Gesund und vital
Artikel vom 01.11.2014

Welche Verfahren zum Augenlasern gibt es?

Welche Verfahren zum Augenlasern gibt es? Die Experten der RatGeberZentrale geben Antwort. djd/Optima
Welche Verfahren zum Augenlasern gibt es? Die Experten der RatGeberZentrale geben Antwort. djd/Optima

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • was beim Augenlasern passiert.
  • welche Risiken es gibt.

Zusätzlich halten wir für Sie bereit: Kostenlose PDFs, nützliche Links und Videos rund um das Thema "Gutes Sehen".

Bei Kurz-oder Weitsichtigkeit kann das sogenannte Augenlasern in vielen Fällen die Sehkraft dauerhaft wiederherstellen. Dabei wird bei diesem Verfahren die optische Abweichung der Augenlinse mit Hilfe von Laser-Chirurgie korrigiert. Aktuelle Methoden wie etwa das Femto-LASIK-Verfahren können ambulant durchgeführt werden. Im Unterschied zur bisher üblichen LASIK-Methode wird dabei nicht nur die Linse selbst per Laserstrahl behandelt. Auch die notwendige Öffnung der darüber liegenden Hornhaut wird mit einem Laser-Skalpell durchgeführt. Die Hornhaut über der Augenlinse verheilt normalerweise innerhalb weniger Tage. Eine Brille oder Kontaktlinse ist dann in den meisten Fällen nicht mehr nötig.

Wann lohnt sich Augenlasern?

Beim Augenlasern gibt es eine natürliche Grenze für die Manipulation von Linse und Hornhaut. Sie liegt bei -10 bis +4 Dioptrien. Bei besonders starken Sehfehlern kann jedoch alternativ eine künstliche Linse in die Hornhaut implantiert werden, die dann wie ein Brillenglas oder eine Kontaktlinse den Sehfehler korrigiert. In seltenen Fällen, etwa bei einer Linsentrübung, wird auch die Augenlinse selbst durch ein Implantat ersetzt. "Das Lasern in Deutschland kostet circa 4.000 Euro für beide Augen", erläutert Susanne Besold, Expertin bei Ergo Direkt Versicherungen. Vom Fürther Direktversicherer gibt es deshalb eine Augenzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen. Susanne Besold: "Wer eine Sehschärfenkorrektur mittels Laseroperation durchführen lassen will, erhält dafür ab dem dritten Versicherungsjahr einen Zuschuss von bis zu 1.000 Euro." In den ersten beiden Versicherungsjahren ist der Zuschuss auf insgesamt 667 Euro begrenzt. Bei der Augenversicherung werden zudem bis zu einer gewissen Höchstgrenze augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen und Aufwendungen für Brillenfassungen und -gläser sowie Kontaktlinsen erstattet

Wie groß ist das Risiko beim Augenlasern?

Da ein Laser zu den exaktesten chirurgischen Instrumenten überhaupt gehört, sind bei einer Augen-OP viele handwerkliche Fehlerquellen bereits ausgeschlossen. Allerdings gibt es bei jedem medizinischen Eingriff ein gewisses Restrisiko, insbesondere durch Komplikationen während der OP und durch nachträgliche Infektionen. Das am häufigsten auftretende Problem beim Augenlasern betrifft die optische Korrektur selbst. Manchmal fällt sie zu gering oder auch zu groß aus, so dass die Patienten auch weiterhin auf Brille oder Kontaktlinsen angewiesen bleiben. Zu den weiteren möglichen Folgeerscheinungen gehören trockene Augen, Einschränkungen des Dämmerungs- und Nachtsehens sowie störende Glanz- und Lichteffekte.

Weiterführende Informationen

Die Stiftung Warentest gibt Tipps zur Auswahl der richtigen Klinik, um eine Augenlaser-Behandlung durchführen zu lassen.

Einen guten Überblick vermittelt ein Special des Nachrichtenmagazins Focus zum Thema Augenlaser.

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