Familienleben
Artikel vom 01.11.2014

Sterbefall - was tun? 4 Tipps zu den Formalitäten

Auf die trauernden Angehörigen warten zahlreiche Aufgaben. Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen
Auf die trauernden Angehörigen warten zahlreiche Aufgaben. Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen

Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer ein schmerzlicher Einschnitt. Den meisten dürfte es schwerfallen, in der Trauer an bürokratische Dinge zu denken. Dennoch sind Behördengänge zu erledigen, persönliche Papiere des Verstorbenen zu sichten sowie Banken und Institutionen zu informieren. Was also tun bei einem Sterbefall?

Viele Angelegenheiten müssen nun vor allem sofort erledigt werden: Adressen von Verwandten und Freunden sind zu suchen und die Trauerkarten müssen geschrieben werden. Vor allem aber ist die Beerdigung zu planen. Sie soll zu etwas ganz Besonderem werden und dem Verstorbenen einen würdigen Abschied geben.

Tipp 1: Den Totenschein ausstellen lassen

Nach dem Sterbefall ist zunächst zu unterscheiden, wo sich dieser ereignet hat: Wenn das Familienmitglied in einem Krankenhaus, Alten- oder Pflegeheim verstorben ist, kümmert sich die Verwaltung um die Formalitäten. Wenn der Tod zu Hause eintritt, muss grundsätzlich ein Arzt benachrichtigt werden - entweder der Hausarzt oder der Notarzt. Denn nur ein Mediziner ist berechtigt, den Totenschein auszustellen.

Tipp 2: Behördengänge geordnet angehen

Als nächstes sollten Behörden, Versicherungen und Vereine, bei denen der Verstorbene gemeldet ist, über dessen Tod informiert werden. Für anstehende Behördengänge werden Unterlagen des Verstorbenen benötigt: Personalausweis oder Reisepass, zusätzlich für Ledige die Geburtsurkunde, für Verheiratete die Heiratsurkunde oder das Familienstammbuch sowie bei Geschiedenen Heiratsurkunde und Scheidungsurteil. Erst nach Vorlage dieser Dokumente kann das Standesamt die Sterbeurkunde ausstellen.

Tipp 3: Finanzielle Dinge regeln

Dann sind auch finanzielle Dinge zu regeln: Dafür benötigen die Angehörigen die Rentenmitteilungen des Verstorbenen und sein Testament, den Krankenversicherungsnachweis und alle weiteren Versicherungspolicen - insbesondere die Lebens-, Sterbegeld- und Unfallversicherungen.

Tipp 4: Eine Sterbegeldvorsorge nutzen

Bestattungsunternehmen helfen dabei, den letzten Weg nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten und kümmern sich um die Formalien. Neben aller Trauer ist ein Todesfall stets auch mit Bürokratie und nicht zuletzt mit Kosten verbunden. Summen von 5.000 Euro kommen dabei schnell zusammen. Vielen ist es wichtig, ihren Angehörigen diese finanzielle Belastung zu ersparen und entsprechend vorzusorgen. Je früher man sich darum, etwa in Form einer Sterbegeldversicherung, kümmert, desto geringer ist auch der eigene finanzielle Aufwand pro Monat. Aber auch im Alter ist es noch möglich und sinnvoll, eine Police abzuschließen.

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