Reisethrombose droht

Wer auf Reisen viele Stunden eingeengt mit abgewinkelten Beinen sitzen muss, kann durch gezielte Fußgymnastik einer Reisethrombose vorbeugen. Quelle: obs/medi GmbH
Wer auf Reisen viele Stunden eingeengt mit abgewinkelten Beinen sitzen muss, kann durch gezielte Fußgymnastik einer Reisethrombose vorbeugen. Quelle: obs/medi GmbH

Tipps zur Thromboseprophylaxe

Langes Sitzen im Flugzeug oder im Auto ist nicht nur unbequem, sondern birgt auch die Gefahr einer Reisethrombose. Denn durch die Bewegungslosigkeit bei angewinkelten Beinen können sich in den Unterschenkenvenen Blutgerinnsel bilden. Zu den Symptomen einer solchen Thrombose gehören oft eine örtliche Schwellung und starke Schmerzen. Die akute Behandlung erfolgt in der Regel durch einen Kompressionsverband. Mit ihm lässt sich die Gefahr einer lebensbedrohlichen Lungenembolie vermeiden. Wird die verstopfte Vene nämlich nicht richtig behandelt, kann sich das  Blutgerinnsel lösen und schließlich eine der Lungenarterien verstopfen. In solchen Fällen ist umgehende medikamentöse Behandlung, manchmal sogar eine Notoperation erforderlich.

Wie kann man Reisethrombose vorbeugen?

Regelmäßige Bewegung ist die wichtigste aktive Maßnahme zur Thromboseprophylaxe – etwa Schwimmen, Radfahren oder Spaziergehen. Doch auch unterwegs im Sitzen kann man die Thrombosegefahr senken – nämlich durch häufiges Anspannen und Lockern der Beinmuskeln. Die sogenannte „Muskelpumpe“ unterstützt dabei den venösen Rückfluss. Soweit es möglich ist, sollte man aber auch öfters mal aufstehen und einige Schritte gehen. Bei Langstreckenflügen oder langen Autofahrten empfiehlt sich zudem das Tragen von Thrombosestrümpfen, mit denen man die Beinmuskulatur unterstützen kann.

Weiter Tipps zur Thromboseprophylaxe

Wer längere Zeit im Flugzeug oder Auto unterwegs ist, sollte seinen Körper vor Austrocknung schützen, denn Flüssigkeitsmangel kann das Thromboserisiko verstärken. Auf Kaffee oder Alkohol sollten Thrombosepatienten dabei allerdings verzichten. Auch die Einnahme von Medikamenten gehört zur Thromboseprophylaxe. Der Hausarzt wird Thrombosepatienten in der Regel Gerinnungshemmer wie etwa Heparin verschreiben. Acetylsalicylsäure (Aspirin) kann das Thromboserisiko dagegen nicht verringern. Ein reines „Touristenklasse-Syndrom“ ist die Reisethrombose übrigens nicht – sie kann genauso gut in bequemen Sesseln der Ersten Klasse auftreten.

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verfasst am 26.05.2010

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