Gesund und vital
Artikel vom 24.10.2019

Gesichtsrötungen, Pusteln und Co.: 5 Tipps für mehr Lebensqualität bei Rosacea

Die chronische Hauterkrankung Rosacea ist eine starke Belastung für die Seele.
Die chronische Hauterkrankung Rosacea ist auch eine starke Belastung für die Seele der Betroffenen. Foto: djd/Galderma/fizkes - stock.adobe.com

Gesichtsrötungen, eitrige Pickel, entzündliche Knötchen und zu allem Überfluss auch noch Vorurteile und Stigmatisierung machen Menschen mit Rosacea schwer zu schaffen. Viele der zehn Millionen Betroffenen befinden sich in Behandlung beim Hautarzt, erreichen damit aber nicht immer die vollständige Erscheinungsfreiheit. Die Verbesserung ihrer Therapieergebnisse von "fast erscheinungsfrei" zu "vollständig erscheinungsfrei" (clear) macht aber viel aus: Patienten bestätigen eine enorme Verbesserung ihrer Lebensqualität. Zudem dauert es bis zum erneuten Auftreten von Schüben im Durchschnitt mehr als fünf Monate länger. Mit diesen Tipps können Sie Ihre Symptome in den Griff bekommen.

1. Moderne Medikamente einfordern

Heute ist es meist möglich, vollständig erscheinungsfrei zu werden. Die Haut ist dann "clear" und weist keinerlei Gesichtsrötungen und andere Symptome mehr auf. Dabei ist auch die Auswahl des Medikaments entscheidend für den Therapieerfolg: Patienten, die neuere, moderne Medikamente verwenden, werden häufiger und schneller komplett erscheinungsfrei als diejenigen, die Arzneimittel anwenden, die schon seit vielen Jahren auf dem Markt sind. Haben Sie auch nach mehreren Monaten das Gefühl, dass der Behandlungserfolg nicht zufriedenstellend ist, sollten Sie Ihren Hautarzt ansprechen - aber keinesfalls die Therapie eigenmächtig beenden.

Durch die Gesichtsrötung werden Rosacea-Patienten häufig mit Vorurteilen konfrontiert.
Rosacea-Patienten werden häufig mit Vorurteilen konfrontiert, die auf die Psyche schlagen können. Foto: djd/Galderma/contrastwerkstatt - stock.adobe.com

2. Typische Auslöser meiden

Passen Sie Ihren Lebensstil an, um Rötungen, Pusteln und Co. zu vermeiden. Typische Auslöser sind zum Beispiel UV-Strahlung, Hitze und Kälte, körperliche Anstrengung sowie Alkohol. Diese Dinge sollten Sie so gut wie möglich umgehen. Da auch Stress schlecht für die empfindliche Haut ist, können Entspannungstechniken und regelmäßige Auszeiten sinnvoll sein.

3. Richtig pflegen gegen Gesichtsrötungen

Für die Hautpflege und Reinigung bei Rosacea sollten Sie keine fettigen oder ölhaltigen Produkte verwenden. Geeignet sind pH-hautneutrale Formulierungen, die die Haut nicht austrocknen und die Hautbarriere schonen, beispielsweise Cetaphil RednessControl Milder Reinigungsschaum. Achten Sie bei der Hautpflege darauf, dass keine hautreizenden oder durchblutungsfördernden Inhaltsstoffe wie Alkohol oder Parfüm enthalten sind.

4. Achtsam essen

Zwar gibt es keine Rosacea-Diät, da jede Haut individuell reagiert. Richtlinien können jedoch helfen, viele Trigger auszuschließen. Verzichten Sie vor allem auf histaminreiche Lebensmittel wie Sojasauce, Rotwein, gereiften Käse, Fischkonserven und Salami. Histamin wirkt im Körper als Botenstoff für Entzündungen und kann die Gefäße erweitern, was die ungeliebten Gesichtsrötungen fördert. Vermeiden Sie auch Zwiebeln und Gewürze wie Curry, Chili oder schwarzen Pfeffer und wählen Sie stattdessen aromatische Kräuter. Um herauszufinden, worauf genau Sie reagieren, ist das Führen eines Tagebuchs sehr hilfreich - noch einfacher geht es etwa mit der kostenlosen Smartphone-App "Rosacea-Tagebuch".

Mit der richtigen Hautpflege und modernen Medikamenten lassen sich Rosacea-Symptome meist in den Griff bekommen.
Mit der richtigen Hautpflege und modernen Medikamenten lassen sich Rosacea-Symptome meist sehr gut in den Griff bekommen. Foto: djd/rosacea-info.de/Andy Nowack - stock.adobe.com

5. Über die Erkrankung informieren

Um das Ziel "clear" zu erreichen, sollte jeder Betroffene die Behandlung aktiv und auch eigenverantwortlich angehen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist es, sich gut über seine Krankheit sowie die neuesten Behandlungsansätze zu informieren und sich Unterstützung zu suchen - beispielsweise im Internet, auf Social-Media-Plattformen, in Patienten-Foren, in Podcasts, Informationsbroschüren und natürlich beim Dermatologen.

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