Karriere
Artikel vom 01.11.2014

9 Tipps, um Karrierechancen clever zu nutzen

Spätestens im letzten Schuljahr machen sich auch die letzten in der Klasse darüber Gedanken, wo es mit der beruflichen Ausbildung und damit mit dem weiteren Leben und Arbeiten hingehen soll.

Die beliebtesten Berufe

Bei MädchenBei Jungen
Kauffrau im Einzelhandel (27%)Kraftfahrzeugmechatroniker (26,5%)
Verkäuferin (23%)Kaufmann im Einzelhandel (23%)
Bürokauffrau (18%)Industriemechatroniker (16,5)
Medizinische Fachangestellte (13%)Elektroniker (13,5%)
Industriekauffrau (10,5%)Programmierer (9%)

1. Tipp: Sich über die eigenen Wünsche klar werden

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um an seinen Traumberuf zu gelangen. Zunächst sollte man sich allerdings die Frage stellen: Wie sehen meine Pläne für die Zukunft aus? Was interessiert mich besonders? Was liegt mir? Möchte ich studieren? Möchte ich eine Ausbildung machen oder nach der Ausbildung ein Studium anknüpfen?

Fachkräfte und Azubis werden in vielen Branchen gesucht. Oft führt der Weg zum Traumjob heute über eine elektronische Bewerbung. Foto: Marco2811 - Fotolia.com
Fachkräfte und Azubis werden in vielen Branchen gesucht. Oft führt der Weg zum Traumjob heute über eine elektronische Bewerbung. Foto: Marco2811 - Fotolia.com

2. Tipp: Berufsberatung in Anspruch nehmen

Viele Fragen, die man jedoch nicht allein bewältigen muss. Eine gute Hilfe ist da zum Beispiel die Berufsberatung wie auch die Studienberatung für zukünftige Studenten. Hier können Anregungen und Hilfestellungen anhand eigener Interessen und schulischer Leistungen gegeben werden.

3. Tipp: Messen zu Berufsbranchen besuchen

Im Laufe des Jahres gibt es in ganz Deutschland zahlreiche Bildungs- und Berufsausbildungsmessen, auf denen man sich über mögliche Ausbildungsberufe, Alternativen und mögliche Aufstiegschancen informieren kann. Häufig stellen sich dort auch Unternehmen mit ihren hauseigenen Ausbildungsmöglichkeiten vor.

4. Tipp: Bei Praktika Erfahrungen sammeln

Wer schon eine Ahnung hat, in welche Richtung der Traumberuf gehen soll, sich aber noch nicht zu 100 Prozent sicher ist, für den sind auch Praktika sehr hilfreich. Viele Unternehmen bieten verschiedenste Praktikumsstellen in allen möglichen Ausbildungsberufen an. So kann man mal hineinschnuppern und den Beruf mit all seinen Facetten genauer kennenlernen. Ganz nebenbei kann man dann auch Fragen stellen, die man schon immer mal zu seinem Traumberuf loswerden wollte. Praktika haben den Vorteil, dass man auch mehrere Berufsrichtungen testen kann und bei Gefallen gleich nützliche erste praktische Erfahrungen sammeln kann, um diese in seinen Lebenslauf einzuflechten.

5. Tipp: Eine gute Bewerbung schreiben

Es wird immer häufiger eine digitale Bewerbung der postalischen vorgezogen. Doch auch hier gelten einige Regeln, an die man sich halten sollte, wenn man mit seiner Bewerbung punkten möchte. Auch wenn die Unterlagen digital zusammengestellt worden sind, ist hier ebenfalls besondere Sorgfalt wichtig. Das heißt, die Unterlagen sollten in jedem Fall vollständig und sowohl grammatisch als auch vom Ausdruck her stimmig sein. Im Zweifelsfall jemanden drüberlesen und korrigieren lassen.

6. Tipp: Persönliche Ansprache wählen

Auch wenn Bewerbungen im Internet im ersten Moment etwas unpersönlich scheinen sollten, sind sie das keinesfalls. Wenn Sie sich also online bewerben, achten Sie darauf, dass Sie sich Ihren direkten Ansprechpartner herausgesucht haben und dessen Vor- und Nachnamen kennen. Eine persönliche Anrede ist immer besser, als „Sehr geehrte Damen und Herren…“. Auch bei sich selbst sollten Sie darauf achten, dass Sie eine möglichst seriöse E-Mail-Adresse verwenden. Nicknames sind hier fehl am Platz Max.Mustermann@Muster.de ist also durchaus besser als Scherzkeks05@irgendwas.de.

7. Tipp: Auf die Stellenausschreibung eingehen

Unternehmen veröffentlichen in der Regel viele verschiedene Ausschreibungen. Da ist es besonders wichtig, dass Sie in den Betreff genau hineinschreiben, worum es geht. Wichtig sind vor allem:

  1. Die Bezeichnung der Position, für die Sie sich bewerben
  2. Der Standort und falls vorhanden, eine dazugehörige Kennziffer der Ausschreibung

8. Tipp: Formalitäten und Dateigrößen beachten

Bei einer Onlinebewerbung sollten Sie auch darauf achten, ob es eine Begrenzung der Datengröße gibt. In der Regel gelten als Faustregel 3 MB – größer sollte die Bewerbung nicht sein. Man kann jedes Dokument einzeln in eine E-Mail packen, das wird allerdings schnell unübersichtlich. Für einen Personaler ist das eine Qual und so landet Ihre Bewerbung vielleicht gerade deshalb vorschnell in der Ablage. Besser ist es, Sie packen Ihre wichtigen Unterlagen in eine Art digitale Mappe und speichern Sie diese im PDF-Format ab. So ist sie geschützt, übersichtlich und das schätzt auch der Leser Ihrer Unterlagen. Einzig das Anschreiben sollte noch einmal zusätzlich direkt in Ihre E-Mail hinein. So kann man dieses später in Ihrer Mappe lesen, aber auch direkt beim Öffnen der E-Mail.

9. Tipp: Bewerbung mit Persönlichkeit schreiben

Bei der Flut der Unterlagen, welche täglich auf dem Schreibtisch von Personalern landen, muss eine schnelle Entscheidung her. Gut wer da mit Individualität, Professionalität und seinen ganz eigenen Unterlagen aufwarten und punkten kann. Das bedeutet auch, dass ein individuelles Anschreiben gegeben sein sollte. Ein gutes Bewerbungsfoto sollte auch nicht fehlen. Dieses sollte unbedingt von einem Fotografen sein und nicht zuhause vor dem Kühlschrank abgelichtet werden. Man sieht einer Bewerbung in der Regel an, wie viel Mühe in ihr steckt.

Fazit: Karrierechancen clever nutzen

Mit einer guten Bewerbung und zuvor gründlich eingeholten Informationen kann auch im digitalen Zeitalter kaum etwas schief gehen. Zudem bieten soziale Netzwerke, wie zum Beispiel Xing, auch sehr gute Möglichkeiten, sich direkt mit Unternehmen in Verbindung zu setzen. Gewissenhaft zusammengestellte Unterlagen unterstützen maßgeblich den eigenen Erfolg. Überstürzen Sie also nichts – sondern bereiten Sie sich erst einmal gut vor.

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