Finanzen
Artikel vom 28.06.2017

8 Tipps zum Thema Hausfinanzierung [Video]

Haus-Finanzierung individuell mit Familie planen.
Eine Hausfinanzierung muss immer auf das individuelle Budget zugeschnitten sein, dazu sollte man sich gut beraten lassen. Foto: djd/BVR

Die Zinsen befinden sich weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau, die eigenen vier Wände sind wegen des günstigen Baugeldes für viele Menschen in greifbare Nähe gerückt. Allerdings sind auch die Preise für Grundstücke und Häuser gerade in den Ballungsgebieten enorm gestiegen. Als Mieter müssen Sie sich fragen, ob Sie sich den Bau eines Hauses leisten können. Eine Hausfinanzierung sollte dann auf Ihr individuelles Budget zugeschnitten sein.

8 Punkte, die Bauherren bei der Hausfinanzierung beachten sollten

1. Finanzielle Voraussetzungen ehrlich prüfen

Machen Sie im Vorfeld der Hausfinanzierung einen ehrlichen Kassensturz. Wie sind Ihre finanziellen Aussichten für die kommenden nächsten Jahre, wie sind die Aussichten Ihrer Familie, womit können Sie sicher kalkulieren? Was wird Ihnen monatlich für die Hausfinanzierung zur Verfügung stehen?

2. Nebenkosten nicht vergessen

Unterschätzen Sie bei der Hausfinanzierung die Nebenkosten wie etwa die Grunderwerbssteuer oder die Notarkosten nicht! Allein bei der Grunderwerbssteuer müssen Sie je nach Bundesland mit 3,5 bis 6,5 Prozent kalkulieren. Auf Sie als Bauherr kommen weitere Baunebenkosten zu, dazu können Baugrundgutachten, Vermessungsleistungen, Baugenehmigungen sowie die Kosten für Hausanschlüsse, Außenanlagen und Arbeiten zum Herrichten des Grundstücks zählen.

Was man zum Thema Hausfinanzierung wissen sollte und warum eine vertrauensvolle Beratung dabei so wichtig ist, wird etwa in diesem Video anschaulich erklärt:

Baufinanzierung für Familien in der Niedrigzinsphase.
Die eigenen vier Wände sind wegen des günstigen Baugeldes für viele Menschen in greifbare Nähe gerückt - allerdings ist eine Baufinanzierung auch in der Niedrigzinsphase kein Kinderspiel. Foto: djd/BVR

3. Auch in der Niedrigzinsphase ist Eigenkapital das A und O

Auch in der Niedrigzinsphase ist eine Hausfinanzierung kein Kinderspiel, eine Vollfinanzierung steckt voller Risiken. Deshalb sollten Sie möglichst viel Eigenkapital mobilisieren. 25 Prozent der Gesamtkosten der Hausfinanzierung sollten Sie mindestens aus eigenen Mitteln aufbringen können, besser sind 30 oder sogar 40 Prozent.

4. Die günstigen Zinsen langfristig sichern

Als Bauherr sollten Sie im Rahmen der Hausfinanzierung mit der Bank eine möglichst lange Zinsbindung aushandeln, um sich die aktuell günstigen Zinsen langfristig zu sichern. Zudem sollten Sie hohe Tilgungsraten vereinbaren. Dadurch erreichen Sie einen niedrigeren Gesamtzinsaufwand und reduzieren das Risiko, falls es doch einmal zu einer Zinswende kommen sollte.

5. Förderungen vom Staat sichern

Vom Staat können Sie sich effektiv bei der Hausfinanzierung unterstützen lassen. Die staatliche KfW Förderbank gibt Ihnen vor allem dann zinsgünstige Darlehen, wenn Sie besonders umwelt- und energiebewusst bauen. Beachten Sie, dass Sie bei staatlichen Fördermitteln in der Regel eine bestimmte Reihenfolge einhalten müssen: Erst Fördermittel bewilligen lassen, dann bauen!

6. Über Wohn-Riester informieren

Der Staat fördert die Hausfinanzierung eventuell auch über "Wohn-Riester", informieren Sie sich deshalb rechtzeitig, ob es für Sie in Frage kommt. Die staatlichen Zulagen für das Riester-Darlehen werden über das finanzierende Kreditinstitut beantragt.

7. Bausparen kann weiterhin attraktiv sein

Bausparen ist der Klassiker in der Hausfinanzierung, dabei kombinieren Sie den Aufbau von Eigenkapital mit der Baukreditvergabe. Profitieren können Sie vor allem dann, wenn Sie ihren Bauwunsch erst in einigen Jahren umsetzen wollen. Der Staat ist beim Bausparen per Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmer-Sparzulage mit von der Partie.

8. Weitere Informationen zum Thema Baufinanzierung

Weitere Infos gibt’s bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken und unter www.vr.de.

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