Finanzen
Artikel vom 19.08.2016

3 Tipps, wie Sie sich vor Abofallen schützen können

Smartphone mit Display in einer Hand
Abofallen lauern gerade bei Smartphone Nutzern. Schon ein falscher Klick auf ein Werbebanner kann zum Verhängnis werden. Foto: JESHOOTS/pixabay

Viele Smartphone-Nutzer mussten diese Erfahrung bereits machen: Mit einem unbedachten Klick oder dem leichtsinnigen Öffnen einer Werbemail wird ungewollt ein Abonnement abgeschlossen. Abzocker nutzen Werbebanner und E-Mails, um Geld von ahnungslosen Nutzern zu ergaunern.

Gegen diese Abzockerfallen gibt es dennoch einige Tipps und Tricks, die präventiv gegen diese Form des Betrugs helfen. Hier die 3 wichtigsten:

Tipp 1: Nicht in Panik verfallen

Wer die erste Rechnung oder bereits eine Mahnung im Briefkasten vorfindet, verfällt häufig in Panik und bezahlt aus Angst vor weiteren Kosten - oder wehrt sich nicht gegen bereits abgezogene Gebühren. Diese Panik ist in den meisten Fällen unbegründet - nur in den seltensten Fällen sind diese Forderungen wirklich fundiert. Analysieren Sie die Rechnung also genau und überlegen Sie, ob Sie bei diesem Anbieter irgendwann etwas gekauft haben. Dann erst überlegen Sie in Ruhe, wie Sie weiter vorgehen können.

Ein Stapel Briefumschläge mit Rechnungen
Beim Erhalt von betrügerischen Abonnement-Rechnungen durch Abofallen sollte schnell und richtig gehandelt werden. Foto: cocoparisienne/pixabay

Tipp 2: Mit dem Anbieter Kontakt aufnehmen

Anders als bei herkömmlichen Abofallen werden Abonnements für das Smartphone meistens einfach mit der gewöhnlichen Mobilfunk-Rechnung verrechnet. Über diese Rechnung finden Sie heraus, von welchem Dienstleister die Abzocke stammt - und können so Kontakt mit ihm aufnehmen. Bei dem Abzocker sollten Sie das Abonnement sofort fristlos kündigen: Da hier kein ordentlicher Vertrag geschlossen wurde, ist dies problemlos möglich. Im Ernstfall können Sie das Unternehmen auch dazu auffordern, nachzuweisen, wann und unter welchen Bedingungen ein Vertrag geschlossen wurde. Spätestens hier zeigt sich, dass Sie als Verbraucher nirgends ausreichend über die Konditionen des Vertrags wie zum Beispiel die Kosten informiert wurden.

Auch auf eine Rückerstattung der abgebuchten Kosten können Sie in der Regel bestehen. Dies muss allerdings bis spätestens acht Wochen nach Erhalt der Rechnung erfolgen. Zudem weigern sich viele betrügerische Firmen, das bereits gezahlte Geld wieder zurückzugeben. In diesem Fall sollten Sie sich an Ihren Mobilfunkanbieter wenden und mit diesem klären, welche Möglichkeiten Sie haben. Bei sehr hohen Beträgen kann sich auch eine Rechtsberatung lohnen.

Tipp 3: Präventive Maßnahmen gegen Abofallen

Wer einmal zum Opfer einer Abofalle wurde, möchte dieses Szenario in Zukunft verständlicherweise vermeiden. Eine praktische Möglichkeit, um Abzocker zu umgehen, sind die sogenannten Drittanbietersperren: Diese Sperren können Sie über Ihren Mobilfunkanbieter einrichten lassen, wodurch andere Dienstleister keine Möglichkeit mehr haben, Geld über Ihre Handyrechnung abzubuchen.

Da die Abofallen häufig über in Apps geschaltete Werbebanner erfolgen, kann es zudem sinnvoll sein, einen Werbeblocker zu installieren. Dieser blockiert diese Banner und verhindert so, dass Sie versehentlich darauf klicken

Fazit

Geraten Sie nicht in Panik, wenn Sie eine zu hohe Handyrechnung erhalten - in der Regel sind diese rechtlich nicht haltbar! Lassen Sie sich von Ihrem Mobilfunkanbieter die Kontaktdaten des Anbieters vermitteln, um möglichst schnell nach Erhalt der Rechnung kündigen zu können. Im Idealfall können Sie so auch bereits gezahlte Gebühren zurückerstattet bekommen.

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