften Bandscheibenvorfällen kommen, die einen schmerzfreien Tag ohne Muskulatur nicht mehr möglich machen. Muskeln beschleunigen zudem die Fettverbrennung. Schließlich wirkt Sport nachweislich stressabbauend, was Studien an chronisch kranken Menschen gezeigt haben.

Die Vorteile des Sports

  • Muskelaufbau verhindert und lindert Haltungsschäden
  • Glückshormone durch Sport stärken den Geist
  • Psyche wird gestärkt, dadurch steigt Belastbarkeit
  • Regt den Stoffwechsel an
  • Gefäßerkrankungen werden minimiert durch elastischere Arterien
  • Herz-Kreislauf-Krankheiten werden minimiert
  • Krebserkrankungen werden minimiert

3. Tipp: Zufriedenheit im Job

Einen Beruf auszuüben ist für die meisten Menschen eine zentrale Lebensaufgabe. Zum einen kann so der Alltag finanziell bestritten werden, zum anderen ist Arbeit zentral, um in der Gesellschaft soziales Ansehen zu erhalten. Dieser Aspekt ist für das eigene Wohlbefinden nicht zu unterschätzen. Gesellschaftliche Normen und Werte bestimmen beim Menschen von klein auf, welche Wertorientierungen im Fokus stehen.

Work-Life-Balance individuell bestimmen

Wer arbeitet, gehört zum Großteil der Gesellschaft und kann am alltäglichen Leben teilnehmen, also auch konsumieren und sich selbst materialistische Wünsche erfüllen. Dabei setzt sich zunehmend das Modell der sogenannten Work-Life-Balance durch, was nichts anderes bedeutet, als ein ausgeglichenes Privat- und Berufsleben.

Allerdings haben nicht alle Menschen dieses Ziel im Blick. Einige sind im Job zu Hause, können mit Stress umgehen und zielen auf eine berufliche Karriere hin. Andere arbeiten, um im Privatleben mehr Möglichkeiten für Freizeitbeschäftigungen oder die Familie zu haben. Die Gestaltung der eigenen Lebensziele ist damit stets individuell.

Der eigene Job sollte zur Gesundheit beitragen

Dennoch sollte der Job Spaß machen, einen Menschen ausfüllen und zum Wohlbefinden beitragen. Anzeichen wie ständiges starkes Herzklopfen, Gewichtsprobleme, eine depressive Grundstimmung und andauernde Kopfschmerzen sind Signale des Körpers und zeigen, dass im Privat- oder im Berufsleben etwas nicht stimmt. Für ein gesundes Leben müssen dann Konsequenzen gezogen werden.

4. Tipp: Privatleben und das eigene Zuhause

Wie das grundsätzliche Privatleben gestaltet wird, um gesund und glücklich zu sein, ist natürlich individuell verschieden. Dennoch gibt es einige Aspekte, die bereits in der Wohnung bedacht werden können, um die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden zu steigern. Angefangen im Schlafzimmer: Immer frische Luft, keine Störelemente wie laute Uhren oder verschiedene Elektrogeräte sowie die richtige Matratze sind einfache Mittel, um besser zu schlafen und damit gesünder zu leben.

Viel Licht und Luft

Zudem sollten im Wohnzimmer alle Geräte komplett ausgeschaltet werden und nicht nur auf Stand-by stehen. Des Weiteren kann auf schadstofffreie Möbel und auf einen intensiven Luftaustausch mindestens einmal am Tag in der Wohnung geachtet werden. Auch die Lichtkomposition im Haus oder in der Wohnung kann das Wohlbefinden steigern, werden beispielsweise warme Farbtöne verwendet, die beruhigen und somit entspannen.

Soziales Leben ist wichtig

Wichtig für das Wohlbefinden und die geistige Gesundheit ist der Austausch mit Freunden, Bekannten und Familie. Als gesellschaftliches Wesen sehnen sich die meisten Menschen nach Anerkennung und vor allem Sicherheit.

5. Tipp: Geist

Ob die eigene Selbstverwirklichung ausschlaggebend für ein gesundes und glückliches Leben ist, muss jeder für sich entscheiden. Dennoch erhöhen Erfolgsmomente das Selbstbewusstsein und wirken sich positiv auf das menschliche Gemüt aus. Wie der Geist gefördert wird, kann ganz unterschiedlich sein: Egal, ob ein Hobby ausgeübt wird, wie Sport, Nähen oder Musik oder Interessen vertieft werden, wie Kunst oder Wissenschaft, den Geist zu fördern sind keine Grenzen gesetzt.

Auch ein verspätetes Studium und Weiterbildungen eignen sich bestens, um den Geist zu fördern und die eigenen Fähigkeiten auszuweiten. Wichtig ist bei alldem, sein Wissen, Hobbys oder Interessen mit anderen zu teilen. Nur so ist ein Erfolg erst ein Erfolg.

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