Haushalt
Artikel vom 01.11.2014

Pflege für Ledermöbel: Mit diesen 4 Pflege-Tipps bleiben sie schön

Ob als Couch im angesagten Vintage-Stil, als klassischer Ohrensessel oder gemütliche Wohnlandschaft: Bei Polstermöbeln steht Leder hoch im Kurs. Ledermöbel fühlen sich angenehm an, sehen edel aus und sind robust. Um die Schönheit des Leders möglichst lange zu erhalten, muss es über die Jahre hinweg jedoch regelmäßig gepflegt werden. Auf was Verbraucher bei der Pflege für Ledermöbel achten müssen, verraten wir Ihnen.

Tipp 1: Regelmäßige Pflege notwendig

Leder ist ein Naturprodukt, das sich selbst nicht regenerieren kann. Mit der Zeit trocknet es aus und kann rissig werden. Auch Sonnenlicht oder Kunstlicht greifen das Leder auf Dauer an und lassen die Farben ausbleichen. Sogar das Hautfett der Menschen kann das Leder unschön aussehen lassen und bei hellem Leder kann es zu Farbabrieb durch Jeans kommen. Um dies alles zu vermeiden, sollte das Leder also regelmäßig gepflegt werden.

Tipp 2: Mit Fett und Feuchtigkeit pflegen

Leder benötigt nicht nur Fett, sondern auch Feuchtigkeit, um schön weich zu bleiben. Werden die Polstermöbel ausschließlich mit Lederfett behandelt, verstopfen die Poren und es bleibt ein schmieriger Film auf der Oberfläche zurück. Was viele nicht wissen ist, dass das Leder vor der Pflege unbedingt gereinigt werden muss. Denn nur wenn die Poren von Schmutzpartikeln befreit worden sind, kann das Leder die Inhaltsstoffe der Pflegemittel richtig aufnehmen.

Tipp 3: Die optimale Pflege für Ledermöbel

Um seine Ledergarnitur richtig zu pflegen, ist es zunächst einmal wichtig, die Lederart zu bestimmen, denn die verschiedenen Lederarten müssen auch unterschiedlich gepflegt werden. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Glatt- und Rauleder wie Nubuk, Velours und Wildleder. Bei Glattledern ist zum Beispiel offenporiges Anilin recht empfindlich und anfällig für Flecken, während pigmentierte Leder - also Leder, die mit einer schützenden Farbschicht versehen sind - sehr strapazierfähig sind. Sie lassen sich gut reinigen und sind alltagstauglich. Reinigungs- und Pflegemittel sollten daher individuell auf die Besonderheiten des Leders abgestimmt sein. Generell sollte man seine Ledermöbel regelmäßig mit einem weichen, fusselfreien Naturfasertuch abstauben und zwei Mal im Jahr mit speziellen Pflegemitteln reinigen und pflegen. Bei farbintensiven Ledermöbeln empfiehlt sich eine Pflegelotion mit Lichtschutzfaktor.

Reinigt und pflegt man Ledermöbel halbjährlich und mit professionellen Produkten, bleiben sie lange schön. Foto: djd/LCK/W.Schillig
Reinigt und pflegt man Ledermöbel halbjährlich und mit professionellen Produkten, bleiben sie lange schön. Foto: djd/LCK/W.Schillig

Tipp 4: Erfolgreich gegen Flecken auf Ledermöbeln

Vor allem muss man bei Flecken schnell reagieren, denn frische Öl-, Fett oder auch Weinflecken lassen sich mit dem richtigen Reiniger durchaus gut entfernen. Ist dieser nicht gleich zur Hand, saugt man Flüssigkeiten sanft mit einem Papiertuch (Küchenrolle) auf. Dann den Fleck ganz vorsichtig mit reinem destillierten Wasser auswaschen, um Kalkränder zu vermeiden. Ganz wichtig ist, dass Sie ohne Druck arbeiten und nicht reiben. Sonst besteht die Gefahr, dass der Fleck ins Leder eindringt. Es gibt spezielle Fettlösesprays, Kugelschreiber-Entferner und Intensivreiniger, mit denen verschiedenste Flecken entfernt werden können. Danach trägt man am besten eine passende Pflegelotion - und falls nötig, eine Farblotion zum Auffrischen der Farbe auf. Dabei sollte man darauf achten, dass man großflächig von Naht zu Naht reinigt und pflegt und nicht nur punktuell. Um Jeansabfärbungen zu vermeiden, verwendet man am besten eine spezielle Intensivschutzlotion.

Tipp 5: Schäden wie Risse, Kratzer oder Abschürfungen beheben

Kleine Schäden wie leichte Abschürfungen oder Ausbleichungen lassen sich mit geeigneten Produkten durchaus selbst beheben. Bei tiefen Kratzern oder Löchern können unsere hochqualifizierten Lederfachleute helfen und die strapazierten und beschädigten Ledermöbel professionell überarbeiten. Dabei können die Leder-Experten genau sagen, welche Möglichkeiten, aber auch Grenzen es bei der Aufbereitung der Ledermöbel gibt.

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