Finanzen
Artikel vom 11.07.2017

Erste eigene Wohnung: 6 Tipps rund um die Finanzen [Video]

Die erste Wohnung zu finanzieren ist für manche eine Herausforderung.
Mit dem Einzug in die erste eigene Wohnung genießt man mehr Selbstständigkeit und Freiheit, zum anderen übernimmt man auch mehr Verantwortung. Foto: djd/BVR/thx

Der Einzug in die erste eigene Wohnung ist ein großer Schritt: Zum einen genießen Sie mehr Selbstständigkeit und Freiheit, zum anderen übernehmen Sie mehr Verantwortung. Sie müssen sich nun auch um Finanzen und Versicherungen kümmern - Verträge müssen geschlossen und Kosten beglichen werden. Wir haben 6 Tipps:

1. Tipp: Schätzen Sie die Nebenkosten der ersten eigenen Wohnung realistisch ein

Die Nebenkosten der ersten eigenen Wohnung sollten Sie realistisch einschätzen, sie haben sich zu einer zweiten Miete entwickelt. Die Nebenkosten darf der Vermieter auf Sie umlegen. In der Regel zahlen Sie als Mieter die Nebenkosten in jedem Monat im Voraus an den Vermieter. Einmal im Jahr erstellt der Vermieter eine Nebenkostenabrechnung mit den gezahlten und tatsächlich aufgelaufenen Nebenkosten. Entweder bekommen Sie nun zu viel gezahltes Geld zurück oder Sie müssen nachzahlen.

Was jetzt wichtig wird, ist in diesem Video anschaulich erklärt:

Mit der ersten Wohnung sollte man über eine Hausratversicherung nachdenken.
Auch junge Leute verfügen heute vor allem wegen der Elektronik bereits über beträchtliche Werte, eine Hausratversicherung kann deshalb sinnvoll sein. Foto: djd/BVR/corbis

2. Tipp: Das müssen Sie zum Thema Mietkaution wissen

Als Sicherheit für Schäden oder Mietausfälle während der Mietdauer darf Ihr Vermieter bei Einzug eine Mietkaution verlangen. Die Höhe ist im Mietvertrag ausgewiesen und beträgt meist zwei oder drei Monatskaltmieten. Der Mieter darf die Kaution ab Start des Mietverhältnisses in drei monatlichen Raten zahlen. Der Vermieter ist verpflichtet, das Geld zum marktüblichen Zinssatz anzulegen. Sie erhalten das Geld plus Zinsen, wenn beim Auszug keine Ansprüche gegen Sie vorliegen. Haben Sie Probleme, das Geld für die Kaution aufzubringen, kann eine Bankbürgschaft eine Option sein.

3. Tipp: Behalten Sie den Überblick über Ihre Ausgaben

Nicht nur über Ihre Wohnkosten, sondern auch über Ihre sonstigen Ausgaben sollten Sie stets den Überblick behalten. Mit einem Haushaltsplan haben Sie jederzeit Kontrolle darüber, dass Ihre Ausgaben nicht Ihre Einnahmen übersteigen. Das gilt unabhängig davon, wie Sie Ihre erste eigene Wohnung finanzieren.

4. Tipp: Holen Sie sich Unterstützung vom Staat

In der Regel ist die Höhe des BAföG von den eigenen Einkünften, von den Einkünften der Eltern und des Ehepartners abhängig. Nähere Infos zur genauen Berechnung gibt das BAföG-Amt. Wenn Sie kein BAföG erhalten, stellt das Wohngeld eine Alternative dar. Dieses können Sie jederzeit beantragen. Es ist abhängig von der Höhe der Miete, der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen und vom Haushaltseinkommen insgesamt.

5. Tipp: Prüfen Sie, ob Sie für Ihre erste eigene Wohnung eine Hausratversicherung benötigen

Sobald Sie Ihre erste eigene Wohnung auch als ersten Wohnsitz angeben, sind Sie nicht mehr über die Hausratversicherung Ihrer Eltern mitversichert. Sie schützt Sie vor den finanziellen Folgen von Schäden an Haushaltsgeräten, Mobiliar oder Kleidung, die etwa durch Feuer, Wasser oder bei Einbruch entstehen. Auch junge Leute verfügen heute vor allem wegen der Elektronik - vom Laptop bis hin zum HD-Fernseher - bereits über beträchtliche Werte.

6. Tipp: Prüfen Sie, ob Ihr Haftpflichtschutz ausreichend ist

Prüfen Sie beim Einzug in die erste eigene Wohnung Ihre Privathaftpflichtversicherung. Vor den finanziellen Folgen bei Ansprüchen Dritter wegen Schäden, die Sie fahrlässig verursacht haben, bewahrt Sie in vielen Fällen eine Privathaftpflichtversicherung. Über Ihre Eltern sind Sie noch mitversichert, solange Sie ledig und in der Schule oder in der Ausbildung beziehungsweise im Studium sind.

Weitere Infos zum Thema erste eigene Wohnung gibt es hier.

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