Vorsorge
Artikel vom 01.11.2014

Gebühr für den Friedhof: 3 Tipps für die letzte Ruhe

Die kommunalen Friedhofsgebühren in Deutschland wurden teilweise deutlich erhöht. Bei den sogenannten Erdwahlgräbern gab es Preissteigerungen um bis zu 140 Prozent. Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen
Die kommunalen Friedhofsgebühren in Deutschland wurden teilweise deutlich erhöht. Bei den sogenannten Erdwahlgräbern gab es Preissteigerungen um bis zu 140 Prozent. Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen

Die Gebühren für den Friedhof in deutschen Kommunen sind teilweise enorm angestiegen. Ein Erdwahlgrab, dessen Standort auf dem Friedhof selbst gewählt und das für mindestens 20 Jahre genutzt werden kann, kostet in Bonn beispielsweise derzeit 2.210 Euro. Ebenfalls teurer geworden sind aber auch Erdreihengräber.

In der Bestattungskultur hat sich in der Bundesrepublik ein dramatischer Wandel vollzogen: So machen Urnenbestattungen mittlerweile fast die Hälfte aller Bestattungen aus. Zudem gibt es einen stetig wachsenden Anteil an Gemeinschaftsgräbern, anonymen Bestattungen und Waldbestattungen - mit der Folge, dass es bei den Friedhofsflächen nun einen starken Überschuss gibt.

Da die Kosten für die Unterhaltung der Friedhöfe jedoch gleich geblieben sind, müssen die Ausgaben nun auf die abnehmende Zahl an Nutzern umgelegt werden - und genau das führt zu den mitunter drastischen Erhöhungen der Grabgebühren.

Die sogenannten Grabgebühren machen einen Teil der gesamten Friedhofsgebühren aus. Diese wiederum setzen sich aus mehreren Einzelposten zusammen und ergeben zwischen 25 und 40 Prozent der Gesamtkosten einer Bestattung. Foto: djd/Ergo Direkt Versicherung
Die sogenannten Grabgebühren machen einen Teil der gesamten Friedhofsgebühren aus. Diese wiederum setzen sich aus mehreren Einzelposten zusammen und ergeben zwischen 25 und 40 Prozent der Gesamtkosten einer Bestattung. Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen

Tipp 1: Die Angehörigen rechtzeitig entlasten

Die sogenannten Grabgebühren stellen einen Teil der gesamten Gebühr für den Friedhof dar, die sich wiederum aus mehreren Posten zusammensetzt und zwischen 25 und 40 Prozent der gesamten Kosten für eine Bestattung ausmacht. Die Preise variieren von Region zu Region - im Bundesdurchschnitt kann man jedoch mit rund 2.400 Euro an Gebühr für den Friedhof rechnen. Insgesamt sollte man für eine Bestattung Ausgaben in Höhe von 5.000 bis 7.000 Euro einplanen.

Möchte man seinen Angehörigen damit post mortem nicht zur Last fallen, sollte man die finanziellen Aspekte möglichst schon zu Lebzeiten regeln. Das geht beispielsweise durch das frühzeitige Abschließen einer Sterbegeldversicherung, die die enormen Kosten für die Beisetzung und weitere, direkt mit dem Tod verbundene Ausgaben, deckt.

Eine Bestattung kostet heute schnell zwischen 5.000 und 7.000 Euro. Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen
Eine Bestattung kostet heute schnell zwischen 5.000 und 7.000 Euro. Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen

Tipp 2: Eine Sterbegeldvorsorge ist jederzeit möglich

Je früher man sich um den Abschluss einer Sterbegeldversicherung kümmert, desto geringer ist der eigene monatliche Aufwand. Denn die Beitragszahlung wird bei einem früheren Eintritt in den Vertrag auf einen längeren Zeitraum aufgeteilt. Doch auch mit fortgeschrittenem Alter ist der Abschluss einer solchen Sterbegeld-Police noch möglich.

Es gibt Tarife, die schon nach einem Jahr Aufbauzeit den vollen Leistungsumfang im Todesfall erbringen. Und wenn man bereits zu Lebzeiten eine bezugsberechtigte Person bestimmt, so vereinfacht und beschleunigt dies die Bearbeitung durch den Versicherer im Todesfall.

Tipp 3: Die Form des Trauergottesdienstes bestimmen

Im Übrigen hat sich nicht nur die Trauerkultur selbst, sondern auch die Vorstellung über die Gestaltung des letzten Weges stark verändert. Mittlerweile wünscht sich beispielsweise nur noch jeder dritte Bundesbürger einen ganz traditionellen Trauergottesdienst. 37 Prozent bevorzugen im Vergleich dazu ein eher zwangloses Zusammentreffen von Angehörigen und Freunden, 16 Prozent möchten überhaupt keine Trauerfeier und zehn Prozent wünschen sich einen fröhlichen Abschied.

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