Gesund und vital
Artikel vom 01.11.2014

Vom "Alterszucker" zur Volkskrankheit

Es wird geschätzt, dass rund sieben Millionen Bundesbürger an Diabetes mellitus vom Typ 2 (Alterszucker) leiden. Dabei handelt es sich um eine Stoffwechselkrankheit, die zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führt. Auf Dauer werden durch Alterszucker die Blutgefäße geschädigt. Unbehandelt kann dies zu schweren Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen führen. Früher wurde der Typ-2-Diabetes als "Alterszucker" bezeichnet, weil daran hauptsächlich Senioren erkrankten.

Alterszucker: Falsche Ernährung und zu wenig Bewegung

Doch weil immer mehr Menschen schon in jungen Jahren stark übergewichtig sind, gibt es zunehmend an "Alterszucker" Erkrankte bei den 30- bis 40-Jährigen. Selbst bei Kindern und Jugendlichen wird Diabetes mellitus vom Typ 2 bisweilen festgestellt. Die Entstehung von Alterszucker hat also einiges mit dem Lebensstil zu tun. Viele Menschen essen zu viel, zu süß und zu fett und bewegen sich zu wenig. Aber ist den Deutschen überhaupt dieser Zusammenhang bekannt? Das erfragte TNS Emnid im Auftrag der Ergo Direkt Versicherungen. Das Ergebnis: Knapp 80 Prozent der Befragten wissen, dass Alterszucker durch falsche Ernährung verursacht werden kann.

Patienten: Im Krankenhaus trennen sich die Wege

Ist durch eine Erkrankung im Zusammenhang mit Diabetes mellitus eine stationäre Behandlung notwendig, gehen bei der Einweisung in die Klinik die Patienten getrennte Wege. Gesetzlich Krankenversicherte werden dann im Mehrbettzimmer untergebracht und von den jeweils diensthabenden Ärzten betreut. Ein Chefarzt wird bei der Behandlung nur noch im Ausnahmefall hinzugezogen. Privatpatienten haben hingegen Anspruch auf die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer und die Behandlung durch Chefärzte.

Eine solche Erste-Klasse-Versorgung können sich aber auch Kassenpatienten leisten, die eine private Krankenhauszusatzversicherung abgeschlossen haben. Diese muss den Geldbeutel nicht übermäßig strapazieren. Von den Ergo Direkt Versicherungen gibt es eine günstige stationäre Zusatzversicherung, deren wichtigste Bestandteile die Chefarztbehandlung und die Unterbringung im Zweibettzimmer sind.

Wie wird Typ-2-Diabetes behandelt?

Der Typ-2-Diabetes (Alterszucker) entwickelt sich schleichend und wird oft erst nach Jahren mit einem Blutzuckertest erkannt. Die Therapie muss im Verlauf der Erkrankung häufig angepasst werden. Entscheidend ist, den Blutzuckerspiegel im Normalbereich zu halten. In einem frühen Stadium steht der Versuch im Mittelpunkt, mit einer Umstellung der Lebensweise - gesündere Ernährung und Bewegung - auszukommen. Das gelingt bei rund der Hälfte der Patienten. Etwa 40 bis 50 Prozent der Typ-2-Diabetiker erhalten auch noch Medikamente. Nur wenn auch diese nicht wirken, wird Insulin eingesetzt.

Vorbeugen ist noch immer besser als heilen

Der sogenannte Alterszucker ist also ein Produkt jahrelanger Fehlernährung und mangelnder Bewegung. Wer das frühzeitig erkennt und sich und auch seinen Kindern eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Bewegung, sowie einer gesunden und ausgewogenen Ernährung vorlebt, der legt bereits den Grundstein. So wissen Heranwachsende auch für das spätere Leben, was gut für ihn ist. Gemeinsam macht das gesunde Leben gleich doppelt Spass und man kann mit dem Partner oder ganzen Familie bewusst ein oder mehrmals die Woche Tage auswählen, an denen man gezielt einem Freizeitsport nachgeht. Das stärkt die Bindung der gesamten Familie, sorgt für Spass und ist obendrein auch noch gesund. So einfach kann es sein, gesund zu leben. Auch mit Alterzucker.

Auch bei Alterszucker: Für jeden Typ der richtige Sport

Nun können nicht alle nach jahrelangem Müßiggang in die Vollen gehen und gleich anstrengenden Sport vollführen. Wichtig ist, dass man sich Schritt für Schritt mehr bewegt. Wer viel Übergewicht hat, der sollte vorab auch seinen Arzt konsultieren und dann mit leichter Bewegung, wie zum Beispiel längeren Spaziergängen, Nordic Walking oder Schwimmen beginnen. Wenn man nicht weiß, was einem wirklich gut liegt, dann hilft nur eins: Es ausprobieren.

Viele Sporteinrichtungen oder Vereine, aber auch die Volkshochschulen mit ihren Gesundheitskursen bieten häufig Schnupperstunden an, bei denen man zunächst einmal testen kann, für welche Art der Bewegung man denn selbst zu begeistern ist. Es bringt schließlich nichts, wenn man sich zu mehr Bewegung quälen muss. Umso mehr Spaß es macht und man sich gern mit anderen gemeinsam bewegt, umso leichter fällt einem der neue Kurs im Leben.

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