Familienleben
Artikel vom 01.11.2014

Ruhestätte in der Natur: 3 Tipps

Wo werde ich meine letzte Ruhe finden? Immer mehr Menschen möchten schon zu Lebzeiten für ihre Beisetzung vorsorgen - und entscheiden sich für ein Grab inmitten der Natur. Foto: djd/FriedWald/Gasparini
Wo werde ich meine letzte Ruhe finden? Immer mehr Menschen möchten schon zu Lebzeiten für ihre Beisetzung vorsorgen - und entscheiden sich für ein Grab inmitten der Natur. Foto: djd/FriedWald/Gasparini

Schon zu Lebzeiten befassen sich Menschen immer wieder mit der Frage: Wo werde ich meine letzte Ruhe finden? Mit zunehmendem Alter wird es wichtiger, vorzusorgen - auch im Sinne der Angehörigen, denen viele die Last der Entscheidung nicht aufbürden möchten. Hinzu kommt, dass es immer mehr Möglichkeiten gibt, sich beisetzen zu lassen. Allerdings wird auf normalen Friedhöfen in aller Regel erst im Todesfall ein Grab ausgewählt. Das kann ein Doppelgrab sein - und der zweite Platz bleibt frei, bis der Partner auch dort beigesetzt wird. Ohne einen konkreten Todesfall ist es derzeit allerdings nicht möglich, einen solchen Platz zu erwerben. In einem Bestattungswald sieht das anders aus: Dort können Nutzungsrechte für ein Grab an einem Baum weit im voraus gesichert werden.

In einem Bestattungswald gibt es Führungen, bei denen sich die Teilnehmer einen Baum aussuchen können, an dessen Wurzeln sie später einmal beigesetzt werden. Foto: djd/FriedWald
In einem Bestattungswald gibt es Führungen, bei denen sich die Teilnehmer einen Baum aussuchen können, an dessen Wurzeln sie später einmal beigesetzt werden. Foto: djd/FriedWald

Tipp 1: Mit einem Förster einen Bestattungswald besuchen

In einem Bestattungswald ist es möglich, dass sich Menschen in Urnen an Bäumen bestatten lassen. Es ist eine andere Art des Beisetzungsplatzes. Alle Zeremonien können durchgeführt werden, wie man es möchte oder es gewohnt ist - in einem besonderen Umfeld in freier Natur. Den Bestattungswald und schließlich "ihren" Baum lernen die meisten auf einer kostenlosen Führung kennen. Dabei werden sie von einem Förster begleitet, der ihnen erklärt, wie eine Beisetzung abläuft.

Tipp 2: Vorab eine Grabart aussuchen

Es gibt verschiedene Grabarten - zum Beispiel den Familienbaum oder den Gemeinschaftsbaum. Am Familienbaum können zehn Urnen von Personen, die jemand auswählt oder die zustimmen, beigesetzt werden. Am Gemeinschaftsbaum erwirbt man jeweils das Nutzungsrecht für einen Beisetzungsplatz. Daneben werden andere, fremde Menschen beigesetzt, die auch einen Platz an einem Baum erworben haben. Wer seine Entscheidung für einen bestimmten Wald noch aufschieben möchte, weil er nicht weiß, wohin ihn das Leben führen wird, kann zunächst auch ein Baumanrecht erwerben. Damit legt man sich nicht fest, sondern erwerbt nur das Recht, an einem Baum in einem der Standorte in der Bundesrepublik beigesetzt zu werden.

Wer sich nicht für einen Beisetzungsplatz an einem bestimmten Baum entscheiden möchte, kann im Bestattungswald auch erst einmal ein allgemeines Nutzungsrecht erwerben. Foto: djd/FriedWald
Wer sich nicht für einen Beisetzungsplatz an einem bestimmten Baum entscheiden möchte, kann im Bestattungswald auch erst einmal ein allgemeines Nutzungsrecht erwerben. Foto: djd/FriedWald

Tipp 3: Ein Grab als Vorsorge wählen

Die Kosten für eine Grabstätte im Wald hängen davon ab, für welche Baum- oder Grabart man sich entscheidet. Die Kosten werden einmal für bis zu 99 Jahre gezahlt werden müssen. So lange sind die Standorte durch einen Eintrag im Grundbuch gesichert.

Durch die Wahl einer solchen Ruhestätte befreit man die Angehörigen davon, dass sie irgendwann noch mal Grab- oder Grabpflegekosten für einen bezahlen müssen. Das ist eine Vorsorgehandlung, bei der es um die eigene Zukunft geht, die in diesem Falle begrenzt ist - aber auch um die Zukunft der Angehörigen.

Die Nachfahren und Verwandten schätzen den Bestattungswald auch aus anderen Gründen: Angehörige berichten, dass ihnen die Trauer etwas gemildert wird durch die Umgebung. Aber sicherlich auch durch die Möglichkeit, seinen Emotionen etwas freieren Lauf zu lassen.

FriedWald - Ort der Begegnung

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