Haushalt
Artikel vom 02.02.2016

Hygiene in der Küche: 10 praktische Tipps

Frau wäscht sich Hände, bevor Sie das Kochen beginnt.
Hände waschen ist ein einfacher, aber sehr effektiver Hygieneschutz, sowohl vor dem Zubereiten von Lebensmitteln als auch zwischen den einzelnen Arbeitsgängen. Foto: djd/qs-live.de

Frische Lebensmittel sind heute sicher wie nie zuvor. Damit sie das auch zu Hause und beim Zubereiten bleiben, ist die richtige Hygiene in der Küche wichtig. Denn Lebensmittelsicherheit hat zwei Seiten: Zum einen die professionelle Herstellung, bei der von der Erzeugung bis in den Handel eine lückenlose Qualitätssicherung höchste Priorität hat. Im Supermarkt bietet etwa das blaue QS-Prüfzeichen bei Fleisch, Obst und Gemüse eine klare Orientierung beim Einkauf. Bei Lebensmitteln mit diesem Zeichen ist eine umfassende Prozess- und Herkunftssicherung gewährleistet. Zum anderen gibt es die private Seite, denn nach dem Einkauf ist der Verbraucher sein eigener Qualitätsmanager.

1. Tipp: Händewaschen - aber richtig!

Wasser, Seife, fertig - so schnell kann Händewaschen gehen. Und so wenig wirkungsvoll ist es dann meistens auch. Richtig wäre: Schmuck ablegen, Hände kurz anfeuchten, dann 20 Sekunden ordentlich einseifen, besser sogar 30 Sekunden. Handrücken, Fingerspitzen und -zwischenräume sowie die Daumen dabei nicht vergessen. Anschließend abspülen und gründlich abtrocknen. Bei der Essenszubereitung ist es ratsam, diesen Vorgang nicht nur zu Beginn, sondern nach jedem einzelnen Arbeitsschritt zu wiederholen.

2. Tipp: Küchenutensilien und Arbeitsflächen reinigen

Was für die Fachleute entlang der Lebensmittelkette und besonders an den Frischetheken im Supermarkt selbstverständlich ist, wird in privaten Haushalten oft vernachlässigt: Arbeitsflächen und Küchenutensilien wie Messer und Schneidbretter am besten sofort nach der Benutzung mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen, bevor Lebensmittelreste antrocknen können, dabei auch das Spülbecken nicht vergessen. Lappen und Handtücher sollten oft gewechselt werden. Außerdem gilt: Putzlappen sind keine Spüllappen und Geschirrtücher keine Handtücher.

Köchin bereitet Gemüse zu und trägt aus hygienischen Gründen Latexhandschuhe.
Von der Erzeugung bis in die Ladentheke hinein sorgen die Profis der Qualitätssicherung für lückenlose Kontrollen und einwandfreie Hygiene von frischen Lebensmitteln. Foto: djd/qs-live.de

3. Tipp: Sauber Trennen, Lagern und Zubereiten

Damit keine unerwünschten Keime übertragen werden, sollte Fleisch von Obst und Gemüse getrennt aufbewahrt und zubereitet werden. Dies gilt für rohe wie auch für gegarte Lebensmittel. Luftdicht verschlossene Behälter im Kühlschrank sowie unterschiedliche Schneidbretter und Messer helfen dabei.

4. Tipp: Kühlschrankhygiene im Griff

Den Inhalt des Kühlschrankes als zentralen Aufbewahrungsort frischer Lebensmittel regelmäßig kontrollieren und Verdorbenes aussortieren. Tipp: Rohe, angebrochene oder gegarte Lebensmittel in luftdicht verschließbaren Behältern aufbewahren. Alle vier Wochen den Kühlschrank mit heißem Essigwasser auswischen.

5. Tipp: Kühlschrank richtig einräumen

Ein klassischer Kühlschrank verfügt über verschiedene Temperaturzonen. Im mittleren Fach sollte die Temperatur bei zirka fünf bis sieben Grad Celsius liegen. Gemüse gehört ins Gemüsefach, dort herrschen acht bis zehn Grad. Fleisch und Fleischwaren lagern auf der Glasplatte darüber, der mit ungefähr zwei Grad Celsius kältesten Zone. Milchprodukte werden weiter oben aufbewahrt, Eier und Getränke am besten in der Tür.

6. Tipp: Kühlkette von Fleisch und Fleischwaren einhalten

Bei Einkauf und Lagerung von Fleisch und Fleischwaren sollte darauf geachtet werden, die Kühlkette nicht zu unterbrechen. Empfindliche Lebensmittel kommen erst zum Schluss in den Einkaufskorb. Für den Transport vom Supermarkt bis zum heimischen Kühlschrank empfiehlt sich eine Kühltasche.

7. Tipp: Hygiene in der Küche: Mülleimer nicht vergessen

Verdorbenes, Abfälle und nicht mehr genießbare Reste zügig entsorgen, sonst können sich Keime und Bakterien schnell vermehren und Schädlinge anlocken. Hygiene in der Küche heißt auch, häufig und regelmäßig den Abfalleimer zu leeren und mindestens einmal pro Woche zu säubern. Treteimer sind als besonders hygienisch zu empfehlen.

8. Tipp: Langes Warmhalten schadet

Bei Wärme vermehren sich Keime besonders gut. Fertige Speisen sollten deshalb nicht lange warm gehalten werden, sondern möglichst rasch abkühlen und dann schnell in den Kühlschrank gestellt werden. Beim Wiederaufwärmen von Resten diese gut durcherhitzen.

9. Tipp: Haltbarkeit beachten

Bei den meisten Lebensmitteln steht ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf der Verpackung. "Mindest" bedeutet dabei aber nicht, dass das Produkt danach nicht mehr verzehrt werden darf. Es heißt, dass bis zu diesem Zeitpunkt sein einwandfreier Zustand garantiert wird. Sind Geschmack, Geruch und Aussehen in Ordnung, kann es auch noch nach Ablauf des MHD gegessen werden. Anders ist es beim Verbrauchsdatum, das sich auf besonders leicht verderblichen Lebensmitteln wie Hack oder Geflügel findet. Dieses ist bindend, nach Ablauf dürfen die Waren nicht mehr verzehrt werden. Wichtig: Damit die Produkte wirklich so lange frisch bleiben wie angegeben, müssen die Lagerungshinweise eingehalten werden.

10. Tipp: Haustiere von der Küche fernhalten

Insbesondere Hunde und Katzen sind für die Hygiene in der Küche problematisch, da sie oft Kontakt zu Tieren in freier Wildbahn haben und gefährliche Keime mitbringen können.

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