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So klappt das Gespräch mit dem Hautarzt: 5 Tipps für Rosacea-Patienten

Mit konsequenter Pflege lässt sich Rosacea meist gut behandeln.
Mit konsequenter Pflege und effektiven medizinischen Wirkstoffen lässt sich Rosacea meist gut behandeln. Foto: djd/www.stelldichdeinerrosacea.de/Racle Fotodesign - stock.adobe.com

Kennzeichnend für Rosacea sind zunächst die äußeren Symptome wie anhaltende Hautrötungen, entzündliche Pusteln und Papeln sowie sichtbare bläulich-rote Äderchen über Nase, Wangen, Stirn und Kinn. Für die rund 10 Millionen Betroffenen in Deutschland sind aber auch Schmerzen, Brennen der Gesichtshaut und vor allem die emotionale Belastung hochproblematisch. Das wird von Ärzten jedoch oft unterschätzt. Umso wichtiger ist es, den richtigen Dermatologen zu finden und mit diesem offen über die persönlichen Symptome und Krankheitsbelastungen zu sprechen. Denn nur so besteht die Chance, komplett erscheinungsfrei (CLEAR) zu werden. Mit diesen Tipps klappt es.

1. Suchen Sie gezielt

Als Erstes sollten Sie möglichst einen Arzt finden, der sich auf dem Gebiet der Rosacea wirklich auskennt. Falls Sie nicht wissen, an wen Sie sich am besten wenden, können Sie beispielsweise hier fündig werden. Auch Empfehlungen von Freunden, Bekannten und Leidensgenossen sind oft sehr wertvoll.

Ein guter Hautarzt sollte nicht nur die äußeren Symptome berücksichtigen.
Ein guter Hautarzt sollte bei Rosacea nicht nur die äußeren Symptome berücksichtigen. Foto: djd/www.stelldichdeinerrosacea.de/Elnur - stock.adobe.com

2. Notieren Sie sich Fragen vorab und sprechen Sie offen mit Ihrem Hautarzt

Jeder kennt es: Direkt nach dem Arztgespräch fällt einem ein, was man vergessen hat zu fragen. Um so etwas zu vermeiden, schreiben Sie sich alle Fragen vorher zu Hause auf und nehmen Sie den Zettel mit zum Termin, um Ihre Anliegen der Reihe nach abzuhaken. Schreiben Sie auch die Antworten am besten zumindest stichwortartig auf. Ganz konkret heißt das: Stellen Sie sich Ihrer Rosacea und berichten Sie im Gespräch mit dem Arzt möglichst detailliert und umfangreich über Ihre persönliche Krankheitssituation. Genau dafür wurde die neue Website www.StellDichDeinerRosacea.de entwickelt. Sie führt die Nutzer durch eine Reihe von Fragen zu ihren individuellen Symptomen, zu den Empfindungen, die die Rosacea bei ihnen auslöst, und zu bereits durchgeführten Behandlungen. Auf dieser Grundlage wird ein persönlicher Leitfaden entwickelt, den Sie herunterladen, zum Gespräch mitnehmen und mit Ihrem Arzt besprechen können.

3. Haken Sie nach

Wenn Sie die Erläuterungen oder Fachausdrücke des Dermatologen nicht verstanden haben, fragen Sie nach. Er kann und sollte Ihnen alles zur Ihrer Rosacea genau erklären. Bitten Sie gegebenenfalls um weiteres Material (Broschüren, Flyer, Internetadressen rund um Rosacea). Denn nur so können Sie selbst Ihren Teil zu einer erfolgreichen Behandlung beitragen und dauerhaft ein vertrauensvolles Verhältnis zu Ihrem Arzt aufbauen.

Betroffene leiden auch unter Schmerzen und emotionalen Belastungen.
Betroffene leiden nicht nur unter dem unschönen Hautbild, sondern auch unter Schmerzen und emotionalen Belastungen. Foto: djd/www.stelldichdeinerrosacea.de/STEKLO_KRD - stock.adobe.com

4. Tragen Sie Verantwortung

In vielen Praxen herrscht ein starker Patientenandrang und einige Ärzte stehen deshalb unter Zeitdruck. Behalten Sie in diesem Fall möglichst die Ruhe und fordern Aufmerksamkeit ein. Wenn Sie nicht zufrieden mit dem Gespräch oder dem Therapieplan des Dermatologen sind, drücken Sie Ihre Zweifel höflich, aber ehrlich aus.

5. Seien Sie konsequent

Damit die Rosacea-Behandlung erfolgreich sein kann, müssen die verordneten Medikamente täglich und konsequent genau nach Angabe des Hautarztes angewendet werden. Beachten Sie dabei, dass sich die vollständige Wirkung mancher Medikamente erst nach einigen Wochen einstellt. Zudem sollte die Therapie nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt werden. Auch wenn sich das Hautbild bessert, sollte die Behandlung konsequent fortgesetzt werden, um die Chance auf erscheinungsfreie Haut zu erhöhen.

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