Gesund und vital
Artikel vom 22.10.2019

Gesund bleiben: 4 wichtige Tipps für Frauen 50+

Regelmäßiger Sport beugt gegen typische Alterserkrankungen wie Arteriosklerose und Diabetes vor.
Regelmäßiger Sport ist eine der besten Vorbeugungsmaßnahmen gegen typische Alterserkrankungen wie Arteriosklerose und Diabetes. Foto: djd/Hormontherapie Wechseljahre/Getty

Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und Demenz - trotz allgemein höherer Lebenserwartung bringt das Alter auch für Frauen viele Gesundheitsrisiken mit sich. Umso wichtiger wird es gerade ab den Wechseljahren, gut für sich zu sorgen. Diese Maßnahmen helfen, gesund zu bleiben.

1. Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bis zur Menopause sind Frauen durch ihre körpereigenen Östrogene recht gut vor Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) und deren Folgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall geschützt. Versiegt die Hormonproduktion, steigt ihr Risiko auf ein ähnliches Niveau wie bei Männern. Um gesund zu bleiben, sollten weitere Risikofaktoren spätestens dann eliminiert werden. Das heißt:

  • das Rauchen einstellen
  • Übergewicht abbauen
  • leicht und gesund essen, zum Beispiel mit der Mittelmeerküche
  • mindestens 150 Minuten pro Woche (mäßigen) Sport treiben

Haben Frauen starke Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Schlafstörungen, kann eine dagegen verordnete Hormonersatztherapie ebenfalls positive Zusatzeffekte für die Herzgesundheit haben. Wichtig sind jedoch ein frühzeitiger Beginn der Behandlung und eine geeignete Therapieform, etwa die Anwendung über die Haut mit einem Östradiol-Dosiergel.

Mit den Wechseljahren steigt bei Frauen das Osteoporose-Risiko.
Mit den Wechseljahren steigt bei Frauen das Osteoporose-Risiko. Bewegung, Kalzium und Vitamin D beugen vor. Foto: djd/Hormontherapie Wechseljahre/Getty

2. Diabetes

Die Hauptrisikofaktoren für Diabetes Typ 2 sind ähnlich wie die für einen Herzinfarkt: Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel. Diese fördern Bluthochdruck, einen gestörten Fettstoffwechsel und überhöhte Blutzuckerwerte, welche zu Diabetes führen können. Auch hier können die Wechseljahre die Erkrankung fördern, denn in jüngeren Jahren erhöht Östradiol die Insulinempfindlichkeit, kurbelt die Energie- und Fettverbrennung an und bremst den Appetit. Studien haben ergeben, dass im Rahmen einer Hormonersatztherapie als Nebeneffekt auch das Typ-2-Diabetes-Risiko um circa 30 Prozent sinken kann. Ansonsten gelten für die Diabetesprävention die gleichen Tipps zum Gesundbleiben wie für das Herz: nicht rauchen, das Gewicht im Griff behalten und vor allem regelmäßig in Bewegung kommen.

3. Osteoporose

Durch die sinkenden Östrogenspiegel in den Wechseljahren kommt es bei Frauen zu einem verstärkten Knochenabbau, bei starker Ausprägung spricht man von Osteoporose. Damit die Knochen gesund bleiben, kann man selbst viel tun:

  • auf eine gute Kalzium- und Vitamin-D-Versorgung achten.
  • Kalzium ist etwa in Milchprodukten, Mineralwasser und grünem Gemüse enthalten. Vitamin D wird vor allem durch Sonnenlicht auf der Haut gebildet, weswegen man möglichst täglich mit freiem Gesicht und unbedeckten Händen/Armen ins Freie gehen sollte. Außerdem steckt es in fettem Fisch, Leber, Fleisch und Eiern.
  • aktiv bleiben: Belastung durch Sport aktiviert den Knochenaufbau
  • auf Alkohol und Nikotin verzichten
  • starkes Untergewicht vermeiden

Und natürlich können Östrogene, auch über die Haut als Gel verabreichtes Östradiol, vor Knochenmasseverlust in und nach den Wechseljahren schützen.

Tipps gegen Osteoporose

Neues lernen, neugierig bleiben, Beziehungen pflegen: Geistige und soziale Aktivitäten halten das Gehirn fit.
Neues lernen, neugierig bleiben, Beziehungen pflegen: Geistige und soziale Aktivitäten halten das Gehirn fit. Foto: djd/Hormontherapie Wechseljahre/Getty

4. Demenz

Demenz tritt zwar meist erst weit jenseits der 50 auf, ist aber eine besonders gefürchtete Alterserkrankung. Neben einer allgemein gesunden Lebensweise werden vor allem folgende Maßnahmen empfohlen, um geistig gesund zu bleiben:

  • Mentale Aktivität: Kreative Hobbys, Gedächtnisspiele, kulturelle Aktivitäten oder das Erlernen neuer Fertigkeiten können das Gehirn länger fit halten.
  • Soziale Beziehungen pflegen: Der Austausch mit anderen Menschen fordert die grauen Zellen und kann nachweislich vor Demenz schützen.
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