Vorsorge
Artikel vom 19.06.2017

7 Tipps zum Abschluss einer Auslandskrankenversicherung [Video]

Sorgenfrei mit einer Auslandskrankenversicherung reisen.
Urlauber sollten eine Auslandskrankenversicherung abschließen - im außereuropäischen Ausland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel keine Leistungen. Foto: djd/BVR/thx

Gesetzliche Krankenkassen und auch viele private Krankenversicherer übernehmen außerhalb Europas und in Staaten, mit denen Deutschland kein Sozialversicherungsabkommen vereinbart hat, keine Leistungen. Selbst innerhalb Europas werden nicht alle Behandlungskosten von den Kassen übernommen, das gilt generell für den Krankenrücktransport, er kostet schnell weit über 10.000 Euro. Urlauber sollten deshalb eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Hier 7 Tipps im Überblick:

1. Tipp: Die Versicherung vor Reiseantritt abschließen

Sie müssen eine Auslandskranken­versicherung vor Antritt der Reise beziehungsweise vor der Ausreise aus Deutsch­land abschließen. Wenn Sie schon im Ausland sind, können Sie die Versicherung nicht mehr abschließen.

Warum eine Auslandskrankenversicherung so wichtig ist - und was sie leistet, wird etwa in diesem Video anschaulich erklärt:

Familientarif in der Auslandskrankenversicherung clever nutzen.
Wer Kinder hat, sollte prüfen, ob sich ein Familien­tarif in der Auslandskrankenversicherung lohnt. Foto: djd/BVR/Getty

2. Tipp: Ein Familientarif kann Vorteile bringen

Wenn Sie Kinder haben, sollten Sie prüfen, ob sich für Sie ein Familien­tarif lohnt. Meist sind alle Familien­mitglieder auch dann geschützt, wenn diese ausnahms­weise allein verreisen. In vielen Familientarifen der Auslandskrankenversicherung erstatten die Versicherer Betreuungs­kosten für Kinder, wenn die Eltern erkranken - und auch umge­kehrt, wenn die Eltern bei den erkrankten Kindern unterge­bracht werden müssen.

3. Tipp: Diese Leistungen sollten abgedeckt sein

Abgesichert über die Auslandskrankenversicherung sollten etwa ambulante ärztliche Behandlungen und OPs, Arzneimittel, ärztliche Leistungen im Krankenhaus und der Rücktransport in die Heimat sein.

4. Tipp: Wählen Sie den "medizisch sinnvollen" Rücktransport

Eine Ausland­skranken­versicherung, die nur "medizi­nisch notwendige" Krankenrück­trans­porte bezahlt, sollten Sie meiden. Medizi­nisch notwendig ist der Rück­trans­port etwa dann, wenn im Urlaubs­land eine notwendige OP gar nicht durch­geführt werden kann oder zu kostspielig wäre. Empfehlenswert sind Verträge, die einen Rück­trans­port vorsehen, wenn er "medizi­nisch sinn­voll" ist. Gründe für einen medizi­nisch sinn­vollen Krankenrück­trans­port können sein: Der Patient versteht die Landes­sprache nicht, oder ein längerer Auslands­auf­enthalt ist ihm nicht zumutbar, weil er in seiner gewohnten Umgebung rascher genesen kann.

5. Tipp: Prüfen Sie die maximale Reisedauer der Versicherung

Wichtig ist, wie lange Sie mit Ihrer Auslands­kranken­versicherung geschützt sind! Viele Jahres­verträge bieten Versicherungs­schutz für eine Reisedauer von 6 bis 8 Wochen - für beliebig viele Urlaube im Jahr. Die meisten Tarife leisten im Notfall sogar über die fest­gelegte Frist hinaus, bis Sie wieder trans­port­fähig sind. Es gibt auch Tarife für einzelne Reisen, etwa für lange Auslands­aufenthalte.

6. Tipp: Klären Sie längere Aufenthalte mit dem Versicherer ab

Eine reguläre Auslandsreisekrankenversicherung hilft Ihnen bei sehr langen Auslands­aufenthalten nicht, aber die meisten Versicherer haben auch spezielle Tarife für längere Aufenthalte von einem Jahr bis zu zwei oder fünf Jahren im Angebot.

7. Tipp: Bei Berufsreisen ins Ausland genau hinschauen

Die meisten Tarife in der Auslandskrankenversicherung schützen Sie auch auf berufsbedingten Reisen. Einige Anbieter schränken den Schutz allerdings ausdrück­lich auf reine Urlaubs­reisen ein, andere versichern berufliche Reisen für bis zu 10 oder 14 Tage.

Weitere Informationen rund um die Auslandskrankenversicherung hat die Stiftung Warentest zusammengestellt.

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