Rücktransport bei Krankheit im Ausland
In diesem Artikel erfahren Sie:
- Wie Sie sich im Krankheitsfall einen Rücktransport sichern.
- Warum bei stationären Aufenthalten im Ausland auf Urlauber schnell unerwartete Kosten zukommen.
- Was vor Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung zu beachten ist.
Sommer, Sonne, Ferienzeit: Jeder freut sich jetzt auf die schönsten Wochen des Jahres. Damit, dass es im Urlaub zu Unfällen oder Krankheiten kommen kann, setzt sich bei aller Vorfreude niemand gerne auseinander. Doch gerade bei stationären Aufenthalten im Ausland kommen auf die Urlauber schnell unerwartete Kosten zu, die zumindest teilweise aus eigener Tasche bezahlt werden müssen.
Rücktransport: 70.000 Euro für den Flug im Ambulanzjet
Der Grund: Die gesetzlichen Kassen übernehmen die Kosten für ambulante oder stationäre Behandlungen außerhalb Europas meist nicht ausreichend oder gar nicht. Selbst innerhalb Europas werden gesetzlich Versicherte oft als Privatpatienten eingestuft und müssen die Rechnung selbst zahlen. Für solche Fälle benötigt man eine Auslandsreise-Krankenversicherung. Diese übernimmt insbesondere den teuren Rücktransport nach Hause, falls im Urlaubsland keine angemessene Behandlung möglich ist. Die Rechnungen für solche Rücktransport liegen schnell bei weit über 10.000 Euro. Laut "Finanztest" (06/2012) kann ein Rücktransport aus Asien oder Süd- und Nordamerika im Ambulanzjet um die 70.000 Euro kosten - die Kasse bezahlt solche Transporte nicht.
"Finanztest": Familien bereits ab 17,80 Euro versichert
Im Juni-Heft untersuchte "Finanztest" rechtzeitig vor Beginn der Urlaubssaison 37 Anbieter von Auslandsreise-Krankenversicherungen. Ein "Sehr gut" mit der Gesamtnote 1,0 erhielt der Tarif RD der Ergo Direkt Versicherungen. Beim Fürther Anbieter können sich Familien am günstigsten absichern. Sie zahlen nur einen Jahresbeitrag von 17,80 Euro. Familientarife gelten für Ehepaare oder eingetragene Lebenspartner. Kinder sind mitversichert.
Insgesamt erhielten lediglich sechs Anbieter die Note "Sehr gut" - vor allem für ihre kundenfreundlichen Versicherungsbedingungen. Vor Vertragsabschluss wichtig zu wissen: Einige private Versicherer zahlen nur den Rücktransport in die Heimat, wenn er "medizinisch notwendig" ist, Anbieter wie die Ergo Direkt Versicherungen zahlen den Rücktransport auch dann, wenn sie "medizinisch sinnvoll" ist - ein kleiner, aber im Zweifelsfall entscheidender Unterschied.
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verfasst am 04.06.2012





































