Gesund und vital
Artikel vom 01.11.2014

Dengue-Fieber: Tipps für guten Schutz vor Mückenstichen

Das Dengue-Virus wird durch den Stich von Gelbfieber- und Tigermücken übertragen. Diese infizierten Mücken breiten sich zunehmend in Asien, Süd- und Mittelamerika, der Karibik und Afrika aus. Foto: djd/Anti Brumm
Das Dengue-Virus wird durch den Stich von Gelbfieber- und Tigermücken übertragen. Diese infizierten Mücken breiten sich zunehmend in Asien, Süd- und Mittelamerika, der Karibik und Afrika aus. Foto: djd/Anti Brumm

Immer mehr Bundesbürger infizieren sich mit dem gefährlichen Dengue-Fieber. Seit Beginn der Meldepflicht im Jahr 2001 dürfte sich die Zahl der Betroffenen mehr als verzehnfacht haben. Solche durch Insekten übertragene Krankheiten werden sich in den kommenden Jahren vermutlich sogar noch verstärkt ausbreiten: Die Weltgesundheitsorganisation geht weltweit von 50 Millionen Neuinfektionen pro Jahr aus.

Das Dengue-Virus wird durch den Stich von Gelbfieber- und Tigermücken übertragen. Diese infizierten Mücken breiten sich zunehmend in Asien, Süd- und Mittelamerika, der Karibik und Afrika aus. Ein Impfstoff gegen das Dengue-Fieber steht noch nicht zur Verfügung, schützen vor den Mücken kann man sich in den betroffenen Regionen mit Mitteln, die einen bestimmten Wirkstoff besitzen.

Tipp 1: Die Symptome einer Erkrankung erkennen

Symptome einer Erkrankung mit dem Dengue-Virus sind Fieber, Hautausschlag und starke Kopf- und Gliederschmerzen. Weil die Symptome Ähnlichkeiten mit einer Grippe haben, wird das gefährliche Virus oftmals zu spät wahrgenommen. In seltenen Fällen kann es zu heftigen Blutungen, einem Schock mit akutem Versagen des Kreislaufs oder schlimmstenfalls sogar zum Tod kommen.

Reisende, die sich mit dem Virus infiziert haben, können den Erreger durch eine drei- bis 14-tägige Inkubationszeit nichtsahnend nach Deutschland einschleppen.

Anlässlich des diesjährigen Weltgesundheitstags warnt auch die Direktorin des WHO-Regionalbüros in Kopenhagen, dass sich durch Insekten übertragene Krankheiten in den kommenden Jahren verstärkt ausbreiten werden. Foto: djd/Anti Brumm
Anlässlich des diesjährigen Weltgesundheitstags warnt auch die Direktorin des WHO-Regionalbüros in Kopenhagen, dass sich durch Insekten übertragene Krankheiten in den kommenden Jahren verstärkt ausbreiten werden. Foto: djd/Anti Brumm

Tipp 2: Mücken wirksam auf Distanz halten

Auch ohne Impfung kann man sich effektiv gegen das Dengue-Virus schützen: Mit Mückenschutz-Spray etwa hält die gefährlichen Mücken effektiv auf Distanz und kann bis zu acht Stunden vor den Stichen schützen.

Wer ein Mückenmittel auf pflanzlicher Basis bevorzugt, kann auf Mückensprays mit natürlichen Wirkstoff Citriodiol zurückgreifen.

Tipp 3: Weitere Schutzmaßnahmen anwenden

Unbedeckte Hautstellen sollten unbedingt mit einem Mückenschutzmittel besprüht werden, nicht vergessen sollte man dabei beliebte Stichstellen wie Nacken und Knöchel. Aber nicht nur mit einem Spray, sondern auch durch weitere Verhaltensregeln kann man sich in tropischen Regionen gegen die gefährlichen Mückenstiche wappnen.

So kann beispielsweise das Tragen von heller, langer Kleidung die Gefahr verringern, von einer mit dem Virus infizierten Mücke gestochen zu werden. Moskitonetze sollten zudem in der Ferienunterkunft in tropischen Regionen zum Standard gehören, Türen und Fenster sind nach Sonnenuntergang möglichst zu schließen. Leere Behälter sollte man ordnungsgemäß entsorgen, so entstehen keine Biotope für die Blutsauger.

Tipp 4: Zum Arzt gehen

Dengue-Fieber zählt in Deutschland zu den meldepflichtigen Erkrankungen. Das bedeutet, dass der behandelnde Arzt jeden Fall an das zuständige Gesundheitsamt melden muss. Diese Maßnahme ist zur Überwachung von Infektionskrankheiten gedacht, um hierzulande einen größeren Ausbruch möglichst schnell zu erkennen und rasch Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

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