Schule und Studium
Artikel vom 18.04.2016

Duales Studium: 5 Hinweise für den Karriere-Erfolg

Duales Studium
Foto: djd/thx

Das duale Studium nimmt in Deutschlands Hochschullandschaft einen immer größeren Stellenwert ein. Seine große Beliebtheit verdankt es insbesondere der engen Vernetzung von Theorie und Praxis, die den Absolventen den Einstieg in das Berufsleben erleichtert, und der Möglichkeit, zwei Ausbildungen gleichzeitig zu erwerben. Darüber hinaus bietet das duale Studium finanzielle Vorteile durch das Ausbildungsgehalt und beste Chancen auf eine Übernahme durch das ausbildende Unternehmen. In vielen Fällen übernehmen die Partnerunternehmen zudem auch die Semestergebühren des Auszubildenden.

1. Hinweis: Praktische Erfahrung im Betrieb

Beim klassischen Studium verbringen die Studierenden die meiste Zeit ihrer Ausbildung in Hörsälen, Seminaren und Bibliotheken. Auf diese Weise wird zwar ein hohes Maß an Bildung vermittelt, der praktische Bezug bleibt jedoch oftmals außen vor. Während des dualen Studiums lernen die Studenten und Studentinnen hingegen abwechselnd an zwei Orten. Zum einen erwerben sie an einer Hochschule, einer Universität oder einer Berufsakademie umfassende theoretische Kenntnisse. Zum anderen befassen sie sich im ausbildenden Unternehmen parallel dazu mit den praktischen Aspekten ihres zukünftigen Tätigkeitsfeldes.

2. Hinweis: Wengier Freizeit, dafür mehr Erfahrung

Da das duale Studium eine Doppelbelastung bedeutet, benötigen die Studierenden viel Disziplin, um theoretische und praktische Ausbildung unter einen Hut zu bekommen. Statt monatelanger Semesterferien haben sie außerdem lediglich Anspruch auf so viel Urlaubstage wie andere Auszubildende auch.

3. Hinweis: Große Auswahl an Fächern

In Deutschland stehen insgesamt mehr als 1.500 duale Studiermöglichkeiten in den jeweiligen Bundesländern zur Auswahl, die meisten davon in Wirtschafts- und Ingenieurfächern. Häufig sind auch Angebote im sozialen Bereich anzutreffen. So bieten viele Hochschulen neben Fächern wie Betriebswirtschaftslehre oder Tourismuswirtschaft auch den dualen Studiengang Soziale Arbeit an.

4. Hinweis: Auf die Akrreditierung des Studienganges achten

Da der Begriff "dual" nicht geschützt ist, sollten Interessenten unbedingt darauf achten, dass der gewählte Studiengang akkreditiert ist, der Praxisanteil nicht weniger als zwölf Monate beträgt und am Ende wirklich ein akademischer Grad verliehen wird. Angebote, in denen der Bachelortitel innerhalb eines Jahres versprochen wird, sind dagegen absolut unrealistisch.

5. Hinweis: Vielfältige Karriereaussichten für Absolventen

Die Mehrheit der dualen Studenten wird direkt von ihrem Ausbildungsbetrieb eingestellt. Zum Teil enthalten die Ausbildungsverträge Übernahmeklauseln, laut derer sich die Studierenden verpflichten, nach ihrem Abschluss noch für eine bestimmte Zeit im Unternehmen zu bleiben. Wer dennoch wechseln möchte, muss gegebenenfalls die vom Ausbilder zuvor übernommenen Studiengebühren zurückzahlen. Ist keine Übernahme möglich oder erwünscht, haben die Absolventen dank der erworbenen Praxiserfahrung auch in anderen Betrieben beste Karrierechancen. Vor allem der Doppelabschluss ist bei vielen Arbeitgebern gern gesehen und bietet immer einen Vorteil gegenüber herkömmlichen Bewerbern.

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