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Was tun gegen Kieferschmerzen?

Kieferschmerzen können viele Ursachen haben. Foto: djd
Kieferschmerzen können viele Ursachen haben. Foto: djd

In diesem Artikel erfahren Sie: 

  • wie es zu Kieferschmerzen kommt.
  • wie diese behandelt werden.
  • ob der Zahnarzt helfen kann.

Kieferschmerzen: eine Qual

Tausende Betroffene kennen diese Qual: Kieferschmerzen, die teils über Wochen und Monate nicht verschwinden wollen und immer wieder beim Sprechen, Kauen oder Trinken auftreten. Der Griff zu einem Schmerzmittel ist oft der erste Ausweg, um kurzzeitig etwas Linderung zu erfahren – doch viel wichtiger ist es, den Ursachen der Kieferschmerzen auf den Grund zu gehen

Viele Ursachen für lästige Schmerzen

Die Symptome sind unverkennbar, doch die exakte Diagnose ist oft sehr kompliziert. Denn Kieferschmerzen können durch verschiedenste Faktoren ausgelöst werden. 

Mögliche Ursachen für Kieferschmerzen

  • Fehlstellungen der Zähne, insbesondere von Weisheitszähnen
  • Einseitige Belastung des Kiefers beim Kauen
  • Zähneknirschen, oft ausgelöst durch Nervosität und Stress
  • Entzündungen im Kiefer, hervorgerufen durch Viren oder Bakterien
  • Verspannungen der Kaumuskulatur
  • Verspannungen im Nacken oder Rücken
  • Eine Zyste im Oberkiefer oder Unterkiefer
  • Erkrankungen in entfernten Bereichen wie Ohr und Nasennebenhöhle
  • In seltenen Fällen sogar Herzerkrankungen

Diese Vielzahl möglicher Ursachen von Kieferschmerzen zeigt, wie wichtig eine gründliche Untersuchung durch den Zahnarzt oder den Kieferorthopäden ist. Der Rat der Ärzte lautet: Möglichst frühzeitig in die Praxis kommen und sich nicht erst wochenlang mit den störenden Kieferschmerzen herumplagen. Auch der Allgemeinarzt kann oft helfen oder ansonsten den Patienten zu Spezialisten überweisen. Die Einnahme von Schmerzmitteln über mehrere Tage sollte grundsätzlich vermieden werden.

Gezielte Behandlung bei Kieferschmerzen

Ist die Ursache erst einmal zweifelsfrei ermittelt, lassen sich Kieferschmerzen wirksam bekämpfen:

  • durch Antibiotika,
  • Massagen,
  • Wärme,
  • kieferorthopädische Eingriffe
  • oder auch Entspannungstechniken zum Abbau von beruflichem oder privatem Stress.

Eine weitere Empfehlung von Medizinern lautet: Damit die Schmerzen nicht doch wieder auftreten, sollte der Patient die Behandlung erst nehmen – also frühzeitig zum Arzt und die Therapie nicht vorzeitig abbrechen.

Kieferschmerzen: Daher kommen sie

Kieferschmerzen: Manchmal werden sie sogar durch einen Zahnartzbesuch ausgelöst.
Kieferschmerzen: Manchmal werden sie sogar durch einen Zahnartzbesuch ausgelöst.

Kieferschmerzen haben vielfältige Ursachen. Nur durch eine genaue Diagnose kann eine erfolgreiche Behandlung eingeleitet werden. Doch oft weiß der Betroffene selbst, woher seine Schmerzen rühren. 

Psychische Kieferschmerzen durch Verspannungen

Stress, Ärger, Angst und Wut sind die Gefühle, die uns schaden, die jedoch am weitesten verbreitet sind. Sie führen zu Verspannungen im gesamten Körper und dieser reagiert mit den bekannten Symptomen; Rückenschmerzen, Halswirbelsäulen-Syndrom und Kopfschmerzen sind die häufigsten Störungen, die uns in der Bewegung einschränken. Doch anstatt auf unseren Körper zu hören, „beißen wir die Zähne zusammen“ und machen weiter wie bisher. Am Tag pressen wir die Kiefer fest aufeinander, um „den Mund nicht aufzumachen“ – vor unserem Chef, in der Familie oder dem Kunden. Doch nachts kriecht der Ärger hervor und wir knirschen mit den Zähnen. Das alles beansprucht den Kiefer in einem Maße, für das er nicht ausgelegt ist. Die Folgen sind Verspannungen in der Kiefermuskulatur. Jedes Öffnen des Mundes schmerzt. Kauen, Sprechen, Gähnen werden zur Qual. Dies kann mit zur Unfähigkeit, den Mund zu öffnen, führen. Selbst beim Sport, wenn wir die Arme belasten, schmerzt der Kiefer. 

Verspannte Kiefergelenke durch schlechte Haltung

Doch auch, wenn wir „mit dem Kopf durch die Wand“ wollen oder vor dem Computerbildschirm sitzen, treten Kieferschmerzen auf. Wir stehen nicht gerade, vielmehr fällt unser Körper nach vorn. Mit runden Schultern, den Kopf weit nach vorn gestreckt, laufen wir durch die Welt. Vor dem Computerbildschirm sitzend, strecken wir den Kopf weit nach vorn um vermeintlich, besser sehen zu können. Der Unterkiefer wird durch diese Fehlhaltung nach hinten gezogen, Ober- und Unterkiefer liegen nicht mehr aufeinander, die Kiefergelenksmuskeln müssen dagegen arbeiten, um ihn in Position zu halten. Der Preis für diese Fehlhaltung, ob durch Krankheit oder mangelnde Fitness, führt wiederum zu Verspannungen, die Schmerzen hervorrufen.

Kieferschmerzen nach Zahnbehandlung

„Zähne zusammenbeißen“ mag zwar in unserer leistungsorientierten Welt bewundert werden, doch gesund ist es für die Zähne nicht. Sie nehmen Schaden. Aber nicht nur; auch schlechte Zahnpflege, bestimmte Speisen, eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr und viele andere Faktoren fügen den Zähnen Leid zu und der Gang zum Zahnarzt wird unvermeidlich. Hier kann es nach der Behandlung zu Kieferschmerzen kommen. Sei es, dass Weisheitszähne gezogen werden musste, die tief im Kiefer verankert waren, sei es, dass der Zahnarzt tief bohren musste, der Zahn nach der Behandlung empfindlich reagiert und die Schmerzen in den Kiefer ausstrahlen. Auch eine zu hohe Füllung kann zu Kieferschmerzen führen, da Ober- und Unterkiefer nicht mehr genau aufeinandertreffen. 

Kieferschmerzen durch Erkrankungen des Knochens

Und dann kann der Knochen selbst natürlich erkranken. Hier ist an erster und häufigster Stelle die Parodontitis zu nennen. Eine Entzündung des Zahnhalsapparates, bei der nicht nur der Zahn vernichtet, sondern auch der Kieferknochen angegriffen wird. Dabei treten sowohl Zahnfleischschwund als auch Knochenschwund auf.

Kieferschmerzen durch andere Erkrankungen

Eine Reihe anderer Erkrankungen führen zu Kieferschmerzen. Ein gereizter Trigeminusnerv, dessen Reizung in den Kiefer ausstrahlt. Oder Viren und Bakterien, die sich durch kleinste Verletzungen des Zahnfleisches des Kieferknochens bemächtigen oder durch eine Verletzung oder Erkrankung an einer anderen Körperstelle mit der Blutbahn den Kieferknochen erreicht hat. 
Selbst organische Erkrankungen, wie beispielsweise eine Entzündung des Herzens, der Leber oder der Nieren, können sich mit Kieferschmerzen bemerkbar machen.

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Stichworte zu diesem Beitrag:

  • Kieferschmerzen
  • Kiefer
  • Schmerzen
  • Zahnprobleme
  • Zahn-OP
  • Zahnbehandlung

verfasst am 28.04.2010