Vorsorge
Artikel vom 04.04.2018

6 Tipps für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeit sollte von jedem Arbeitnehmer abgesichert sein.
Alle Berufstätigen sollten sich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung absichern. Foto: djd/Nürnberger Versicherung/thx

Um eine Berufsunfähigkeitsversicherung kommt kaum jemand herum. Denn wer von den Früchten seiner Arbeit leben muss, sollte sich immer auch um einen Plan B kümmern: Wie kann der Lebensunterhalt bestritten werden, wenn man nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben? Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung werden die finanziellen Folgen dieses Risikos abgesichert. Wir geben Tipps, worauf man beim Abschluss achten sollte:

1. Tipp: Sichern Sie sich früh ab

Schließen Sie Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung so früh wie irgend möglich ab. Besser heute als morgen. Das liegt unter anderem daran, dass junge Menschen meist gesünder sind als "ältere". Damit sinkt ihr Risiko, eine Berufsunfähigkeitsabsicherung ohne Beitragszuschläge oder Ausschlüsse für bestimmte Erkrankungen zu erhalten. Und je früher Sie mit der Absicherung starten, desto günstiger ist der Versicherungsbeitrag.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert den Ernstfall gut ab.
Ob Unfall oder Krankheit: Nur wer gesund ist, kann am Arbeitsmarkt ohne Nachteile bestehen. Foto: djd/Nürnberger Versicherung/Jupiterimages

2. Tipp: Gesundheitsfragen genau und ehrlich beantworten

Beantworten Sie alle Gesundheitsfragen ebenso akribisch wie wahrheitsgetreu. Das kann zwar dazu führen, dass die Beiträge steigen oder dass der Versicherer bestimmte Risiken ausschließt. Aber Sie haben auf diese Weise die Sicherheit, dass Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung bei Eintreten der vereinbarten Risiken zuverlässig leisten kann.

3. Tipp: Die Versicherungsleistung hoch genug ansetzen

Bei jedem Abschluss steht die Entscheidung über die Höhe der Berufsunfähigkeitsversicherung zur Debatte. Allerdings steigen mit den vereinbarten Leistungen auch die Beiträge. Ein Experte rät: "Wer sich seine bedarfsgerechte Absicherungshöhe im Moment noch nicht leisten kann, der sollte sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheiden, bei der die vereinbarten Leistungen ohne eine weitere Gesundheitsprüfung angepasst werden können. Fragen Sie Ihren Berater diesbezüglich nach einer sogenannten Nachversicherungsgarantie."

4. Tipp: Auf die abstrakte Verweisung verzichten

Früher war es gang und gäbe, dass der Versicherer das Recht zur abstrakten Verweisung hatte. Wer berufsunfähig war, aber unter bestimmten Voraussetzungen noch in einem anderen Bereich arbeiten konnte, erhielt keine oder nur einen Teil der Versicherungsleistung. Heute ist die abstrakte Verweisung zwar nicht mehr allgemein üblich, man sollte aber dennoch sicherstellen, keinen Vertrag mit dieser Einschränkung abzuschließen.

Die Berufsunfähgikeitsversicherung sollte immer an die eigene Familiensituation angepasst werden.
Wenn Kinder zur Welt kommen, sollten Eltern prüfen, ob die vereinbarten Leistungen aus der Berufsunfähigkeit hoch genug sind. Foto: djd/Nürnberger Versicherung/thx

5. Tipp: Netto- und Bruttobeitrag festlegen

Die meisten BU-Anbieter unterscheiden zwischen dem Netto- und Bruttobeitrag. Der Nettobeitrag setzt sich aus dem Bruttobeitrag abzüglich den von der Versicherung erzielten Überschüssen zusammen. Im schlimmsten Fall kann der zu zahlende Beitrag während der Vertragslaufzeit also auf den Bruttobeitrag steigen. Deswegen sollte der Unterschied zwischen dem Netto- und dem Bruttobeitrag möglichst nicht allzu hoch sein.

6. Tipp: Versicherungs- und Leistungsdauer richtig wählen

Beim Abschluss müssen Sie entscheiden, wie lange Sie sich absichern wollen. Je länger die Laufzeit, desto höher sind die Beiträge. Das liegt auch daran, dass mit dem Alter das Risiko steigt. Doch auch wer zwei Jahre vor der Altersrente berufsunfähig wird, braucht Geld zum Leben. Und ein vorgezogener Eintritt in die Rente führt immer zu einer niedrigeren Rente. Deswegen sollten Versicherungs- und Leistungsdauer nach Möglichkeit bis zum Rentenbeginn andauern.

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