Familienleben
Artikel vom 24.11.2017

6 Tipps für Trauerfall-Vorsorge, Testament und Co.

Eine Trauerfall-Vorsorge hilft den Angehörigen bei der Trauer-Arbeit.
Eine sogenannte Trauerfall-Vorsorge schützt Angehörige vor finanziellen Belastungen durch Bestattung und Trauerfeier. Foto: djd/Monuta

Die Bestattungskosten sind in Deutschland mit etwa einem Durchschnitt von 6.000 bis 10.000 Euro so hoch, dass viele Familien diese nicht tragen können. Umso wichtiger ist es, schon zu Lebzeiten mit einer Trauerfall-Vorsorge seine Angehörigen vor finanziellen Verpflichtungen zu schützen. Ohne Vorsorge müssen Ehepartner oder Kinder im Trauerfall von Gesetz wegen die Begräbniskosten übernehmen.

Wer richtig vorsorgen will, sollte über die finanzielle Absicherung hinaus weitere Vorsorgethemen wie Nachlassregelung, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Sorgerechtsverfügung frühzeitig regeln. Wir haben sechs Tipps für Sie zusammengestellt.

1. Tipp: Mit einer Trauerfall-Vorsorge Angehörige entlasten

Mit einer Trauerfall-Vorsorge können Sie Ihre Angehörigen finanziell und organisatorisch entlasten. Der Abschluss einer Trauerfall-Vorsorge schafft zu Lebzeiten die finanziellen Voraussetzungen, um die eigenen Vorstellungen von einem würdevollen letzten Weg zu verwirklichen. Informationen dazu gibt es beispielsweise hier: www.monuta.de.

Bei der Trauer-Vorsorge ist es wichtig, sich über Trauer-Rituale Gedanken zu machen.
Trauerrituale sind in jedem Land der Erde verschieden. Foto: djd/Monuta/stockpics/fotolia.com

2. Tipp: Spezielle Vorsorge für Menschen ausländischer Herkunft

So unterschiedlich Herkunftsländer und Menschen sind, so verschieden sind die Vorstellungen von einer Bestattung und Trauerfeier. Viele Mitbürger ausländischer Herkunft wünschen sich, in ihrem Heimatland nach traditionellem Ritual bestattet zu werden - ohne dass dies ihre Angehörigen finanziell und organisatorisch belastet.

Ein Anbieter bietet deshalb in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bestattungsfürsorge ein "Heimatpaket" an, welches die Kosten absichert, die vollständige Organisation der Rückführung des Verstorbenen übernimmt und sich um die Bestattung im Herkunftsland kümmert. So können individuelle Vorstellungen von einer Bestattung und Trauerfeier im Ausland geregelt werden.

3. Tipp: Vorsorgevollmacht für den Pflegefall

Mit einer Vorsorgevollmacht können Sie bestimmen, wer im Pflegefall finanzielle, medizinische und organisatorische Angelegenheiten für Sie verantwortet. Nicht nur Senioren, sondern auch jüngere Menschen können von einem medizinischen Notfall betroffen sein. Dann sollte klar sein, wer für Sie entscheiden darf.

4. Tipp: Patientenverfügung: Entscheidungen selbst treffen

Im Krankheitsfall sollten Sie wichtige medizinische Entscheidungen nicht Angehörigen aufbürden. Eine von Ihnen erstellte Patientenverfügung teilt dem Arzt im Fall einer Entscheidungsunfähigkeit mit, ob, wie und wie lange Sie behandelt werden möchten. Sinnvoll kann es dabei sein, sich von einem Arzt oder einer sonstigen fachkundigen Person beraten zu lassen. Falls in der aktuellen Lebens- und Behandlungssituation des Patienten die Festlegungen in einer Patientenverfügung zutreffen, sind sowohl der Arzt als auch der Vertreter daran gebunden.

Im Christentum ist eine Bestattung im Sarg meist der Normalfall.
Andere Länder, andere Bestattungsrituale: Während hierzulande der Verstorbene häufig im Sarg beigesetzt wird, ist dieser im Islam nicht vorgesehen. Foto: djd/Monuta/Kzenon/fotolia.com

5. Tipp: Sorgerechtsverfügung für minderjährige Kinder

Die Sorgerechtsverfügung legt fest, wer im Notfall die Betreuung Ihres minderjährigen Kindes übernehmen soll. Viele Familien befinden sich in dem Irrglauben, dass beim Tod der Eltern den Taufpaten, Geschwistern oder Großeltern das Sorgerecht für die eigenen Kinder zugesprochen wird, doch dem ist nicht so. Liegt keine schriftliche Regelung zum Sorgerecht vor, entscheidet allein das Vormundschaftsgericht über einen geeigneten Vormund.

6. Tipp: Mit einem Testament für klare Verhältnisse sorgen

Ihren letzten Willen sollten Sie zu Papier bringen und damit rechtzeitig für klare Verhältnisse bei Ihrem Nachlass sorgen. Das Testament lässt sich zu Lebzeiten jederzeit ändern. Das Dokument selbst müssen Sie vollständig mit der Hand verfassen, mit aktuellem Datum und Ortsangabe versehen und es eigenhändig mit Ihrem vollständigen Namen unterschreiben.

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