Haushalt
Artikel vom 12.06.2017

3 Profi-Tipps, wie Sie ein Waschbecken selbst reparieren

Eine unachtsame Bewegung und es ist passiert: Ein Gegenstand fällt ins Waschbecken. Entsteht ein Schaden stellt sich die Frage: Kann man das noch reparieren? Handelt es sich um einen Spannungsriss, hilft nur der Austausch des Waschbeckens. Spannungsrisse erkennt man daran, dass sie meist gerade oder bogenförmig verlaufen, wie ein feiner Bleistiftstrich aussehen und deutlich zu spüren sind, wenn man mit dem Finger darüber streicht.
Kleine und große Kratzer sowie ausgeschlagene, auch tropfengroße Stellen können Sie mit unseren 3 Profi-Tipps aber selbst erfolgreich reparieren.

Tipp 1: Kleine Kratzer einfach wegpolieren

Mit der passenden Politur lassen sich kleinste Schäden schnell und rückstandslos wegpolieren: Dazu wird eine haselnussgroße Portion der Politur mit einem feuchten Schwamm in kreisförmigen Bewegungen aufgetragen, kurz darauf mit warmen Wasser abgespült und anschließend trocken getupft - fertig. Welche Politur zu welchem Material passt, lässt sich im nächstgelegenen Baumarkt in Erfahrung bringen.

Das Waschbecken mit einem Lackstift reparieren.
Bei kleinsteten Rissen kann die gereinigte und getrocknete Stelle unproblematisch mit einem Lackstift repariert werden. Nach dem Trocknen und Polieren ist vom Kratzer nichts mehr zu sehen. Foto: djd/www.calmwaters.de.

Tipp 2: Punktuelle Schäden mit dem Lackstift ausbessern

Keramik, Stahlemaille und Acryl sind die am häufigsten im Badezimmer eingesetzten Materialien. Für alle eignen sich Lackstifte hervorragend zum Ausbessern. Auf Folgendes sollte beim Umgang mit Lackstiften geachtet werden:

  • Die passende Auswahl der Farbe ist entscheidend, allein Sanitär-Weißtöne gibt es in zwölf Farbnuancen
  • Ist man sich nicht sicher, kann der Farbcode beim Hersteller des Waschbeckens erfragt werden
  • Vor Beginn der Reparatur muss der Untergrund gründlich gereinigt und getrocknet werden
  • Lackstift kräftig schütteln, je nach Tiefe ein- oder mehrmals mit Pinsel überlackieren und alles 24 Stunden trocknen lassen
  • Damit später nichts mehr zu sehen ist, empfiehlt sich als Finish eine sanfte Politur
Ganz einfach das Waschbecken reparieren - mit einem Reparaturset.
In gröberen Fällen hilft ein Reparaturset mit Spachtelmasse, Spraydose sowie Schleifpapier. Das ist zwar ein etwas größerer Aufwand, verhindert aber den teuren Austausch des Waschbeckens. Foto: djd/www.calmwaters.de.

Tipp 3: Schwere Fälle mit Reparatur-Set behandeln

Größere Kratzer sowie Schlagschäden lassen sich mit Reparatur-Sets hervorragend in den Griff bekommen. Dazu benötigt man eine geeignete Spachtelmasse inklusive Härter, einen Spachtel, Schleifpapier in der Stärke 320 bis 400 sowie eine Spraydose mit geeignetem Lack. Welches Set Sie genau benötigen, hängt vom Material Ihres Waschbeckens ab. Eine kompakte Übersicht finden Sie auf Calmwaters. Dort finden Sie zudem viele weitere Tipps für die Reparatur Ihres Waschbeckens. Für ein erfolgreiches Ergebnis mit dem Reparatur-Set sollte immer folgende Reihenfolge beachtet werden:

  • Reinigen und Trocknen der zu behandelnden Stelle
  • Reparaturmasse mit Härter vermischen, innerhalb von vier Minuten auftragen, danach 30 Minuten aushärten lassen
  • Überstehende Masse mit Schleifpapier vorsichtig abschleifen, alles reinigen
  • Eine passende Schablone aus Pappe zuschneiden und die zu lackierende Stelle mit ein bis zwei Zentimetern Überstand abkleben
  • Die Sprayflasche drei Minuten kräftig schütteln und den Lack immer von der Schablone in Richtung Waschbecken auftragen
  • Alles vier Tage trocknen lassen und anschließend polieren
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