Vorsorge

Nachhaltig investieren: Mit der Geldanlage Gutes tun

Durch Geldanlagen nachhaltige Entwicklung ermöglichen und gleichzeitig von Renditen profitieren.
Nachhaltige Entwicklung ermöglichen und gleichzeitig von attraktiven Renditen profitieren: Geldanlagen mit sozialer und ökologischer Wirkung machen dies möglich. Foto: djd/bettervest/BURN Manufacturing

(djd). Laufzeit, Rendite, Sicherheit: Das sind nur einige Aspekte, die bei der Entscheidung über eine Geldanlage eine wichtige Rolle spielen. Vielen ist es heute aber ebenso wichtig, mit ihrer Investition eine soziale oder ökologische Wirkung zu erzielen. Wer mit seiner Geldanlage gleichzeitig und gezielt Gutes tun will, kann sich beispielsweise in ökologischen und sozialen Projekten rund um den Globus engagieren. Nur wie lassen sich der Zweck, die Wirkung und die Nachhaltigkeit eines Vorhabens aus der Ferne tatsächlich gründlich überprüfen?

Marktplatz für Projekte und Investoren

Der einzelne Anleger kann sich alleine kaum einen umfassenden Überblick über Projekte und Investitionsmöglichkeiten in nachhaltigen Aktivitäten verschaffen. Dafür gibt es heute spezialisierte Online-Marktplätze, die Projektinhaber und Investoren zusammenführen. Die Idee: Viele Privatpersonen, die sich jeweils mit einzelnen überschaubaren Geldbeträgen beteiligen, können in der Summe größere, umfassende und nachhaltige Vorhaben ermöglichen. Dabei profitieren sie von Renditechancen und gleichzeitig davon, mit ihrem Investment positive soziale oder ökologische Wirkungen zu erzielen. Die Projektanbieter, insbesondere aus Afrika oder Indien, können sich auf diesen Plattformen wiederum deutlich günstiger finanzieren als über ihre heimischen Kapitalmärkte. Die Marktplätze führen nicht nur beide Seiten zusammen, sondern nehmen vorab stets umfassende Bewertungen der Projekte vor.

Von der Fertigung effizienter Holzherde profitieren die Menschen vor Ort, ebenso wie die Umwelt.
Von der Fertigung effizienter Holzherde für Afrika profitieren die Menschen vor Ort, ebenso wie die Umwelt. Foto: djd/bettervest/BURN Manufacturing

Jedes Projekt wird durchleuchtet

Bevor ein Vorhaben präsentiert wird, durchläuft es einen umfassenden Katalog an Prüfkriterien. Zu den Grundvoraussetzungen gehört es, dass die Vorhaben positive Auswirkungen haben und sich an den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen orientieren. Stets stehen dabei Klimaschutz, Umweltschutz und soziale Ziele im Vordergrund. Aber natürlich werden auch die wirtschaftlichen Erfolgsaussichten beleuchtet, die Grundvoraussetzung für eine Platzierung sind. Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf Entwicklungsvorhaben in Afrika und Indien, daneben gibt es ebenfalls Projekte in Deutschland und Europa.

 

Nachhaltige Geldanlagen ermöglichen wichtige Projekte. Ein Beispiel: Solarstrom für abgeschnittene Dörfer.
Nachhaltige Geldanlagen ermöglichen weltweit wichtige Projekte. Ein Beispiel: Solarstrom für afrikanische Dörfer, die bislang von der Energieversorgung abgeschnitten waren. Foto: djd/bettervest/Pawame

Umweltfreundliche Herde für Kenia

Ein aktuelles Erfolgsbeispiel: Ein Unternehmen fertigt in Kenia besonders effektive und emissionsarme Holzherde. Die Rauchentwicklung im Vergleich zu vielfach noch üblichen offenen Feuern sinkt um 80 Prozent, dabei benötigt der Herd deutlich weniger Holz. Mit diesem Projekt hat das Unternehmen nicht nur eine ökologische und günstige Lösung für arme Bevölkerungsschichten in Afrika entwickelt, sondern gleichzeitig eine Vielzahl an Arbeitsplätzen geschaffen.

Solarenergie für afrikanische Dörfer

Um eine umweltfreundliche, nachhaltige Energieversorgung für abgelegene afrikanische Dörfer kümmert sich ebenfalls ein erfolgreiches Projekt einer Crowdfunding-Plattform. Das Unternehmen bringt Solarsysteme in Regionen, die bisher noch von jeglicher Stromversorgung abgeschnitten waren. Zugleich tritt es als Kreditagentur auf und ermöglicht Anschaffungen für die Dorfbewohner oder vergibt Bildungskredite. Für dieses nachhaltige Konzept wurde das Unternehmen mehrfach ausgezeichnet.

drucken