Vorsorge
Artikel vom 13.05.2019

Geld anlegen für die Altersvorsorge: Tipps für 3 Anlegertypen

Ein bisschen was riskieren, aber den sicheren Boden immer im Blick behalten: So verhält es sich auch mit einer gut ausbalancierten Geldanlage.
Ein bisschen was riskieren, aber den sicheren Boden immer im Blick behalten: So verhält es sich auch mit einer gut ausbalancierten Geldanlage. Foto: djd/Allianz Global Investors/Getty

Mehr denn je müssen die Bundesbürger heute privat vorsorgen, wenn sie im Alter ihren gewohnten Lebensstandard halten wollen. Beim Geldanlegen setzen viele Deutsche noch immer auf sehr niedrig verzinste Anlageformen. Sparbuch oder Festgeld sind im Zinstief aber eine schlechte Wahl beim Geldanlegen - auch eine moderate Inflation knabbert über die Jahre hinweg am Wert des Vermögens.

Die Alternative für vorsichtige Anleger, die ruhig schlafen, aber beim Geldanlegen auf Renditechancen nicht verzichten wollen, können aktiv gemanagte Mischfonds sein. Die Grundidee: 70 Prozent des Fondsvermögens sind stets in festverzinslichen Wertpapieren guter Bonität und 30 Prozent in europäischen Aktien investiert, das Verhältnis wird regelmäßig austariert.

Solche Mischfonds sind ertragsstark, aber schwankungsarm, befinden sich also stets in einer Balance. Sie sind deshalb langfristig für drei Anlegertypen gut geeignet, zumindest als Beimischung. Hier sind die drei Anlegertypen:

1. Der offensive Renditesparer.

Beim Kapitalaufbau fürs Alter setzt er grundsätzlich auf eine möglichst hohe Rendite, in jungen Jahren hat sein Portfolio einen hohen Aktienanteil. Denn der Renditesparer weiß: Eine Schwächephase an der Börse oder sogar einen kräftigen Einbruch wie in der Finanzkrise 2008 kann er bis zum Beginn des Ruhestands "aussitzen".

Mit zunehmendem Alter ändert sich das Szenario: Der Sicherheitsaspekt gewinnt an Bedeutung, höhere Verluste bei Aktien können unter Umständen bis zum Rentenbeginn nicht mehr ausgeglichen werden. Ganz auf Aktien und die entsprechenden Chancen will der offensive Renditesparer aber auch dann nicht verzichten. Daher kann ein Wechsel in einen aktiv gemanagten Mischfonds mit einem hohen Anteil festverzinslicher Wertpapiere eine Lösung sein.

Die Altersvorsorge sollte immer im Gleichgewicht zwischen Sicherheitsbedürfnis und Renditechance sein.
Im Leben ist es wichtig, stets die Balance zu halten. Das Gleiche gilt auch für die Altersvorsorge: Sie sollte immer im Gleichgewicht zwischen Sicherheitsbedürfnis und Renditechance sein. Foto: djd/Allianz Global Investors/Getty

2. Der Sicherheitssparer.

Ihm geht es um den Werterhalt seines Ersparten. Er möchte kein großes Risiko eingehen, aber mindestens die Inflationsrate ausgleichen. Er verfolgt die Wirtschaftsnachrichten und das Börsengeschehen aufmerksam, sieht die Chancen des Aktienmarktes, hat aber Angst, dass er mit der Aktienanlage überfordert ist und den Zeitpunkt des Ein- und Ausstiegs falsch kalkuliert. Auch für den vorsichtigen Sparer ist ein Mischfonds eine gute Alternative. Die Sicherheit steht im Mittelpunkt, er kann aber an den Chancen teilhaben, die die Börse bietet.

3. Der Zielsparer.

Er hat ausgerechnet, welche Rendite er im Schnitt in jedem Jahr erzielen muss, um zusammen mit der gesetzlichen Rente und anderen Alterseinkünften den Lebensstandard halten zu können. Allein mit niedrig verzinsten Anlagen kann er dieses Ziel nicht erreichen, zumindest eine Beimischung von Aktien ist notwendig. Der Aktienanteil kann dabei für das entscheidende Renditeplus sorgen.

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