Ernährung
Artikel vom 21.03.2018

Basisch essen: 6 Gründe, eine Übersäuerung auszugleichen

Basisch essen gelingt mit deftigen Gemüsegerichten und Obstspeisen.
Leckere Rezepte können die Umstellung von deftigen Speisen auf Obst- und Gemüsegerichte erleichtern. Foto: djd/Basica/PantherMedia/pyotr021

Immer mehr Deutsche achten auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Tierische Lebensmittel aus artgerechter Haltung liegen ebenso im Trend wie regionale und natürliche Nahrungsmittel, die ohne künstliche Zusätze auskommen.

Um den Stoffwechsel bestmöglich zu unterstützen, empfehlen Experten, vornehmlich basisch zu essen und bei der täglichen Ernährung auf einen hohen Anteil an Gemüse und Obst zu achten. Aus 5 Gründen kann es sinnvoll sein, mit reinen basischen Mineralstoffen einer Übersäuerung entgegen zu wirken.

1. Basisch essen: Flügel für den Stoffwechsel

Eine einseitige Ernährung, bei der häufig tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Wurst und Käse auf den Tisch kommen, belastet den Organismus. Das darin enthaltene Eiweiß kann im Körper einen stark säuernden Effekt entwickeln. Auch Getreideprodukte und Backwaren beeinträchtigen die Säure-Basen-Balance.

Täglich frisches Obst und Gemüse sowie Salat können dagegen einer chronischen Übersäuerung entgegenwirken. Diese Lebensmittel enthalten basische Mineralstoffe, die überschüssige Säure neutralisieren.

Basisch essen und als Hauptgang Gemüse, Salat und Rohkost zu sich nehmen.
Salate und Gemüse sind beim basischen Essen oft der Hauptgang und nicht länger nur die Beilage. Foto: djd/Basica/PantherMedia/agencyby

2. Basisch essen: Keine Chance für Diätkrisen

Fast jeder, der abnehmen will, kennt das: Nach anfänglichen Erfolgen stagniert schon bald das Gewicht. Die so genannte Diätkrise verhindert, dass weiterhin Pfunde purzeln. Denn mit dem Fettabbau steigt die Säurelast im Körper und verlangsamt den Stoffwechsel. Eine basenbildende Diät kann den Säure-Basen-Haushalt ausgleichen und die ins Stocken geratene Gewichtsabnahme wieder ankurbeln.

3. Basisch essen: Mineralstoffe für unterwegs

Wer in Beruf oder Familie stark eingespannt ist, kann nicht immer auf eine basische Ernährung achten. Um den Säure-Basen-Haushalt dennoch im Gleichgewicht zu halten, empfiehlt der Münchner Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Vormann, in stressigen Zeiten ein Basenpräparat aus der Apotheke einzunehmen. Reine Basenpulver enthalten Mineralstoffe und Spurenelemente - aber keine weiteren Zusatzstoffe. Diese lassen sich leicht in Getränke und Speisen einrühren - auch unterwegs.

Basisches Essen sollte mit einem Bewegungstraining kombiniert werden.
Ein moderates Bewegungstraining hilft zusätzlich, einer Übersäuerung entgegen zu wirken. Foto: djd/Basica/PantherMedia/Jonathan Gibson
Basisch essen ist mit regionalen Produkten und Obst und Bio-Gemüse ist schmackhaft.
Frisches Obst und Gemüse aus regionaler Produktion macht die basische Ernährung besonders schmackhaft. Foto: djd/Basica/PantherMedia/boggy22

4. Das Trinken nicht vergessen

Neben einer unausgewogenen Ernährung können auch Stress und zu wenig Bewegung den Körper belasten. Müdigkeit, Erschöpfung und mangelnde Leistungsfähigkeit sind die ersten Anzeichen, die auf eine Übersäuerung hindeuten. Zusätzlich zu einer Ernährungsumstellung und der Einnahme basischer Mineralstoffe kann es sinnvoll sein, den Stoffwechsel durch ausreichende Trinkmengen - zwei Liter pro Tag - und moderates Bewegungstraining zu aktivieren. So wird überschüssige Säure über die Nieren ausgeleitet und über die Lunge abgeatmet.

5. Regelmäßig entspannen

Immer wieder mal zur Ruhe kommen: Eine regelmäßige Entspannung mit Yoga oder Meditation wirkt einer Übersäuerung durch Stress entgegen.

6. Basisch essen: Rezeptidee Kartoffel-Gemüse-Puffer mit Lachs als Abendessen

  • 75 g geräucherten Lachs
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 100 g Zucchini
  • 1 mittlere Möhre
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Ei
  • 1 TL Mehl
  • Salz, Pfeffer

Kartoffeln, Möhre und Zucchini waschen, schälen, mit einer Küchenreibe klein reiben und überschüssiges Wasser abpressen. Zwiebel schälen und dazu reiben. Die ganze Masse mit dem Ei und Mehl vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Jeweils ein Drittel der Masse in eine beschichtete Pfanne geben und flachdrücken. Bei mittlerer Hitze pro Seite etwa 4 bis 5 Minuten backen. Lachs in Streifen schneiden und mit den fertigen Kartoffel-Gemüsepuffern servieren.

Nährwerte: 400 kcal/1673 kJ.

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