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Weisheitszähne

Weisheitszähne sind ein Überbleibsel der Evolution. Oft bereiten diese Zähne Probleme. Foto: djd
Weisheitszähne sind ein Überbleibsel der Evolution. Oft bereiten diese Zähne Probleme. Foto: djd

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • wieso es Weisheitszähne gibt.
  • wann sie entfernt werden müssen.

Zusätzlich halten wir für Sie bereit: Kostenlose PDFs, nützliche Links und Videos rund um das Thema Zahngesundheit.

Entfernung oft unumgänglich

Weisheitszähne, das sind die Backenzähne, Molaren, die ganz hinten im Kiefer sitzen. Nach ihrer Position im Zahnschema werden sie auch die „Achter“ genannt. Im Gegensatz zu den anderen Zähnen treten sie aber erst später, also ab einem Alter von 15-25 Jahren, in Erscheinung. Daher stammt auch der Name, denn in der Sicht der Menschen früherer Zeiten war Alter mit Weisheit gleichzusetzen.

Evolution hautnah

Biologisch gesehen sind diese „Nachzügler“ ein Überbleibsel, ein Rudiment aus der Evolution. Unsere Vorfahren hatten einst längere Kiefer, in der frühen Entstehungsgeschichte der Plazentatiere noch mit 44 Zähnen versehen. Der heutige Homo Sapiens und seine nächsten Verwandten, die Affen, haben hingegen nur 32. Und die Weisheitszähne sind quasi gerade dabei zu verschwinden. Dieses Zwischenstadium bekommen manche Menschen allzu deutlich zu spüren. Der Kiefer ist zwar schon verkürzt, die Zähne sind aber noch da und können auf unterschiedliche Weise Schwierigkeiten bereiten. Sie können beispielsweise gar nicht oder nur teilweise durchbrechen, oder gar quer liegen. Brechen sie nur teilweise durch, können sie Entzündungen oder Zysten verursachen. Liegen sie quer, üben sie eventuell Druck auf die anderen Zähne aus, was als Ursache für Zahnfehlstellungen gilt.

OP erspart Schmerzen

Die Lösung ist, die Weisheitszähne rechtzeitig zu entfernen. Die Basis für diese Entscheidung bildet neben der gründlichen Zahnuntersuchung eine Röntgenaufnahme vom ganzen Gebiss im Panorama. Hier sieht der Arzt, wie die Weisheitszähne angelegt sind und kann die anatomische Struktur des Umfeldes begutachten. Die Entfernung erfolgt meist unter lokaler Betäubung, in besonderen Fällen kann aber auch eine Operation unter Vollnarkose erforderlich sein. Natürlich sind diese Eingriffe mit Risiken behaftet, aber auch wenn man beim Lesen schon fast den Schmerz spüren kann: das mag immer noch das kleinere Übel sein angesichts jahrelanger Quälerei mit Entzündungen und Kieferschmerzen, zumal die Weisheitszähne auch noch in Verdacht stehen, Allgemeinerkrankungen wie Herzbeschwerden und Nervenschmerzen zu verursachen.

Weiterführende Informationen

Die Universität Düsseldorf stellt eine Patienteninformation zum Thema "Operative Entfernung von Weisheitszähnen" kostenlos zur Verfügung.

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Stichworte zu diesem Beitrag:

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verfasst am 28.04.2010