Garten
Artikel vom 24.03.2017

Solare Poolheizung: 5 Tipps zum effizienten Betrieb eines eigenen Swimmingpools

Schön angelegter Pool mit Poolabdeckung an der Seite.
Poolabdeckungen halten die Wärme nachts und an kühlen Tagen besser im Wasser und können bei Sonneneinstrahlung auch als solare Poolheizung wirken. Foto: djd/Zodiac

Zu exklusiv, zu teuer: Hartnäckig halten sich Vorurteile, Swimmingpools seien nur ein Vergnügen für sehr gut betuchte Zeitgenossen. Dabei kann sich heute so gut wie jeder einen eigenen Pool leisten, der ein Haus mit Garten besitzt. Mit cleverer Planung und einer solaren Poolheizung zum Beispiel über eine Wärmepumpe halten sich auch die Energiekosten für den Betrieb in engen Grenzen. Wir geben fünf wichtige Tipps dazu:

1. Mit Wärmepumpe Umweltenergie nutzen

Vor einem Pool steht eine Wärmepumpe.
Wärmepumpen nutzen in erster Linie die Wärme aus der Luft, um das Schwimmbecken zu temperieren. Foto: djd/Zodiac
Pool vor einem Haus an einem sonnigen Tag.
Sonnenkollektoren als solare Poolheizung tragen zur Erwärmung des Wassers bei, solange die Sonne scheint und die Außentemperaturen nicht zu niedrig sind. Foto: djd/Zodiac
Ein Kind speilt mit einer Schwimmnudel in einem Pool.
Aus speziellen Styropool-Steinen lassen sich wärmegedämmte Swimmingpools errichten, die das Wasser länger warm halten. Foto: djd/D&W-Pool

Die Wärmepumpe als Poolheizung nutzt solare Energie, die sie indirekt aus der Luft entnimmt. Im Wärmepumpenprozess wird die Temperatur der Außenluft durch Druck auf ein höheres Niveau gebracht und dann an das Wasser im Schwimmbecken übertragen. Dadurch erzeugen Wärmepumpen auch dann genügend Wärme, wenn die Sonne nicht scheint oder die Außentemperaturen kühler sind. Da nur rund ein Viertel der Energie aus der Steckdose und drei Viertel aus der Umgebungsluft bezogen werden, ist der Betrieb deutlich energieeffizienter als der einer konventionellen Elektroheizung. Modelle wie die ZS500 von Zodiac lassen sich einfach am Becken aufstellen und mit dem Beckenwasser verbinden. Dadurch ist auch eine nachträgliche Installation ohne Eingriffe in die Filtertechnik möglich.

2. Sonnenkollektoren: Solare Poolheizung bei Schönwetterlage

Mit Sonnenkollektoren auf dem Hausdach oder auf Nebengebäuden wie Gartenhaus oder Garage lässt sich eine Poolheizung mit solarer Energie realisieren, die den Wärmebedarf während der Sommermonate weitgehend abdeckt. Als Daumenwert gilt: Wenn die Kollektorfläche etwa 70 Prozent der zu beheizenden Wasserfläche beträgt, ist ein ausreichender Wärmeertrag sichergestellt. Der Nachteil der solaren Poolheizung mit Sonnenkollektoren: Bei bedecktem Himmel oder nachts liefert sie keine Wärme, bei Außentemperaturen ab 18 Grad und darunter reicht der Wärmeertrag nicht aus, um das Becken auf angenehmen Temperaturen zu halten.

3. Wärmedämmung für das Becken nicht vernachlässigen

Eine gute Wärmedämmung zum umliegenden Erdreich kann Wärmeverluste deutlich verringern. Mit speziellen Beckensystemen aus HBCD-freien Materialien, die mit Beton vergossen werden, lässt sich ein gut gedämmter Pool leicht und in individuellen Bauformen realisieren.

4. Poolabdeckungen als passive solare Poolheizung verwenden

Poolabdeckungen verringern Wärmeverluste über die Wasseroberfläche. Spezielle Abdeckungen aus Luftkammer-Wärmeplanen können zusätzlich zur Erwärmung beitragen. Durch Solareffekte können sie das Becken je nach Größe um drei bis fünf Grad erwärmen und so den Energieverbrauch einer zusätzlichen Heizung senken.

5. Elektroheizung mit Photovoltaik kombinieren

Eine konventionelle Elektroheizung zum Beispiel über einen Durchlauferhitzer kann kostengünstig betrieben werden, wenn man dafür Solarstrom aus einer eigenen Photovoltaikanlage nutzen kann. Voraussetzung ist eine Steuerungstechnik, mit der sich die Poolheizung mit Solarstrom immer dann einschaltet, wenn die Sonne scheint und viel Strom zur Verfügung steht. Mit PV-Strom lässt sich natürlich auch eine Wärmepumpe als Poolheizung betreiben.

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