Vorsorge
Artikel vom 01.11.2014

3 Tipps zur Pflege im Ausland

Private Versicherer leisten überall auf der Welt. Das ermöglicht auch die kostengünstigere Pflege im Ausland. Foto: djd/Münchener Verein/Corbis
Private Versicherer leisten überall auf der Welt. Das ermöglicht auch die kostengünstigere Pflege im Ausland. Foto: djd/Münchener Verein/Corbis

Aktiv reisende, entspannt mit den Enkeln spielende und nicht zuletzt von der Werbung umschwärmte Verbraucher - Senioren sind heute keineswegs mehr die Alten, die von der Gesellschaft an den Rand gedrängt werden. Im Gegenteil: Die Ruheständler von heute fühlen sich noch lange jung, sind agil und leben häufig nach einem prallvollen Terminkalender.

Wer sich so jung fühlt wie die "jungen Alten" möchte natürlich keineswegs zum alten Eisen gerechnet werden. Und nicht umsonst gelten die Senioren inzwischen als wichtiger Wachstumsfaktor der Tourismusbranche: Die ab 60-Jährigen sind die einzige Altersgruppe, für die aufgrund des demografischen Wandels bis zum Jahr 2020 eine vermehrte Reiseaktivität prognostiziert wurde.

Tipp 1: Würdig und selbstbestimmt altern

Das aus dieser positiven Haltung resultierende Selbstbewusstsein spielt glücklicherweise bei vielen älteren Menschen auch dann noch eine große Rolle, wenn sie tatsächlich einmal pflegebedürftig sind. Würdiges und selbstbestimmtes Altern ist besonders für diese Generation eine Frage der Selbstachtung. Es setzt jedoch auch voraus, dass sich die Menschen rechtzeitig auch für den Fall der Pflegebedürftigkeit finanziell ausreichend abgesichert haben.

Denn dass mit 60 oder 80 Jahren durch Krankheiten oder Unfälle ein gewisses Pflegefallrisiko vorhanden ist, lässt sich nicht von der Hand weisen. Doch selbst Pflegebedürftigkeit muss längst nicht bedeuten, dass man sich von einem aktiven Leben komplett verabschieden muss. Eine private Pflegezusatzversicherung kann dabei helfen, im Pflegefall ein größtmögliches Maß an Eigenständigkeit und Mobilität beizubehalten. Vielleicht kommt ja Pflege im Ausland in Frage?

Eine Pflege im Ausland ist möglich. Foto: djd/Münchener Verein/Werner Heiber

Tipp 2: Kostengünstige Pflege im Ausland

Die gesetzliche Pflegeversicherung stellt im Pflegefall bei Pflege in Deutschland die finanziellen Mittel bereit, um mit Umbauten, einem Treppenlift oder einem komfortablen Rollstuhl die Mobilität und die Eigenständigkeit möglichst weitgehend zu erhalten. Anders als die gesetzliche Pflegeversicherung leisten viele private Pflegezusatzversicherungen weltweit. So ist auch die kostengünstigere Pflege im außereuropäischen Ausland kein Problem.

Rechtzeitige Vorsorge sichert bessere Pflege. Foto: djd/Münchener Verein/Werner Heiber
Rechtzeitige Vorsorge sichert bessere Pflege. Foto: djd/Münchener Verein/Werner Heiber

Tipp 3: Pflege in Thailand ist möglich

Da die Zahlungen der privaten Pflegetagegeldversicherung vom Leistungsempfänger flexibel eingesetzt werden können, sind für Pflegebedürftige auch Reisen möglich und mitunter sogar davon finanzierbar. Auch wer seinen Ruhestand im Ausland gänzlich verbringt, kann auf die private Vorsorge setzen. Und das betrifft immer mehr Menschen, denn die Rentenzahlungen an Deutsche Ruheständler im Ausland sind laut Auskunft der Deutschen Rentenversicherung in den vergangenen zehn Jahren auf 214.349 im Jahr 2011 gestiegen.

Doch wer im Ausland manchmal Unterstützung von Pflegekräften braucht, kann in den Ländern außerhalb der EU nicht auf die Förderung aus Deutschland oder auf Leistungen der staatlichen Pflegeversicherung setzen. Pflegebedürftige müssen sogar in der EU häufig auf Sachleistungen von den Pflegekassen verzichten.

Der Ruhestand und die Pflege im Ausland werden immer attraktiver - und zwar aufgrund sinkender Rentenniveaus und steigender Gesundheitskosten. Es gibt bereits viele finanziell interessante Angebote, die die Pflege im Ausland, beispielsweise in Thailand in förderlichem Klima und auf gutem Niveau versprechen.

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