Karriere
Artikel vom 01.11.2014

Erfolg im Beruf: Viele Wege führen ans Ziel

Beim Vorankommen auf der Karriereleiter gibt es viele Möglichkeiten: Eine erfolgreiche Selbstständigkeit oder eine bessere Position als Angestellte oder Angestellter, aber auch eine berufliche Umorientierung oder ein nachgeholter Abschluss. Viele Karrieren verlaufen zudem heute nicht mehr geradlinig: Auch Zeiten der Arbeitslosigkeit oder Auszeiten vom Job aus anderen Gründen sind eine Herausforderung, die man aktiv bewältigen kann und muss.

Erfolg im Beruf ist definitiv machbar: Mit einer attraktiven Weiterbildungsmöglichkeiten für junge Akademiker, mit der Chance einer Franchisegründung, mit Jobs im stark wachsenden Zukunftsmarkt der erneuerbaren Energien - und mit Optionen speziell für Frauen, die nach einer Familienpause zurück in den Beruf möchten.

Tipp 1: Einen Finanzierungsmix wählen

Beim berufsbegleitenden MBA-Studium erhält man immerhin weiter sein Gehalt. Aber die Investition in die eigene Zukunft kann sich auszahlen. Die meisten MBA-Studenten setzen deshalb auf einen Mix aus Erspartem und Kredit, manchmal zahlt auch der Arbeitgeber. Und wer Glück hat, ergattert ein Stipendium. Auch davon gibt es mehr, als man denkt. Eine Fülle von Organisationen und Unternehmen unterstützt MBA-Studenten, vom Rotary Club über zahlreiche Stiftungen und Veranstalter von MBA-Messen bis zu den Schulen selbst.

Tipp 2: Der Franchise-Partner muss gut passen

Wer endlich sein eigener Chef sein möchte, muss dazu das Rad nicht unbedingt neu erfinden - er muss es nur richtig nutzen können. Beim Franchising setzt ein Neu-Unternehmer auf ein bereits etabliertes, erfolgreich erprobtes Geschäftskonzept und vermeidet auf diese Weise von vornherein viele Tücken der Selbstständigkeit. Kein Wunder, dass die Franchise-Wirtschaft weiter wächst und oft ein Garant für den Erfolg im Beruf ist: Bekannte Marken und die Unterstützung durch den Franchisegeber machen das Modell selbst für unerfahrene Gründer attraktiv. Allerdings sollte sich jeder potenzielle Franchisegründer im Vorfeld gründlich informieren. Wie bei jeder Selbstständigkeit gibt es im Franchising viele verschiedene Aspekte zu berücksichtigen.

Tipp 3: Nicht bei Null anfangn


Beim Franchising muss man im Gegensatz zur klassischen Gründung nicht bei null anfangen, das Geschäftsmodell ist lange und erfolgreich erprobt. Eine Studie des Internationalen Centrums für Franchising und Cooperation an der Universität Münster belegt nun auch mit Zahlen diese Vorzüge. So sind Franchisegründer im Schnitt nach einem Jahr noch zu 94 Prozent aktiv, bei anderen Gründungen haben sich nur etwa 85 Prozent behauptet. Zwei Jahre nach der Gründung gibt es noch 90 Prozent der Franchisenehmer, bei den anderen Existenzgründern sind es 75 Prozent.

Tipp 4: Erneuerbare Energien sind auf dem Vormarsch

Deutschland verabschiedet sich von der Atomenergie. Diese sogenannte Energiewende hat einschneidende Auswirkungen auf alle Bereiche der Wirtschaft. Die grünen Energien dürften vor allem zu einem Jobmotor werden. Bis zum Jahr 2020 soll der Umweltschutz der wohl bedeutendste Industriezweig sein, so eine Prognose des Unternehmensberaters Roland Berger. Es wird sogar vermutet, dass dieser Zweig mehr Menschen beschäftigen wird, als der Maschinen- und der Autobau zusammen. Gefragt sind neben Energie-, Klima- oder Umweltingenieuren vor allem auch Handwerker für den Betrieb und die Wartung der neuen Techniken.

Tipp 5: Mit neuen Stärken in den Beruf zurück

Der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften ist groß und wird angesichts des demographischen Wandels weiter steigen: Wer sein Wissen auf den neuesten Stand bringt, hat auf dem Arbeitsmarkt hervorragende Chancen.

 Denn die Vielfalt der möglichen Qualifikationen hat insbesondere in den letzten zehn Jahren aufgrund zahlreicher Optionen zur Spezialisierung etwa in der Buchhaltung stark zugenommen. Ein Weiterbildungskurs, der meist sechs bis 18 Monate dauert, muss immer auch mit privaten und familiären Verpflichtungen in Einklang gebracht werden. Ein Spagat, der oft nicht einfach ist. Bei der Wahl des Anbieters sollte man deshalb genau hinschauen.

Tipp 6: Aufstiegs-Bafög in Anspruch nehmen

Der Staat macht Ernst mit dem Kampf gegen den Fachkräftemangel und fördert die berufliche Fortbildung mit dem Aufstiegs-Bafög. Wer Bilanzbuchhalterin, Controllerin oder Steuerfachwirtin werden will, hat beste Chancen, von diesen Maßnahmen zu profitieren. Die Förderung besteht aus einem Zuschuss zu den Fortbildungskosten in Höhe von 30,5 Prozent, der einkommens- und vermögensunabhängig gewährt wird. Der Rest wird über ein Kfw-Darlehen finanziert. Wer am Ende seine Prüfung besteht, dem werden 25 Prozent des Restdarlehens erlassen.

Tipp 7: Direktvertrieb als Einstiegschance

Weil die Arbeitszeiten im Direktvertrieb so flexibel sind, können Eltern die beruflichen Aufgaben gut mit den familiären Anforderungen in Einklang bringen und trotzdem Erfolg im Beruf haben. So sind vor allem Mütter oft besser in der Lage, sich um die Kindererziehung oder um die Pflege ihrer Angehörigen zu kümmern, ohne auf eine Erwerbstätigkeit verzichten zu müssen.

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