Schule und Studium
Artikel vom 28.05.2020

3 Schritte, wenn das Kind womöglich eine Leseschwäche erkennen lässt

Kinder mit Leseschwäche arbeiten oft mit Büchern, die eine einfache Satzstruktur und leichte Wörter beinhalten.
Kinder mit Leseschwäche arbeiten oft mit Büchern, die eine einfache Satzstruktur und leichte Wörter beinhalten. Foto: djd/ProLog/Mike Mehlhaff

Flüssig lesen zu lernen, ist nicht für alle Kinder selbstverständlich. In der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) 2019 beispielsweise wurde deutlich, dass 18,9 Prozent der deutschen Grundschüler von einer Leseschwäche betroffen sind. Hier folgen 3 Tipps zum richtigen Verhalten, wenn man vermutet, dass das eigene Kind ebenfalls dazugehören könnte:

1. Eine Leseschwäche als solche erkennen

Es kann diverse Indikatoren und Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Lesekompetenz geben. Im Mathematikunterricht etwa, wenn Schüler mit sehr guten mathematischen Fähigkeiten plötzlich Probleme beim Lösen von Textaufgaben zeigen. Fächerübergreifend lassen leseschwache Kinder beim Arbeiten mit Texten und Geschichten einiges aus, was inhaltlich relevant ist, oder sie interpretieren Wichtiges fehlerhaft. Aufgabenstellungen können sie nicht adäquat umsetzen und bearbeiten. Leseschwache Schüler benötigen regelmäßig sehr viel Zeit für die Hausaufgaben. Im Vergleich zu Mitschülern werden viel mehr Wiederholungen und Übungen notwendig. Trotz des vielen Übens stellen sich keine oder nur geringe Fortschritte ein.

Bücher für Kinder mit Leseschwäche sollten äußerlich nicht sofort von den normalen Ausgaben zu unterscheiden sein.
Bücher für Kinder mit Leseschwäche sollten äußerlich nicht sofort von den normalen Ausgaben zu unterscheiden sein. Foto: djd/ProLog/Mike Mehlhaff

2. Auswirkungen der Leseschwäche wahrnehmen

Welche Folgen sich aus einer Leseschwäche ergeben, ist sehr individuell. Oft sind die betroffenen Kinder verunsichert, ebenso haben sie ein reduziertes Selbstwertgefühl. Auch Hänseleien von Mitschülern und sogar eine soziale Isolation sind möglich. Zum anderen kann die schulische Entwicklung gestört werden: Wer eine Leseschwäche hat, dem werden fälschlicherweise auch andere intellektuelle Fähigkeiten nicht zugetraut. Nicht zuletzt können sich die betroffenen Schüler nur schwer weiteres Wissen durch Lesen aneignen. Vielmehr bleibt das Lesen von Buchstaben, Silben, Wörtern oder Wortteilen, Sätzen und Texten anstrengend.

3. Kinder mit Leseschwäche un­terstützen

Unabhängige und umfassende Informationen können Eltern zum einen auf der Seite des Bundesverbandes für Legasthenie und Dyskalkulie, www.bvl-legasthenie.de, finden. Zum anderen hat es sich bewährt, den Kindern Bücher anzubieten, die extra für eine Leseschwäche konzipiert sind. Um die Lesbarkeit und das Leseverstehen zu erleichtern, werden in diesen beispielsweise kurze, einfache Sätzen mit bekannten Wörtern genutzt. Zudem macht das Layout das Lesen leichter, da das Schriftbild angepasst ist. Unter www.prolog-shop.de gibt es eine Auswahl an Büchern für Kinder mit Leseschwäche. Beispielsweise können sie mit der Reihe "Die drei ??? Kids EditionLesenPlus" arbeiten. Sie ist inhaltlich an die bekannte Kinderbuchreihe angelehnt, die von den Abenteuern der drei jungen Detektive Justus, Peter und Bob erzählt. Die Charakteristik des Originals mit vielen Dialogen und spannenden Geschichten bleibt dabei erhalten. Die Bücher sind im äußeren Erscheinungsbild sehr eng an die Originale angelehnt, somit erkennt man sie nicht auf den ersten Blick als Fördermaterialien. Werden die Bücher mit den Klassenkameraden gemeinsam bearbeitet, können beispielsweise Hausaufgaben zu den Texten sowie der Austausch über Gelesenes im Klassenverband erfolgen.

Hier gibts Bücher für Kinder mit Leseschwäche

drucken