Garten
Artikel vom 03.02.2016

Schwimmbad bauen: Die zehn besten Tipps

Einfach ins kühle Nass springen und sich erfrischen, morgens vor der Arbeit einige Bahnen ziehen oder am Wochenende unbeschwert mit den Kindern im Wasser toben: Ein Schwimmbad ist für jeden Garten eine Bereicherung. Ein Schwimmbad zu bauen, steht deshalb auch bei vielen Hauseigentümern ganz oben auf der privaten Wunschliste. Doch welches ist der optimale Standort, was ist in Sachen Technik nötig, wie aufwändig sind Pflege und Wartung? Rund um dieses Projekt sind viele Fragen zu beantworten, eine gute Planung - die der Laie alleine kaum leisten kann - ist unverzichtbar. Wir geben die zehn besten Tipps, die Ihnen helfen, wenn Sie Ihr privates Schwimmbad bauen möchten.

Ein runder Pool inmitten einer großen Terrasse mit Liegestühlen
Ein Schwimmbad zu bauen, steht bei vielen Hauseigentümern ganz oben auf der privaten Wunschliste. Wir geben Tipps zur Realisierung. Foto: djd/Bundesverband Schwimmbad & Wellness e.V.
Weiße Flachdachvilla mit Pool im Vordergrund
Der Bau eines Pools erfordert detaillierte Kenntnisse und vor allem viel Erfahrung. Foto: djd/Bundesverband Schwimmbad & Wellness e.V.

1. Schwimmbad bauen: Keine Aufgabe für Heimwerker

Mal eben ein Schwimmbad bauen - ganz so einfach ist es nicht. Dieses Bauprojekt erfordert detaillierte Kenntnisse und vor allem viel Erfahrung. Daher sollten Hausbesitzer von Do-it-yourself-Projekten Abstand nehmen und sich an einen professionellen Schwimmbadbauer wenden. Er begleitet den Bau des Schwimmbads von A bis Z, von der ersten Planung bis, auf Wunsch, auch zur laufenden Pflege und Wartung. Doch auf welchen Fachbetrieb ist wirklich Verlass? Für Orientierung sorgt beispielsweise das "Pool Plus"-Gütesiegel des Bundesverbandes Schwimmbad & Wellness e.V. (bsw): Qualitätsanbieter, die das Siegel tragen, bieten Planung und Bau des Pools komplett aus einer Hand an. Zudem erhält jeder Bauherr die sogenannte Pool Plus Charta. Darin ist Punkt für Punkt aufgeführt, auf welche Leistungen sich der Kunde verlassen kann. Jeder Pool Plus Partner ist als bsw-Mitglied auch in das Informationsnetzwerk des Bundesverbandes eingebunden. Weitere wertvolle Tipps gibt auch dieses Video:

2. Zuerst das Budget für den Pool festlegen

Schwimmbad mit Steinmauer geschützt
Der ideale Standort für einen Pool befindet sich in einem sonnigen, geschützten Bereich ohne direkten Baumbewuchs. Foto: djd/Bundesverband Schwimmbad & Wellness e.V.

Bevor das Projekt Schwimmbadbau beginnen kann, ist es sinnvoll, das persönliche Maximalbudget festzulegen. Nur so ist eine individuelle Planung möglich. Wichtig dabei: Die Bauherren sollten zusätzlich eine Reserve für unvorhergesehene Zusatzkosten einplanen.

3. Schwimmbad bauen in Schattenlage: Keine gute Idee

Ein Schwimmbad in absoluter Schattenlage: Da ist bei der Planung etwas falsch gelaufen. Für den Pool sollte man stattdessen einen möglichst sonnigen Standort im Garten finden. Schließlich sind die Sonnenstrahlen die preisgünstigste Möglichkeit, das Wasser auf Temperatur zu bringen. Ein Tipp: Vor allem die Nachmittagssonne sollte man mit dem Pool einfangen.

4. Den Pool nicht direkt unter Bäumen planen

Zum optimalen Poolstandort gehört nicht nur eine möglichst intensive Sonneneinstrahlung. Ebenso sollte man darauf achten, dass sich Bäume nicht in direkter Nähe befinden. Der Grund: Herabfallende Blätter, Nadeln und Blüten könnten das Wasser im Pool sonst unnötig verschmutzen und Zusatzarbeit bescheren. Der ideale Standort befindet sich in einem sonnigen, geschützten Bereich ohne direkten Baumbewuchs. Auch auf Grundwasser ist zu achten, für Abhilfe kann bei Bedarf eine Drainage sorgen.

5. Einen direkten Windzug vermeiden

Auch einen direkten Windeinfall sollte man nach Möglichkeit vermeiden, denn dieser kühlt das Wasser im Pool schnell aus und trägt zusätzlich Verschmutzungen ins Nass. Auch zum Schwimmen ist eine zugige Ecke nicht angenehm. Mit Mauern, einer Abdeckung oder immergrünen Hecken lassen sich windträchtige Standorte entschärfen. Ein zusätzlicher Vorteil: Auch allzu neugierige Blicke lassen sich so wirksam vermeiden. Wer beim Schwimmbadbau noch mehr auf Komfort setzt, kann eine Überdachung für den Pool vorsehen, die jederzeit geöffnet oder geschlossen werden kann, manuell oder automatisch. Das Dach kann auch später noch folgen, wenn das Schwimmbad erst einmal gebaut ist. Ein zusätzlicher Pluspunkt: Das Dach für den Pool hält die Wärme im Wasser, spart somit Energiekosten und kann die Freibadsaison um einige Wochen in den Herbst hinein verlängern.

6. Eine Abdeckung für den Pool senkt die Kosten

Schon aus den gerade genannten Gründen ist eine Abdeckung für den Pool sehr sinnvoll, wenn nicht sogar ein Muss. Ein weiterer Aspekt: Die Abdeckung, ob aus Folie oder als bedienungsfreundlicher Unterflurrolladen, verringert die Wasserverdunstung und trägt, neben der Energieersparnis, zu sinkenden Kosten für den Pool bei. Dieser Effekt lässt sich verstärken mit Solarabdeckungen, die Sonnenenergie nutzbar machen, um das Becken zu erwärmen.

Ein mit Holz umrahmter Pool auf Rasenfläche
Für den Pool sollte man einen möglichst sonnigen Standort im Garten finden. Foto: djd/Bundesverband Schwimmbad & Wellness e.V.
Ein länglicher Pool zwischen Hecke und Terrasse
Einen direkten Windeinfall sollte man nach Möglichkeit vermeiden, denn dieser kühlt das Wasser im Pool schnell aus und trägt zusätzlich noch Verschmutzungen ins Nass. Foto: djd/Bundesverband Schwimmbad & Wellness e.V.

7. Gute Wasserqualität ist das A und O

Der Badespaß im eigenen Pool ist nur so gesund wie das Wasser - und dies wiederum hängt von einer individuell passend abgestimmten Anlage zur Wasseraufbereitung ab. Hier sollte man nicht am falschen Ende sparen, sondern sich für hochwertige Lösungen entscheiden, die das Nass mit speziellen Pflegemitteln laufend reinigen, Verunreinigungen beseitigen und zudem noch einer Keimbildung vorbeugen. Wasserhygiene ist ein Muss. Wer mehr dazu erfahren möchte, kann beim bsw die vom Verband erarbeiteten technischen Richtlinien bestellen. Der Pool-Fachbetrieb berät ebenfalls zu all diesen Fragen.

8. Schwimmbad bauen und den Ein- und Ausstieg sinnvoll planen

Ins Becken hinein kommt man schnell, doch auch der Weg hinaus soll einfach und sicher sein. Daher sollte man sich mit Ein- und Ausstieg bei der Planung des Schwimmbadbaus gründlich beschäftigen. Zur Wahl stehen zahlreiche Möglichkeiten, ob römische Treppe oder funktioneller Edelstahleinstieg - entscheidend sind Beckengröße, Lage des Pools und natürlich die persönlichen Ansprüche. In jedem Fall macht eine aufwändig gestaltete Treppe das private Schwimmbad noch mehr zum Blickfang und Schmuckstück im Garten. Wer praktisch denkt, wählt "Antirutsch"-Treppenstufen und zusätzliche Handläufe aus. Auch Extras wie Gegenstromanlagen, Massagedüsen oder integrierte Lichtquellen sind möglich.

9. Die Größe des Pools passend planen

Die Standardgröße eines Pools liegt erfahrungsgemäß bei vier mal acht Metern bei einer Wassertiefe bis etwa 160 Zentimeter. Hier können zwei Personen bequem nebeneinander schwimmen. Aber natürlich lässt sich jeder Pool individuell planen, passend zur vorhandenen Fläche und dem Budget. Beträgt die Länge bis zu acht Metern, empfehlen Poolprofis stets, eine Gegenstromschwimmanlage einzubauen. So wird die gesunde Bewegung im Wasser nicht mehr durch das ständige Wenden unterbrochen. Für zusätzlichen Badespaß können Ausstattungsdetails wie eine Schwalldusche, Bodensprudler, Geysire oder Massagedüsen sorgen.

10. Nicht einfach so ein Schwimmbad bauen

Mal eben ein Schwimmbad bauen und den Sommer im eigenen Garten genießen. Ganz so einfach ist es nicht. Je nach Bundesland dürfen Außenpools bis zu bestimmten Ausmaßen auch ohne Genehmigung errichtet werden, doch die Richtlinien unterscheiden sich von Land zu Land. Bei mehr als 100 Kubikmeter Wasserinhalt etwa ist meist eine vorherige Genehmigung durch die örtliche Baubehörde notwendig. Infos dazu gibt es bei der Stadtverwaltung oder noch besser direkt beim zertifizierten Pool-Profi vor Ort. Der Fachmann kann den Bauherrn, falls erforderlich, auch bei allen Formalitäten unterstützen, die mit der Baugenehmigung verbunden sind.

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