Ernährung
Artikel vom 01.11.2014

Vitalpilze in der Naturheilkunde

Wer sich über die Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Vitalpilze informieren möchte, ist bei der Gesellschaft für Vitalpilzkunde an der richtigen Adresse. Foto: djd/Gesellschaft für Vitalpilzkunde e.V.
Wer sich über die Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Vitalpilze informieren möchte, ist bei der Gesellschaft für Vitalpilzkunde an der richtigen Adresse. Foto: djd/Gesellschaft für Vitalpilzkunde e.V.

Viele Menschen wissen nicht so recht, was sie von Vitalpilzen halten sollen. Wer sich allerdings näher mit Reishi, Hericium, Maitake und Co. beschäftigt oder ihre besonderen Kräfte am eigenen Leib gespürt hat, kann schnell nachvollziehen, warum Mediziner schon vor Jahrhunderten in den Vitalpilzen ein großes Potenzial für Gesundheit und Wohlbefinden des Menschen sahen. Vitalpilze sind mehr als ein Element der traditionellen chinesischen Medizin. Auch in Europa, insbesondere in der Klostermedizin, waren bestimmte Pilze hoch angesehen, wurden etwa zur Infektabwehr und zur Hemmung von Entzündungen eingesetzt. Ihre berühmteste Fürsprecherin aus früheren Zeiten ist sicherlich die Äbtissin und Medizinerin Hildegard von Bingen, die schon im 12. Jahrhundert über die breiten Einsatzmöglichkeiten der Pilze berichtete.

Rückbesinnung auf traditionelle Heilkunst

Während in China allerdings die traditionelle Heilkunst und damit auch das Wissen um die Vitalpilze ohne Unterbrechung von Generation zu Generation weitergegeben wurde, setzte man in Europa mehr und mehr auf die Möglichkeiten moderner Wissenschaft und Forschung. Erst seit wenigen Jahrzehnten gibt es eine deutlich erkennbare Rückbesinnung auf das Angebot, das die Natur für den Menschen bereithält. So wurden nicht zuletzt dank der Arbeit der Gesellschaft für Vitalpilzkunde auch die Möglichkeiten in der Anwendung von Vitalpilzen neu entdeckt.

Vitalpilze: Rat vom Mykotherapeuten

In der jüngeren Vergangenheit haben Wissenschaftler viel Analysearbeit betrieben, um mehr über die Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen der wichtigsten Vitalpilze zu erfahren. Heute geben ausgebildete Mykotherapeuten Rat, wenn es um die Wahl und Dosierung der jeweils passenden Pilze sowohl zur Heilungsunterstützung als auch zur allgemeinen Stärkung des Organismus geht. Insbesondere die positive Wirkung auf das Immunsystem ist hervorzuheben. Aus diesem Grund werden Vitalpilze sowohl bei Menschen mit erhöhter Infektanfälligkeit als auch unter anderem in der Krebsprävention und der ergänzenden Tumortherapie eingesetzt.

Bunter Mix der Inhaltsstoffe

Obwohl sie zum Teil auch als Nahrungsmittel sehr schmackhaft sind, verordnet der Mykotherapeut Vitalpilze in Pulverform, als Extrakt oder in Kombinationen aus beidem. So ist nicht nur eine gezielte Mengenzufuhr möglich, sondern auch die Bioverfügbarkeit wird optimiert. Kennzeichnend für alle Vitalpilze ist ihr hoher Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren, Enzymen und sekundären Inhaltsstoffen. Nicht zu vergessen ist der natürliche Ballaststoffanteil in Pilzen, der die natürlichen Funktionen des Darms unterstützt und zum Beispiel unterstützend bei der Gewichtsreduzierung hilft.

Faszinierende Überlebensstrategien

Pilze bilden neben Tieren und Pflanzen ein eigenständiges Reich unter den Lebewesen. Sie mussten im Laufe der Evolution ganz individuelle Überlebensstrategien entwickeln, um sich auf unserem Planeten dauerhaft behaupten zu können. So sind Pilze etwa in der Lage, sich mit der Bildung bestimmter Vitalstoffe gegen Angriffe von Bakterien und Viren zu schützen. Das bekannteste Beispiel dafür ist das Antibiotikum Penicillin, ein Stoffwechselprodukt von Pilzen, das 1928 zufällig entdeckt wurde und bis heute zu den wichtigsten Arzneimitteln überhaupt gehört.

drucken