Gesund und vital
Artikel vom 01.11.2014

Durchblutungsstörungen: Kalte Füße vermeiden

Kalte Füße? In unserem Ratgeber haben wir die besten Tipps für Sie. Foto: djd/Uponor GmbH
Kalte Füße? In unserem Ratgeber haben wir die besten Tipps für Sie. Foto: djd/Uponor GmbH

Kalte Füße sagt man ja vor allem gern den Frauen nach, Fakt ist jedoch sie können Männer wie auch Frauen treffen. Oft sind es jedoch die Frauen, die unter kalten Füßen leiden. Ein Grund dafür könnte der wesentlich geringere Muskelanteil und das geringere Gewicht im Vergleich zu den Männern sein.

Besonders empfindlich für kühlere Temperaturen sind schlanke Personen, denn bei Ihnen werden Nerven und Gefäße durch mangelndes Fettgewebe nur schlecht isoliert.

1. Kalte Füße sind auch ein Zeichen für Stress

Vom Stress geplagte Menschen leiden häufiger an kalten Füßen. Auch die traditionelle, chinesische Medizin (TCM) weiß darum schon sehr lang. Das sympathische Nervensystem auch Sympathikus genannt ist ein Teil unseres vegetativen Nervensystems. Haben wir Stress fällt es uns schwerer diesen Teil unseres Nervensystems wieder zu beruhigen, wie es sonst normalerweise der Fall ist. Die Folge sind verengte Gefäße und somit ein deutlich höheres Kälteempfinden.

Wenn wir im Alltag abends langsam zur Ruhe kommen entspannt sich auch der Sympathikus und wir bemerken ein deutlicheres Gefühl von Wärme, die unseren Körper durchströmt. Stehen wir dauerhaft unter Stress, kann das jedoch noch viel mehr mit uns anrichten, als „nur“ kalte Füße. Denn das Stress auf Dauer krank macht, ist weitläufig bekannt.

2. Tipps gegen kalte Füße

Wenn es sich um harmlose kalte Füße handelt, wie es in ca. 80 % der Fälle ist, dann empfiehlt es sich, ein paar kuschlig warme Socken überzuziehen. Aber auch Hausmittel wie Wechselduschen, Kneippen, eine Wärmflasche und Entspannungstechniken, wie autogenes Training und Yoga, sind empfehlenswert, um vom Alltagsstress abschalten zu können.

3. Was wenn etwas Ernsteres dahintersteckt?

Ernsthafter kann es hingegen sein, wenn es Unterschiede im Kälte-Empfinden gibt, das heißt, wenn ein Fuß wärmer oder kälter als der andere ist oder Hautveränderungen auftreten. Eine blasse oder bläuliche Verfärbung der Haut sollte dann unbedingt mit dem Arzt besprochen und abgeklärt werden.

Neben Durchblutungsstörungen, die auch durch einen zu niedrigen Blutdruck begünstigt sein können, können kalte Füße auch Anzeichen für Gefäßerkrankungen sein. Besonders bei Rauchern und bei Menschen mit ungesundem Lebensstil sind diese Krankheiten natürlich häufiger zu finden als bei Menschen mit gesundem Lebensstil.

4. Psychosomatische Ursachen

Neben rein körperlichen Ursachen kann auch die Psyche eine wesentliche Rolle spielen. Bei einer Reihe von Angsterkrankungen aber auch der sogenannten Fibromyalgie können Symptome wie kalte Füße auftreten. Häufige Ursachen für kalte Füße können sein:

  • Niedriger Blutdruck
  • Nässe (auch Schweißfüße)
  • Kälte
  • Zu enge Schuhe
  • Rauchen
  • Diabetes
  • Durchblutungsstörungen
  • Arteriosklerose
  • Blutarmut
  • Herzerkrankungen

Fazit:

In der Regel verbirgt sich hinter kalten Füßen eher Harmloses, bei zusätzlichen Symptomen, wie Hautverfärbungen und Schmerzen oder länger anhaltendem Kälteempfinden über mehrere Tage oder gar Wochen, sollte jedoch zwingend ein Arzt konsultiert werden.

In jedem Fall ist es sinnvoll einmal sich und seinen Lebensstil unter die Lupe zu nehmen und zu schauen, ob man seinen Alltag nicht doch stressfreier gestalten und sich genügend Raum für einen Ausgleich schaffen kann. Denn ein gesundes Gleichgewicht von Entspannung und Zeiten der Anspannung ist zumindest ein guter Anfang.

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